Mecklenbeck
Deutscher Meister im Tai Chi

Freitag, 04.07.2008, 17:07 Uhr

Münster-Mecklenbeck. „Übung macht den Meister – im wahrsten Sinn des Wortes!“, freut sich Pascal Thüer . Voller Stolz zeigt er den glitzernden Pokal: Den ersten Platz im Tai Chi auf Bundesebene sicherte sich der Mecklenbecker unlängst bei den Deutschen Meisterschaften im traditionellen Kong Fu in Gevelsberg.

Ein Erfolg, der nicht über Nacht kam: Drei Monate intensiven Trainings liegen hinter ihm – „zum Schluss sogar mehrfach täglich“, erinnert sich der 33-jährige Elektrotechnik-Meister. Gegen sechs Mitbewerber hat sich Thüer durchgesetzt. Seine aus 36 Bildern bestehende Vorführung im traditionellen Yang-Stil in der „inneren Handform“ überzeugte die Jury.

Es handelte sich um den besonders komplexen Teil einer dreiteiligen Bildfolge, die auf den Namen des Begründers Yang Chen Fu (1883-1936) zurückgehe. Einzelbilder wie „Die Nadel zum Meeresboden holen“, „Wolkenhände“ oder „Die Peitsche“ setzte der Tai-Chi-Experte mit seinem Körper in fließenden Bewegungen geradezu malerisch in Szene.

Der frisch gekürte Meister verschweigt nicht, dass er den Besuch mehrerer Großmeister der asiatischen Kampfkunst bei seinem Verein „Kong Fu Münster “ produktiv zur Vorbereitung nutzen konnte. „Die Großmeister gaben mir wertvolle Ratschläge“, so der Mecklenbecker. Zudem verdanke er Michael Meinert, seinem „Sifu“ (zu deutsch: Lehrer) im Verein „exzellente Trainingsgrundlagen“.

Es war nicht die erste internationale Begegnung, an der Thüer teilgenommen hat. Leider kam die Weltmeisterschaft in Budapest, zu der er im vergangenen Dezember angereist war, nicht zustande, weil nicht alle der 30 erforderlichen Nationen vertreten gewesen seien. Trotzdem habe er „eine Menge gelernt“, zumal ihm namhafte Experten neue Stile des Tai Chi demonstriert hätten.

Keine Frage, der chinesischen Sportart verdanke er, der bereits mehrfach Titel holte, mehr als nur Pokale und Urkunden. „Tai Chi stärkt die Muskulatur und das innere Gleichgewicht“, weiß der Deutsche Meister. Er hofft, irgendwann einmal eine „Reise nach Hongkong zu unserem Großmeister Lee Kam Wing“ unternehmen zu können.

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