Junge Mecklenbecker gestalten letzte Fotoausstellung vor dem Abriss des Jugendzentrums Paulushof
Trendige Sneaker mit Farbtupfern

Münster-Mecklenbeck -

„Bunt, vielfältig und interessant . . .“ Fast schon enthusiastisch beschreibt Zen­trumsleiter Manuel Niggenaber das Ergebnis des Kunstprojekts „Crossing 2 – Analoge Fotografie“, das in den vergangenen Wochen im Jugendzentrum Paulushof über die Bühne ging. Heraus kam dabei eine Ausstellung, die am Mittwochabend eröffnet wurde und ungewohnte Blicke auf das Hofgelände an der Brockmann­straße gewährt.

Donnerstag, 25.09.2014, 23:09 Uhr

Bleibende Erinnerung an den Paulushof: Die Freundinnen Lisa und Larissa fotografierten unter anderem ihre Sneaker im Innenhof des Jugendzentrums.
Bleibende Erinnerung an den Paulushof: Die Freundinnen Lisa und Larissa fotografierten unter anderem ihre Sneaker im Innenhof des Jugendzentrums. Foto: sch

Unter der Regie der münsterischen Künstlerin Julia Arztmann und mit Unterstützung aus dem Landesprogramm „Kulturrucksack NRW “ hatten sich acht junge Mecklenbecker im Alter von zehn bis 14 Jahren drei Monate lang mit dem Paulushof befasst, der – wie berichtet – noch in diesem Jahr der Abrissbirne zum Opfer fällt.

Mit analogen Einweg-Knipskameras aus der Drogerie, die jedem der Nachwuchsfotokünstler 27 Aufnahmen ermöglichten, hielten sie fest, was aus ihrer Sicht das Jugendzentrum ausmacht, was sie an ihm für erinnerungswert halten und was sie mit ihm verbinden. Verschiedenste Ansichten, die zudem bearbeitet wurden, kamen dabei heraus. Die interessantesten Werke der Jungfotografen, insgesamt rund 40 Exponate, machen die Abschlussausstellung des „Crossing 2“-Projekts aus.

Tim Schwarzendahl fertigte beispielsweise eine Fotocollage mit einem, wie er sagt, „schiefen Rahmen“ an. Sie zeigt den Elfjährigen im Innenhof des Paulushof-Ensembles umgeben von Ansichten der bunt bemalten Gebäudefassaden.

Projektteilnehmerin Mia Brake schuf indes eine Art Camera obscura: Wer durch das schmale Guckloch des von ihr gestalteten Pappkartons blickt, sieht eine Außenansicht des Jugendzentrums, der kleine „Tonflocken“ zu Füßen gelegt sind.

Die 13-jährigen Schülerinnen Lina und Larissa warten wiederum mit diversen Fotos auf, die die beiden auf dem Paulushof-Areal zeigen und auf diese Weise ihre Verbundenheit mit dem Jugendzentrum und ihre Mädchenfreundschaft dokumentieren sollen. Ein „Selfie“ zeigt die trendigen Sneaker der beiden im Innenhof des Zentrums. Um der Aufnahme mehr Pep zu verleihen, wurde sie fantasievoll mit Farbtupfern garniert.

Bestandteil der Ausstellung sind übrigens auch einige Arbeiten aus Ton: Dafür wurden unter anderem Abdrücke vom Mauerwerk des Paulushofs genommen und im Ofen gebrannt.

Projektleiterin Julia Arztmann zeigte sich bei der Eröffnung der kunterbunten Schau von der Ausstellung und den Arbeiten ihrer jungen Schützlinge recht angetan: „Das hat auch mir neue Blicke auf den Paulushof eröffnet.“

Zum Thema

Bis zu dem Herbstferien werden die kleinen Kunstwerke der „Crossing 2“-Teilnehmer werktags von 15.30 bis 20 Uhr im Jugendzen­trum Paulushof zu sehen sein.

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