Mecklenbeck
72-Stunden-Aktion: Mecklenbecker Jugendliche halfen mit

Montag, 11.05.2009, 18:05 Uhr

Münster-Mecklenbeck - „Könntet ihr bitte eine Schubkarre organisieren?“ Mit Engelsgeduld koordiniert Andre Frankrone im Garten der Kita St. Anna den Arbeitseinsatz im Rahmen der 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“. Selbiger sorgte für ideale Witterungsbedingungen: Drei Tage lang bewiesen rund 60 Mecklenbecker Kinder und Jugendliche soziales Engagement und eigenverantwortliches Handeln für die Gemeinschaft - und zwar in Form von sieben Projekten, von denen der Stadtteil nachhaltig profitieren dürfte.

„Es geht nicht nur darum, anderen zu helfen“, sagt Frankrone mit Selbstverständlichkeit, während von der angrenzenden Baustelle des künftigen Einkaufszentrums der Lärm der Bagger herüberdringt. „Die Kita-Kinder“, so der Berufsschüler, „freuen sich doch, wenn etwas für sie geschaffen wird.“

Geschaffen wurde von den tatkräftigen Jugendlichen ein Eingangstor für den Sinnespfad, den sie mit diversen Materialien auf Vordermann brachten. Im Familienzen­trum Maria Aparecida entstand derweil ein Hochbeet, das später von den Mädchen und Jungen bepflanzt werden soll.

300 bepflanzte Balkonkästen zeugen von der Tatkraft der Jugendlichen im evangelischen Altenhilfezentrum Meckmannshof. Zudem gab es für die Senioren einen Spielevormittag. Auch die Außenwohngruppe des Alexianer-Krankenhauses in der Brockmannstraße weiß das jugendliche Engagement zu schätzen: Bereits vor acht Jahren entstand ein Grillplatz, dieses Mal wurde für die Bewohner ein Grill- und Begegnungsnachmittag organisiert.

Handwerkliches Geschick war auch am Paulushof gefragt. Dort wurde unentwegt geschaufelt, gebohrt und gehämmert für den Outdoor-Grillplatz, ideal als neuer Treffpunkt: Die Bänke bauten die Jugendlichen aus den Resten betagter Gartenbänke. Auch die restlichen Materialien besorgten sich die 72-Stunden-Helfer ausschließlich selbst.

„Die Motivation der Jugendlichen konnte nicht besser sein“, zeigte sich Hendrik Werbick , Pastoralreferent von St. Anna, begeistert. Der Anreiz, gemeinsam völlig selbstständig etwas zu schaffen, sei für die Kinder und Jugendlichen eine „sehr wichtige Erfahrung“ gewesen, so Werbick. Auch das Sammeln von Geld zur Finanzierung der Projekte gehörte zu den Aufgaben: Diesem Zweck diente eine Fahrrad-Putzaktion vor der St.-Anna-Kirche.

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