Heroldstraße: Bahn stellt Zukunftsprojekt in Frage / Kritik an der Offenhaltung des Übergangs Galgenheide
Kippt die Unterführung?

Münster-Mecklenbeck -

Die Deutsche Bahn AG hat der Stadt Münster einen Brief geschrieben. Ihr passt es nicht, dass die Politik den Mecklenbecker Schienenüberweg Galgenheide dauerhaft offen halten will. Deshalb rüttelt die Bahn am Zukunftsprojekt „Bahnunterführung Heroldstraße“.

Montag, 23.09.2013, 23:09 Uhr

Das schon seit Jahren vieldiskutierte Mecklenbecker Projekt „ Bahnunterführung nebst Verschwenkung der Herold­straße“ droht einen weiteren Rückschlag zu erfahren. Grund dafür ist der im Juli im Planungsausschuss gefällte Beschluss, den Bahnübergang Galgenheide auch weiterhin offen zu halten. Die Deutsche Bahn AG hatte sich – wie berichtet – für dessen Schließung stark gemacht. Aufgrund des Beschlusses stellt sie das Projekt „Bahnunterführung“ jetzt offenbar in Frage.

Bei der Stadt Münster, so bestätigte Verkehrsplaner Michael Milde den WN, ist ein Schreiben eingegangen, in dem die Deutsche Bahn sich äußerst kritisch zum politischen Votum äußert. Aus Sicht des Unternehmens sei die Offenhaltung des Übergangs Galgenheide problematisch und stehe dem Bau der Bahnunterführung Heroldstraße entgegen. Die städtische Verkehrsplanung werde die Politik, so Milde weiter, in Kürze darüber unterrichten.

Die Bahn halte das Heroldstraßen-Projekt ohne die Aufhebung des Galgenheide-Beschlusses für „nicht genehmigungsfähig“, unterstreicht CDU-Ratsherr Peter Wolfgarten . Der „sehr unglückliche“ Beschluss, der im Planungsausschuss gegen die Stimmen der Christdemokraten getroffen worden sei, müsse zurückgenommen werden. Andernfalls sei der nach dem derzeitigen Sachstand fürs Jahr 2018 geplante Bau der Bahnunterführung Heroldstraße ernsthaft gefährdet, der gesteckte Zeitplan drohe zu platzen, das Projekt auf der Zielgeraden zu scheitern.

„Wir können nur auf Einsicht und Vernunft bei der SPD hoffen“, ärgert sich Wolfgarten. Er habe schon im Vorfeld davor gewarnt, den Schienenübergang Galgenheide weiter offen zu halten. Mit einem bisschen politischen Sachverstand sei absehbar gewesen, wozu der Beschluss des Planungsausschusses führen werde, ärgert sich der Christdemokrat. Von Seiten der SPD erhofft sich Wolfgarten Signale, den Galgenheide-Beschluss rückgängig zu machen. Doch die dürfte es laut Thomas Fastermann, sozialdemokratischer Vorsitzender des Planungsausschusses, vorerst nicht geben.

„Wir wollen beides!“, betont Fastermann. Die SPD wolle sowohl die Bahnunterführung Heroldstraße, die höchste Priorität genieße, als auch einen offenen Bahnübergang Galgenheide. Die Stadtverwaltung müsse mit der Bahn entsprechende Verhandlungen führen. Denn wenn der Übergang erst einmal geschlossen sei, werde er wohl kaum jemals wieder geöffnet. Sicher sei jedoch, dass der Schienenüberweg nicht nur aus Radverkehrsgründen sondern auch im Hinblick auf städtische Entwicklungspotenziale Sinn mache. Beispielsweise bei einer möglichen Erweiterung des Baugebiets Waldviertel.

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