„Ein ganz besonderes Konzert“
Ensembles der evangelischen Johannesgemeinde stimmen musikalisch aufs Weihnachtsfest ein

Münster-Mecklenbeck -

Chorstimmen aller Altersstufen, Streicher, Flöten und der mit Trompeten verstärkte Klang des Posaunenchors auf der Orgelempore erfüllten das Kirchenschiff: Mit einem großem Aufgebot gestalteten die Ensembles der Johannesgemeinde unter Leitung der Kantorin Gabriele Paul ein besinnliches Adventskonzert in der voll besetzten Martin-Luther-Kirche. „Es ist ein ganz besonderes Konzert“, verkündete Pfarrer Jan-Christoph Borries, „unsere Ensembles haben ganz fleißig geprobt!“

Donnerstag, 02.12.2010, 16:12 Uhr

Die Freude über die Geburt Christi bildete den roten Faden der gelungenen Darbietungen aus barocker, klassischer und zeitgenössischer Literatur – ein spannungsreicher Mix, der einmal mehr die dramaturgische Handschrift von Ga­briele Paul und des Posaunenchorleiters Martin Rethfeld erkennen ließ.

Der laut Paul „zigfach vertonte Hosianna-Psalm“ als Lobpreis der weihnachtlichen Ankunft Christi kam in mehrfacher Kontrastierung und Instrumentierung daher: Einleitend intoniert von den Posaunen („Hosianna, dem Sohn Davids“) aus der Feder von Gustav Gunsenheimer, geboren 1934, dann, jeweils mit Chor und Streichern, in barocker Lesart (Herrnhuter Hosianna) von Christian Gregor (1701 -1763) und als kleine Adventskantate von Wolfgang Briegel (1626 -1712).

Zwischendurch glänzte der aus nur vier Sängerinnen bestehende Jugendchor mit seinem erklärten Lieblingslied plus Streicherbegleitung – „Maria durch ein Dornwald ging“. Der Flötenkreis stimmte mit ein bei einer Adventskantate („Der Morgenstern ist aufgedrungen“) aus dem Jahre 1958 und einer musizierten und rezitierten Weihnachtsgeschichte, ebenfalls ein modernes Werk. Den musikalischen Höhepunkt bescherten Chor, Streicher und Flöten mit dem „Jubelgesang für die Heilige Christnacht“ („Transeamus usque Bethlehem “) von Josef Schnabel (1767 -1831).

Zwischendurch begleitete der Posaunenchor die Gemeinde beim Gesang von Adventsliedern. Als schlussendlich alle Ensembles und das singende Publikum das stimmige Konzert mit „Tochter Zion“ beschlossen, erreichte die Vorfreude aufs Christfest wahrlich jubilierende Qualität – nicht zuletzt dank der wunderbaren Akustik.

Mit diesem Konzert als Abschluss einer vierteiligen Reihe dürfte sich das Gotteshaus einmal mehr als Konzertkirche bewährt haben. Neben den Chören und Ins­trumentalgruppen wirkten im Streicherensemble Wolfgang Domberger, Rainer Herborn (Violine), Heike Paraknowitsch (Cello) und Natalia Tews (Cembalo) mit.

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