Mecklenbeck
CDU warnt vorm Stadtbereichszentrum

Donnerstag, 18.03.2010, 17:03 Uhr

Münster-Mecklenbeck - Muss das geplante Stadtbereichszentrum an der Weseler Straße verhindert werden, da ansonsten das im Aufbau befindliche Stadtteilzentrum rund um die St.-Anna-Kirche in seiner Existenz bedroht wird? Fragt man Peter Wolfgarten und Andreas van der Meulen, dann ist dies unvermeidlich: Die beiden CDU-Bezirksvertreter warnen ausdrücklich vor einer Verwirklichung des Projekts.

„Zusammen mit dem vorhandenen Aldi-Markt, einem rechtlich nicht einwandfrei ausgeschlossenen Drogeriemarkt und weiteren Zen­trums-Reserveflächen in direkter Nachbarschaft zwischen dem ehemaligen Hellweg-Markt bis zur Spielhölle wird das Stadtbereichszentrum, so befürchten wir, in der geplanten Art das Mecklenbecker Stadtteilzentrum - und zum Teil auch andere Stadtteilzentren wie Albachten und Roxel - kurz- beziehungsweise mittelfristig erdrücken“, heißt es in einer Pressemitteilung der Mecklenbecker Christdemokraten.

Der örtlichen SPD werfen Wolfgarten und van der Meulen vor, sich nicht intensiv mit den Nutzungsmöglichkeiten des Projektareals an der Weseler Straße beschäftigt zu haben: „Zehn Prozent Randsortimente, zirka 725 Quadratmeter, sind im derzeit geplanten Stadtbezirkszentrum möglich. Das allein hat fast die Größenordnung des kleinteiligen Einzelhandels im Zen­trum von Mecklenbeck “, geben die CDU-Bezirksvertreter zu bedenken. Zudem bestehe die Gefahr, das über Shop-in-Shop-Systeme Ladenuntergrenzen umgangen würden: „Werden irgendwann auch Post- und Bank-Dienstleistungen, die jetzt noch in den Stadtteilzentren angesiedelt sind, ins Stadtbereichszentrum umziehen und das Stadtteilzentrum veröden lassen?“

Einmal mehr verweisen die Christdemokraten auf das Verkehrschaos, das bei einer Verwirklichung des Stadtbereichsprojekts auf Mecklenbeck zukommen könnte: „Längere Staus mit Wartezeiten auf der Weseler Straße sind bei einer Verkehrssteigerung von 35 Prozent vorprogrammiert und führen dazu, dass der Autoverkehr durch die Mecklenbecker Wohnsiedlungen versickert.“ Deshalb fordere die CDU die Verstetigung des Verkehrs auf der Weseler Straße, den Bau einer Nord-Süd-Umgehung und nachhaltigen Lärmschutz für den ganz Stadtteil. All dies müsse zeitnah mit dem Bau des Stadtbezirkszentrums einhergehen.

Einen Seitenhieb haben van der Meulen und Wolfgarten in ihrer Mitteilung für Marianne Koch parat: Mecklenbecks SPD-Ratsfrau habe sich im Rat der Stadt Münster nicht im nötigen Maße gegen Glücksspielbetriebe im Mecklenbecker Gewerbegebiet eingesetzt und damit die jüngst eröffnete „Spielhölle erst ermöglicht“.

Mit ihrer Ablehnung des Stadtbezirkszentrums wolle die CDU nicht dem Erhalt des Status Quo den Weg bereiten. Es geht ihr vielmehr um eine „unter Einzelhandels- und Verkehrsgesichtspunkten für den Stadtteil verträgliche Weiterentwicklung mit einer dem Standort angemessenen Qualität“, heißt es im Pressetext abschließend.

» Die CDU hofft, dass sich viele Bürger zum Infoabend „Stadtbereichszentrum Mecklenbeck“ einfinden. Dieser findet am Donnerstag (25. März) um 19 Uhr in der Aula der Peter-Wust-Schule statt.

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