Zwei Baustellen in St. Anna: Jugendzentrum auf dem Paulushof-Areal und Erweiterung des Gemeindezentrums.
Im Sommer 2014 geht‘s los

Münster-MEcklenbeck -

Großer Andrang herrschte bei der Infoveranstaltung der St.-Anna-Gemeinde. Die Mecklenbecker erfuhren, was im kommenden Jahr mit dem Paulushof und dem Gemeindezentrum passieren soll.

Freitag, 21.06.2013, 23:06 Uhr

Mussten sich vielen kritischen Fragen stellen (v.l.): Pfarrer Dr. Christian Schmitt, Moderator Hartmut Beiker, Caroline Kirchhoff und Heinrich Rövekamp vom Kirchenvorstand, Investor Thomas Vennemann und Architektin Diana Danne.
Mussten sich vielen kritischen Fragen stellen (v.l.): Pfarrer Dr. Christian Schmitt, Moderator Hartmut Beiker, Caroline Kirchhoff und Heinrich Rövekamp vom Kirchenvorstand, Investor Thomas Vennemann und Architektin Diana Danne. Foto: tu

„Das Bistum gibt keinen Cent mehr für den Paulushof – es finanziert dafür fast komplett den Bau eines neuen Jugendzentrums und den Umbau des Gemeindezentrums !“ Pfarrer Dr. Christian Schmitt legte sich am Donnerstagabend mächtig ins Zeug, um die Skeptiker, unter ihnen die Pfadfinder und die Schützenbruderschaft, von den Chancen des neuen Nutzungskonzepts zu überzeugen.

Nicht nur stellte der Kirchenvorstand die Vorentwürfe vor: Mit Thomas Vennemann als Investor fürs neue Jugendzentrum und Diana Danne als Architektin für die Erweiterung des denkmalgeschützten St.-Anna-Gemeindezentrums präsentierten sich den mehr als 100 Zuhörern auch zwei wichtige Köpfe der baulichen Realisierung. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Moderator Hartmut Beiker. Es galt die Zielvorgabe: Kein Grundstücksverkauf und Erhalt der Kinder- und Jugendarbeit.

Investor Vennemann aus Nordwalde erarbeitet nach eigenem Bekunden derzeit mit der Stadt ein Konzept fürs neue Jugendzentrum, das ab Sommer 2014 auf einer rund 1000 Quadratmeter großen Teilfläche am alten Standort entstehen soll. In zwei bis drei Monaten sei mit dem Ergebnis des Architektenwettbewerbs zu rechnen. „Weitere Details kann ich noch nicht nennen“, so Vennemann. Man sei bestrebt, prägende Elemente des Paulushofs, etwa dessen U-Form, zu übernehmen.

Die Kirchengemeinde verpachtet künftig das Gelände des Paulushofs an den Investor, der zudem auf der Restfläche barrierefreie Mietwohnungen, vornehmlich für Senioren, errichten will. Beifall erzielte die Architektin Diana Danne für ihren Vorentwurf: „Ein modernes Gemeindezentrum für Jung und Alt unter einem Dach – dieses Ziel lässt sich gut realisieren!“ Zwei Architektenbüros machten Vorschläge, Danne – sie plante mehrere Gemeindezentren – erhielt den Zuschlag.

Vom Sommer 2014 bis Sommer 2015 durchlebt St. Anna laut Schmitt die „heiße Phase“ mit zwei Baustellen. Im Untergeschoss des Gemeindezentrums soll zeitgleich mit dem Bau des Jugendzentrums die Erweiterung starten: Mehrere Räume, separates Treppenhaus mit eigenem Eingang, Lichtgräben, um eine autarke kirchliche Jugendarbeit zu gewährleisten.

Die Pfarrbücherei (50 Quadratmeter) zieht ins Erdgeschoss, ein mit variablen Trennwänden vorgesehener Saal (maximal 100 Quadratmeter) im Bereich der heutigen Sakristei, das Foyer (30 Quadratmeter) und eine Außenterrasse bieten vielfältige Nutzungen, etwa als neuer Treffpunkt. Im Obergeschoss sind drei multifunktionale, ebenfalls variable Besprechungs- und Büroräume vorgesehen. Hinzu kommt ein neuer Aufzug.

Der Umbau der Kellerräume genießt Vorrang: Mit Rücksicht auf die Jugendarbeit bewillige das Bistum Anfang 2014 die ersten Gelder, sagte Schmitt. Den Pfadfindern – sie wünschten sich eine stärkere Einbeziehung bei der Planung – versprach er ein garagenartiges Gebäude als Materiallager. Einziger Wermutstropfen: Für den Schießstand der Schützen gebe es noch keinen neuen Standort, so Heinrich Rövekamp vom Bauausschuss des Kirchenvorstands. Es galt offenbar, in Sachen Paulushof aus der (finanziellen) Not eine Tugend zu machen.

Vehement warb Rövekamp um Verständnis für die sehr konkreten Vorplanungen: „Entweder wir werden abgewickelt, oder wir sanieren selbst!“ Schon während der Präsentation hagelte es kritische Fragen. Die bemängelte Trennung der kirchlichen und offenen Jugendarbeit könne durch Mitbenutzung des neuen Jugendzentrums teils aufgehoben werden, stellte Schmitt in Aussicht.

„Der Rahmen ist gesteckt, nun beginnt die Feinarbeit“, forderte Kirchenvorstands-Vize Caroline Kirchhoff zur Mitarbeit auf. „Alle beteiligten Gruppen können und sollten Ideen einbringen!“

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