Schienenhaltepunkt Mecklenbeck
Christdemokraten und ZVM sind über verspätete Inbetriebnahme des Mecklenbecker Bahnhofs sauer

Münster-Mecklenbeck -

Es passt allen nicht ins Konzept: Der Mecklenbecker Schienenhaltepunkt wird vor dem Jahr 2018 wohl nicht gebaut werden. Ursprünglich sollte er 2015 kommen. Münsterische CDU-Politiker wundern sich darüber. „Wir haben eine Bringschuld gegenüber den Bürgern“, ärgert sich CDU-Fraktionschef Stefan Weber.

Donnerstag, 05.12.2013, 23:12 Uhr

Beklagen die verschobene Fertigstellung des Mecklenbecker Bahnhaltepunkts: Vertreter des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr als Netzbetreiber und der CDU-Fraktion im Gespräch mit Planern von der Deutschen Bahn.
Beklagen die verschobene Fertigstellung des Mecklenbecker Bahnhaltepunkts: Vertreter des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr als Netzbetreiber und der CDU-Fraktion im Gespräch mit Planern von der Deutschen Bahn. Foto: tu

„Wir fangen wieder bei Null an!“ Kopfschütteln und Verärgerung hat beim Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (ZVM) und dessen CDU-Fraktionschef Gottfried Suntrup ( Coesfeld ) die bis zum Jahre 2018 verschobene Inbetriebnahme des Mecklenbecker Bahnhaltepunkts ausgelöst: Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bahn forderten die Christdemokraten, unterstützt von münsterischen Parteikollegen, die Festlegung auf ein verbindliches Zeitfenster. Zumal die Hiobsbotschaft, so verlautete vom Zweckverband als Betreiber der Strecke Coesfeld–Münster, für großes Unverständnis gesorgt habe.

Der politischen Hoffnung, dass sich der für die Einführung des Halbstundentakts erforderliche Bau eines neuen elektronischen Stellwerks beschleunigen ließe, erteilte Norbert Strathmann von der DB Netz AG aber eine klare Absage: „Wenn wir ganz ehrlich miteinander umgehen, dann ist das Jahr 2018 der frühestmögliche Zeitpunkt der Fertigstellung des Haltepunkts!“

An einem neuen Stellwerk mit komplett erneuerter Signalplanung führe kein Weg vorbei, da für Mecklenbeck ein neuer Kreuzungspunkt benötigt werde. Ein Faktum, so Strathmann, das auch die bisherigen Planungen der Bahn „völlig auf den Kopf“ gestellt habe. So sei man bis dato davon ausgegangen, das bisherige, aus dem Jahre 1966 stammende Stellwerk mit Signaltechnik aus den 50er Jahren könne problemlos erneuert werden. Doch dieser, vor rund drei Jahren ermittelte Sachstand besitze inzwischen keine Gültigkeit mehr: Veränderte rechtliche wie technische Rahmenbedingungen machten das zehn Millionen Euro teure Stellwerk zwingend erforderlich – vorgesehen als Modulgebäude zwischen Mecklenbeck und Bösensell, das künftig von Dülmen aus gesteuert werde. Wegen komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren sei eine Inbetriebnahme vor 2018 schlichtweg unmöglich.

„Wir haben eine Bringschuld gegenüber den Bürgern“, brachte Münsters CDU-Fraktionschef Stefan Weber seine Verärgerung deutlich auf den Punkt. „Wie oft haben wir schon hier gestanden, uns feiern lassen für den Bahnhaltepunkt, für die Unterführung“, unterstrich der Mecklenbecker Ratsherr Peter Wolfgarten, „und dann kamen wieder Absagen!“ Wenn vor dem Jahr 2018 keine Chance auf Fertigstellung des Haltepunkts bestehe, forderte Suntrup, „dann aber bitte wirklich im Jahre 2018 ohne wenn und aber!“

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