Odenwaeller-Skulptur
„Natur und Technik“ bleibt vor Ort

Münster-Mecklenbeck -

So mancher Mecklenbecker wird sich freuen: Die seit Jahrzehnten an der Ecke Weseler Straße / Meckmannweg beheimatete Edelstahlplastik „Natur und Technik“ des Dortmunder Bildhauers Michael Odenwaeller wird auch weiterhin am angestammten Standort präsent bleiben. Die Firma Beresa lässt sie trotz ihres Umzugs dort stehen.

Freitag, 15.07.2016, 19:07 Uhr

Bleibt den Mecklenbeckern erhalten: die vom Dortmunder Metallbildhauer Michael Odenwaeller geschaffene Edelstahlskulptur „Natur und Technik“ an der Ecke Weseler Straße / Meckmannweg.
Bleibt den Mecklenbeckern erhalten: die vom Dortmunder Metallbildhauer Michael Odenwaeller geschaffene Edelstahlskulptur „Natur und Technik“ an der Ecke Weseler Straße / Meckmannweg. Foto: sch

Was wird aus der Skulptur „Natur und Technik“? Diese Frage dürfte sich in den vergangenen Monaten der ein oder andere Mecklenbecker gestellt haben. Immerhin befindet sich das metallisch glänzende Kunstobjekt, das an der Ecke Weseler Straße / Meckmannweg steht, im Besitz der Firma Beresa . Und die hat ihren dortigen Standort – wie berichtet – aufgegeben, sich andernorts in Münster niedergelassen. Wird die Skulptur ihrem Eigentümer folgen?

Nein, sagt Marcus Herkenhoff von der Geschäftsführung des Autohauses. Das Kunstobjekt werde nicht umziehen sondern am angestammten Standort in Mecklenbeck bleiben. Das sei erklärter Wunsch der Beresa-Gesellschafter. Die Skulptur befinde sich seit Jahrzehnten im öffentlichen Raum auf einer städtischen Fläche vor der ehemaligen Filiale des Autohauses. Es gebe einen Gestattungsvertrag mit der Stadt, dass sie dort sein dürfe. An der rechtlichen Konstellation wolle Beresa nichts ändern. „Aus unserer Sicht kann die Skulptur dort gerne stehen bleiben und weiterhin in Mecklenbeck sichtbar sein“, stellt Herkenhoff klar.

Während das Kunstwerk vielen Mecklenbeckern bekannt sein müsste, dürften nur wenige wissen, was es mit der stählernen Skulptur auf sich hat: „Natur und Technik“ zählt zum Werk des renommierten Dortmunder Metallbildhauers Michael Odenwaeller (63) und wurde bereits im Jahr 1985 im Auftrag des Autohauses Beresa am jetzigen Standort installiert. Die Firma beauftragte Odenwaeller, dessen verstorbener Vater Günther ihr Hausarchitekt war, die Skulptur für das öffentlich zugängliche Areal vor ihren Hallen zu schaffen.

Es handelte sich um ein nicht ganz uneigennütziges Geschenk an die Mecklenbecker Bürgerschaft. „Ich hatte freie Hand. Die wollten etwas, das ihr Haus dynamisch vermittelt“, erläuterte der Künstler vor einigen Jahren den WN. Für Odenwaeller war die Anfertigung der Skulptur eine Premiere. Es handelte sich um die erste Skulptur, die er am Computer entwarf. Sie erinnert an eine Art Turbine und soll die bodenständige Technik-Verliebtheit der 80er-Jahre widerspiegeln. Odenwaeller schweißte die „Natur und Technik“ aus 24 spiralförmig angeordneten dünnen Edelstahlplatten zusammen.

Auch heute noch ist der Dortmunder Bildhauer, der Kunstgeschichte und Design studierte, dem Werkstoff Metall treu geblieben. Er stellt Skulpturen aus Stahl, Edelstahl, Bronze und Messing her. Arbeiten Odenwaellers, die für den öffentlichen Raum geschaffen wurden, sind nicht nur vielerorts in seiner Heimatstadt Dortmund zu finden, sondern unter anderem auch in Hagen und in Litauen. Das Mitglied der Künstlervereinigung „Dortmunder Gruppe“ hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bestritten. Auch in Südkorea, Litauen, Holland, Frankreich, England und Rumänien waren seine Werke bereits zu sehen.

Ausdrücklich begrüßt wird die Entscheidung der Firma Beresa, die Edelstahlplastik am angestammten Ort zu belassen von Peter Wolfgarten: „Das ist ein Gewinn für Mecklenbeck“, freut sich der christdemokratische Bezirksvertreter. Es sei eine großzügige Geste des Autohauses, den Mecklenbeckern die „Natur und Technik“ auch weiterhin zu überlassen. Vielleicht könne man ein Schild am Kunstwerk anbringen, das darauf verweise, dass es sich um eine Dauerleihgabe von Beresa handele.

Zum Thema

Wer sich für Michael Odenwaeller und sein Schaffen interessiert, kann seinem Internetauftritt www.odenwaeller.de aufsuchen.

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