Dirk Keggenhoff und Jutta Homann bereiten LSF-Gruppe auf Marathon vor
Mit Spaß zum großen Ziel           

Münster-Mecklenbeck -

„Spaß und Gemeinschaftsgefühl sind die Basis einer erfolgreichen Marathon-Vorbereitung“, meinen Dirk Keggenhoff und Jutta Homann von den Laufsportfreunden. Unter diesem Motto trainiert das Duo seit Ende März eine 31-köpfige Truppe, die im September beim Münster-Marathon starten will.

Freitag, 01.08.2014, 23:08 Uhr

Strahlende Sportlergesichter: Laufinstruktorin Jutta Homann und Lauflehrtrainer Dirk Keggenhoff (vorne, 2.u.3.v.l.) mit einem Teil ihrer „Einsteiger und Genussläufer“-Truppe, die am 14. September den Münster-Marathon erfolgreich meistern will.
Strahlende Sportlergesichter: Laufinstruktorin Jutta Homann und Lauflehrtrainer Dirk Keggenhoff (vorne, 2.u.3.v.l.) mit einem Teil ihrer „Einsteiger und Genussläufer“-Truppe, die am 14. September den Münster-Marathon erfolgreich meistern will. Foto: sch

Im Jahr 1998 fing für Dirk Keggenhoff alles an. Reichlich Übergewicht hatte der Mecklenbecker auf den Knochen – und das musste weg. Inspiriert vom Grünen-Politiker Joschka Fischer und dessen Buch „Mein langer Lauf zu mir selbst“ joggte er japsend ums Studentenheim, um abzuspecken und dabei zugleich den Grundstein für ein Hobby zu legen, das ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat: Keggenhoff ist passionierter Läufer und seit zwei Jahren auch Lauflehrtrainer. Zusammen mit Jutta Homann bereitet er seit Ende März eine 31-köpfige Gruppe der Laufsportfreunde (LSF) auf den Münster-Marathon 2014 vor.

Für Keggenhoff und Homann ist es eine Premiere: Wurde der Marathon-Kursus, der sich an „Einsteiger und Genussläufer“ richtet, über viele Jahre von LSF-Urgestein Werner Driese geleitet, so tritt das Duo nun erstmals in dessen Fußstapfen. Beide sind seit etlichen Jahren im Verein, engagieren sich für ihren Sport und sind rundum laufbegeistert. Jutta Homann (45) ist Laufinstruktorin und nicht nur Marathon- sondern auch Ultraläuferin. Im Juni dieses Jahres nahm sie im schweizerischen Biel die 100-Kilometer-Strecke unter die Füße.

Dirk Keggenhoff (42) ist 20-facher Marathon-Finisher und hat mit London , Berlin und New York schon drei der weltgrößten Stadtmarathons absolviert. Zusammen mit Kollegin Jutta Homann und weiteren LSF-Sportlern will er ihm Februar 2015 in Tokio den 42,195 Kilometer langen Lauf durch die japanische Metropole finishen. Fünfmal haben die beiden bereits zusammen an einem Marathon teilgenommen. Beste Voraussetzungen, auch anderen den Weg zur erfolgreichen Teilnahme an einem Langstreckenlauf zu ebnen, bringt das Duo zweifelsohne mit.

31 Männer und Frauen, darunter viele, die zum ersten Mal bei einem Marathon mitmischen wollen, zählen zur Trainingsgruppe des Duos. „Knapp über die Hälfte sind Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei Mitte 40“, sagt Keggenhoff. Die jüngste Teilnehmerin sei 27 Jahre, die älteste 60 Jahre alt. Gemeinsam im Team und mit viel Spaß an der Sache – darauf legt der Lauflehrtrainer großen Wert – wird fünfeinhalb Monate lang fürs große Ziel trainiert.

Viermal pro Woche schürt die Truppe die Laufschuhe, um am 14. September dann möglichst vollzählig auf dem Prinzipalmarkt in den Zielbereich des Münster-Marathons einzulaufen. Ein ausgefeiltes Trainingsprogramm, zu dem unter anderem auch Intervalleinheiten auf der Bahn im Sportpark Sentruper Höhe, ein Laktattest und die Teilnahme an Wettkämpfen über verschiedene Strecken gehören, soll‘s möglich machen. Wesentlicher Bestandteil einer guten Marathon-Vorbereitung sei das „regelmäßige lange und langsame Laufen“, ist Dirk Keggenhoff im Hinblick auf die Ambitionen seiner „Einsteiger und Genussläufer“ überzeugt.

„Marathonlaufen ist kein Breitensport, aber man kann ihn der Breite anbieten“, meint der Mecklenbecker, der als Jurist und Firmenkundenberater einer deutschen Großbank arbeitet. „Wer seit etwa drei Jahren regelmäßig läuft und gesund ist, hält mit gutem Training die 42 Kilometer durch.“

Auf ihre Truppe angehender Münster-Marathon-Finisher halten Homann und Keggenhoff große Stücke: Die Teilnehmer blickten „total entspannt und sehr vom gemeinsamen Spaß getrieben“ dem Laufsportevent entgegen. Sie seien motiviert – sonntags wird sogar schon am frühen Morgen zu längeren Einheiten gestartet, die häufig ins Umland führen – und hätten untereinander einen tollen Zusammenhalt. Nach gemeinsam absolvierten Wettkämpfen klatschten sich die „Marathonis“ im Ziel sogar gegenseitig ab. „Spaß und Gemeinschaftsgefühl“, so Keggenhoffs und Homanns Credo, „sind die Basis einer erfolgreichen Marathon-Vorbereitung.“

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