Hohe Auszeichnung für den „sympathischen Deutschen“
Helmut Goebel mit Verdienstkreuz der Republik Polen geehrt

Münster-Mecklenbeck -

„Mir wurde gesagt, dass diese Auszeichnung erstmals an einen Deutschen in Schlesien vergeben wurde“, sagt Helmut Goebel. Der Mecklenbecker hat derzeit allen Grund zur Freude, schließlich wurde ihm in der vergangenen Woche im polnischen Klodzko (Glatz) der Verdienstorden der Klasse V. der Republik Polen zuteil. Eine große Ehre für den 87-jährigen Mecklenbecker.

Freitag, 18.01.2013, 23:01 Uhr

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    Foto: Dieter Klein
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Zusammen mit seinem Sohn Gregor hatte Goebel – wie schon so oft – im Auto den rund 900 Kilometer langen Weg ins Schlesische angetreten. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Klodzko wurde ihm vom Vizeminister des polnischen Innenministeriums, Stanislaw Rakoczy, die begehrte Auszeichnung verliehen. Mit dieser werden vom polnischen Staat verdiente Ausländer und Auslandspolen geehrt.

Helmut Goebel wurde im einstmals deutschen Niederschwedeldorf geboren, das seit Ende des Zweiten Weltkriegs zu Polen zählt. In den 50er Jahren reiste er erstmals in die alte Heimat zurück. Im Jahre 1970 fing er dann damit an, in der Grafschaft Glatz Denkmäler – Bildstöcke, Gedenksteine, Wegekreuze und anderes mehr – aus verschiedenen Epochen zu restaurieren.

Mit seiner Leidenschaft, so wurde bei der Verleihung des Verdienstordens betont, habe er mehr als ein Dutzend Polen angesteckt: „Gemeinsam haben sie den Verein Erzengel Michael gegründet, krempelten die Ärmel hoch und begannen, die Bildstöcke und Denkmäler zu erneuern.“ Goebel ist es zu verdanken, dass im Jahre 2009 in der Grafschaft Glatz die „Straße der Denkmäler“ eröffnet werden konnte.

„In den vergangenen Jahren bin ich 102 Mal nach Schlesien gefahren. Rund 250 000 Kilometer habe ich dabei zurückgelegt“, sagt der Mecklenbecker. Sein Geburtsort Niederschwedeldorf sei ein einzigartiger Ort. Es gebe kein zweites Dorf in der Grafschaft Glatz, das so reich an Sehenswürdigkeiten sei. In Europa habe nur der spanische Pilgerweg von Santiago de Compostela mehr Bildstöcke.

Die Verleihung des Verdienstordens habe Helmut Goebel sehr bewegt, wurde in der polnischen Presse berichtet: „Der sympathische Deutsche konnte seine Rührung nicht verbergen und vergoss eine Träne.“

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