Pfarrzentrum St. Anna wird umgebaut
„Wir werden richtig gewinnen“

Münster-Mecklenbeck -

Aus der Sicht von Herbert Wilde gibt es keinen Zweifel: „Wir werden richtig gewinnen“, sagt der Verwaltungsreferent der katholischen Seelsorgeeinheit mit Blick auf die derzeit laufenden Arbeiten. Im Pfarrzentrum St. Anna haben die Handwerker das Sagen. Im Januar wurden die umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen nach den Plänen von Architektin Diana Danne gestartet. Bis Oktober sollen sie über die Bühne sein und die St.-Anna-Gemeinde dann über runderneuerte moderne Räumlichkeiten verfügen.

Freitag, 13.02.2015, 23:02 Uhr

Die Handwerker haben in den kommenden Monaten im Pfarrzentrum St. Anna das Sagen.
Die Handwerker haben in den kommenden Monaten im Pfarrzentrum St. Anna das Sagen. Foto: sch

Der Umbau des Erd- und Obergeschosses des Pfarrzentrums ist nur ein Teil der anstehenden Arbeiten, die im vergangenen Jahr mit dem Ausbau der zuvor als Abstellflächen genutzten Kellerräume begannen. Dort sind – wie berichtet – großzügige Räume mit einer Gesamtfläche von 90 Quadratmetern für die kirchlichen Jugendgruppen entstanden. Auch die Pfarrkirche kommt von Pfingsten bis zum ersten Advent an die Reihe.

Das Gotteshaus, dessen jahrelang leckes Dach laut Wilde mittlerweile wieder dicht ist, soll im Innern eine grundlegende Reinigung der von Wasserflecken und Kerzen-/Weihrauch gekennzeichneten Betonwände erfahren. „Dadurch dürfte es wieder deutlich heller im Kirchenraum werden“, prognostiziert Pfarrer Dr. Christian Schmitt . Auch die korrodierte und ständig Wasser verlierende betagte Fußbodenheizung von St. Anna soll erneuert und umweltfreundlich mit Fernwärme betrieben werden.

Darüber hinaus kann sich Pfarrer Schmitt gut vorstellen, die massiven alten Sitzbänke durch Stühle zu ersetzen. So habe es das Konzept des Architekten Harald Deilmann beim Bau der unter Denkmalschutz stehenden St.-Anna-Kirche vor über vier Jahrzehnten eigentlich auch vorgesehen. „Man sieht, dass die Bänke nicht so richtig in die Kirche passen“, sagt Schmitt, der damit zugleich einen Diskussionsprozess innerhalb der Gemeinde in Gang bringen will.

Ein Teil des Innenraums von St. Anna, der sich unterhalb der bisherigen Bücherei befindet, wird so umgebaut, dass er die neue Sakristei beherbergt und mittels einer mobilen Trennwand auch dem neuen multifunktionalen Gemeinderaum (90 Quadratmeter) zugeschlagen werden kann.

Im Pfarrzentrum sollen die Umbauarbeiten unter anderem dazu führen, dass dieses ein großzügiges Foyer mit einer Küche erhält, das sich in der Mitte nach oben hin öffnet und einen Zugang zur neu angelegten Außenterrasse im Westen des Gebäudes hat. Ebenfalls im Erdgeschoss angesiedelt sein wird künftig die Pfarrbücherei. Die Mitarbeiterinnen des Pfarrbüros, das derzeit in einem Container vor dem Pfarrzentrum untergebracht ist, werden sich wiederum über einen deutlich vergrößerten Arbeitsbereich freuen können.

Im Obergeschoss sollen die Büros der Gemeinde sowie multifunktional zu nutzende Räume und eine Teeküche mit einem Sitzbereich untergebracht werden. Da die Größe der Pfarrerwohnung von 160 auf 100 Quadratmeter verkleinert wird, kann eine wertvolle Raumreserve für die Gestaltung des Obergeschosses genutzt werden.

Die Kosten für den Umbau des Pfarrzentrums und den Einbau der Fußbodenheizung in St. Anna schlagen laut Herbert Wilde mit 1,25 Millionen Euro zu Buche, die größtenteils von Bistum getragen werden. Selbst finanzieren will die Gemeinde die Betonreinigung im Innern der Pfarrkirche, die rund 34 000 Euro kosten soll.

Von Pfingsten bis Dezember wird die St.-Anna-Kirche für Gottesdienste nicht zur Verfügung stehen. Diese sollen dann in der Martin-Luther-Kirche stattfinden, wo die evangelische Gemeinde den Katholiken vorübergehend Unterschlupf gewährt.

Für Pfarrer Schmitt gibt es keinen Zweifel, dass sich die aufwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen auszahlen werden: „Wir werden ein Zentrum von großer Qualität und mit vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten bekommen.“

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