Statt Maifest und ausgefallener Konzerte mit Publikum gibt es interaktiven Live-Stream
Die Party kommt ins Wohnzimmer

Münster-Kinderhaus -

Konzerte und Partys sind ja leider wegen der Corona-Pandemie öffentlich nicht möglich. Aber man muss doch irgendwie auch in den Mai tanzen, oder? Kreative und Künstler aus Kinderhaus machen jetzt aus der Not eine Tugend.

Montag, 29.03.2021, 13:19 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 13:28 Uhr
Auf der Covernight 3 entstand dieses Foto. Wegen Corona geht jetzt die Live-Konzertparty aus dem Kap.8 ins Internet.
Auf der Covernight 3 entstand dieses Foto. Wegen Corona geht jetzt die Live-Konzertparty aus dem Kap.8 ins Internet. Foto: Thomas Hennböhle

Wenn das Publikum nicht zur Show kommen kann, dann kommt die Show eben zum Publikum. Das dachte sich das engagierte Team des Stadtteilzentrums Kap.8 und ging alle kreativen Optionen durch.

Das Ergebnis: Statt eines Maifestes sendet das Stadtteilzentrum Kap.8 in diesem Jahr ein Konzert per interaktivem Live-Stream in alle Haushalte, die einschalten. Stattfinden wird die Show „Kinderhaus virtuell“ am 24. April (Samstag) ab 20 Uhr.

Details zum Programm teilten jetzt vom Organisationsteam Heike Kinter und Ute Behrens-Porzky (Leitung Kap.8) mit.

Auf der Bühne im Kap.8 steht die Band „Undercover“, die die Veranstalter als eine der beliebtesten Coverbands des Münsterlandes bezeichnen. „Rockröhre“ Kai Brentjes und Sängerin Nadine setzen mit ihren vier Kollegen auf aktuelle Hits und Rock & Pop-Oldies.

Im Vorprogramm sorgt das Duo McCarthy & Koch aus Liverpool und Münster für akustische Überraschungen. Sie covern bekannte Songs aus den Charts allein mit ihren Akustikgitarren, also „unplugged“.

Damit so viel Live-und-Party-Stimmung wie möglich auch bei den Zuschauern in den Wohnzimmern vor den digitalen Endgeräten ankommt, sollen diese die ganze Zeit so gut wie möglich in die gestreamte Party miteinbezogen werden, wie auf einer analogen Feier. „Man kann im Live-Chat grüßen, winken und applaudieren, in der Video-Konferenz mit Bild teilnehmen, schauen, wer sonst noch da ist und natürlich Luftgitarre spielen oder tanzen“, sagt Ute Behrens-Porzky,

Man kann auch etwas gewinnen: Freikarten für die nächste „Covernight“ in Kinderhaus. Außerdem kann man sich – ganz interaktiv – Musikstücke wünschen. Auf diesen Programmpunkt freuen sich die beteiligten Künstler ebenso wie Eventmoderator Philipp Böckmann aus Münster. „Ich bin mal gespannt, was da so für Wünsche zusammenkommen.“ Der erfahrene Radiomoderator kennt sich mittlerweile – Corona geschuldet – gut aus mit virtuellen Veranstaltungen. „Ich habe unter anderem schon Online-Karneval mit Mickie Krause in Olfen und ein Bier-Tasting mit dem Bürgermeister in Dülmen moderiert.“

Böckmann freut sich, dass durch solche Events wieder Musiker sowie Veranstaltungstechniker zeigen können, dass es sie noch gibt. Drei Kameras übertragen das Event „Kinderhaus virtuell“ in die heimischen Wohnzimmer. „Die Schwierigkeit als Partymoderator besteht darin, immer genau in die richtige Kamera zu schauen.“ Er wird nicht nur ansagen, sondern mit den Bands plaudern sowie die Fragen, Grüße und Wünsche der Zuschauer in den Partyabend einbeziehen. „So oft und so gut wie möglich.“

Ist es denn nicht schwierig ohne direktes Publikum so eine Show zu moderieren? „Nein“, sagt Philipp Böckmann. „Ich bin es ja als Radiomoderator gewohnt, keine direkten Reaktionen zu bekommen und in den Äther zu senden. Das ist für mich keine große Umstellung. Da ist nur die ganze Zeit große Konzentration gefragt.“

Der Clou: Die Teilnahme am Live-Stream „Kinderhaus virtuell“ ist für alle Zuschauer kostenfrei. Über den Link www.kinderhaus-virtuell.de. Veranstalter und Künstler freuen sich auf so viele Livestreamer wie möglich.

 

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