Die Aa darf sich wieder schlängeln
Stadt stellt Renaturierungsprojekt vor

Münster-Mecklenbeck -

Rund um die Aa in der Nähe von Haus Kump wurde in der Vergangenheit viel gearbeitet. Ein Schild am Zaun an der Baustelle erklärt die Maßnahme: „Umgestaltung und ökologische Verbesserung der Münsterischen Aa“ ist dort zu lesen. Doch was bedeutet das genau? Diese Frage hatte sich auch Andreas Mallepree von der CDU Mecklenbeck gestellt und deshalb die Verwaltung gebeten, die Baustelle einmal besichtigen zu dürfen.

Freitag, 10.05.2013, 23:00 Uhr
Christiane Bömer (r.) vom städtischen Tiefbauamt stellte den zahlreich erschienenen Bürgern die Maßnahmen an der Baustelle zur Umgestaltung der Aa im Bereich von Haus Kump vor.
Christiane Bömer (r.) vom städtischen Tiefbauamt stellte den zahlreich erschienenen Bürgern die Maßnahmen an der Baustelle zur Umgestaltung der Aa im Bereich von Haus Kump vor. Foto: mfe

„Wir sind einfach neugierig, was sich dort tut“, sagte Mallepree. Zum Ortstermin wurden auch Bürger eingeladen: Das Interesse war riesengroß. Christiane Bömer vom Tiefbauamt, die die Maßnahme geplant hat, und Kersten Scharf vom Grünflächenamt zeigten mehr als 60 Interessierten die umgestalteten Bereiche der Aa .

„Wir mussten die Fließgeschwindigkeit der Aa verbessern, damit genügend Sauerstoff im Wasser bleibt und sich der Fluss bei Niedrigwasser nicht zu sehr erwärmt“, erklärte Bömer. „Das war die Ursache für die Blaualgen in den vergangenen Jahren.“

Die Aa darf sich von der Sentruper Straße an in Richtung Kump künftig wieder schlängeln und wird nicht mehr in ein geradeaus laufendes Bett gepresst. Außerdem hat sie Zonen erhalten, in denen sie sich bei Hochwasser ausbreiten kann. Insgesamt sind die Uferbereiche naturnah gestaltet worden. Der Fluss ist dadurch deutlich länger und breiter geworden. Bäume dürfen auch in das Wasser fallen. Aufgeräumt wird dort nicht mehr. „Die Aa lebt von Totholz, das ist für die Ökologie des Gewässers sehr wichtig“, erläuterte Christiane Bömer bei der Baustellenbesichtigung.

Neu ist der große Sandfang, durch den die von der Sentruper Straße kommende Aa jetzt fließen muss. Damit soll verhindert werden, dass sich in dem Gewässer – und damit auch im Aasee – nicht mehr allzu viel Sediment ablagert und es zu flach wird.

Einige Teilnehmer der Besichtigung wünschten sich Wege entlang des Gewässers. Doch die wird es so nicht geben, erklärte Scharf. Der Bereich soll der Natur überlassen werden. Nur zwischen Mecklenbecker Straße und Aa, wo der Reitweg der Münsterlandroute entlangführen wird, sei ein Spazierweg vorgesehen.

Der vor Jahren renaturierte Teil der Aa wird ebenfalls überarbeitet. Da auch dort der Wasserstand oft zu flach sei, erhält die Aa ein neues Bett. In diesem Bereich ruhen die Arbeiten aus Naturschutzgründen. Im August geht es weiter. Umgestaltet wird zudem der Meckelbach, der jetzt noch schnurgerade in die Aa fließt. Auch er bekommt ein neues Bett und naturnahe Uferzonen.

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