38. Münsterische Kultur- und Heimattage
Im Zeichen der Modersohns

Münster-MecklenBeck -

Karlheinz Pötter hat sich für den 16. Oktober viel vorgenommen: Im Rahmen der Münsterischen Kultur- und Heimattage lädt der Mecklenbecker Ortshistoriker zu einer Ausstellung und Retrospektive mit Werken von Christian Modersohn ins Bürgerzentrum Hof Hesselmann ein.

Donnerstag, 13.10.2016, 20:10 Uhr

Einblick ins Werk von Christian und Otto Modersohn wird Karlheinz Pötter im Rahmen der Münsterischen Kultur- und Heimattage am Sonntag im Bürgerzentrum Hof Hesselmann geben.
Einblick ins Werk von Christian und Otto Modersohn wird Karlheinz Pötter im Rahmen der Münsterischen Kultur- und Heimattage am Sonntag im Bürgerzentrum Hof Hesselmann geben. Foto: sn

Die große, weite Welt ist hinter einer Tür im Hof Hesselmann versteckt. Hinter dieser Tür befindet sich das Modersohn-Zimmer. Und wenn Ortshistoriker Karlheinz Pötter sie öffnet, dann geht es in einer kulturellen Reise über die Jahrhunderte hinweg.

Der Künstler Otto Modersohn selbst, seine Ahnen und seine Nachkommen haben etliche Verbindungen zum Stadtteil Mecklenbeck . Sie will Karlheinz Pötter jetzt auch der Öffentlichkeit darlegen und präsentieren. Am Sonntag (16. Oktober) um 15 Uhr lädt er dazu ins Bürgerzentrum Hof Hesselman ein. Anlass ist der 100. Geburtstag von Christian Modersohn , dessen Vater Otto einst die Landschaft Mecklenbecks wiederholt als malerisches Motiv wählte.

Pötter kannte Christian Modersohn persönlich. Seit 1989 war man darangegangen, dass malerische Frühwerk seines Vaters Otto Modersohn zu identifizieren und realen Standorten zuzuordnen. Allein zwischen den Jahren 1989 und 1992 geschah dies mit 200 Bildern Otto Modersohns.

Auch Sohn Christian war Künstler. Genau 105 Jahre nach seinem Vater wählte er am Aasee dieselben Motive wie er. „Das ist einzigartig in der Deutschen Kunstgeschichte“, sagt Pötter. Allein den Blickwinkel variierte er manchmal, dem Faszinosum der Mecklenbecker Landschaft jedoch war er genauso erlegen. Im Jahre 1889 malte Otto Modersohn Haus Kump. Sein Sohn Christian tat es ihm im Jahre 1994 nach.

Etliche Bücher und Ausstellungen über Otto Modersohn sind entstanden, bei der die Zusammenarbeit zwischen Pötter und Christian Modersohn stets bravourös funktionierte. Christian selbst stellte im Jahr 1994 im Münsterischen Rathaus aus. Zur Einweihung des „Modersohnweges“ am Aasee, der ihm und seinem Vater gewidmet ist, kam der Kunstschaffende in die Domstadt. 2009 ging auch seine Schaffenskraft zu Ende: Modersohn starb Heiligabend in Bremen.

Eine Menge wird Karlheinz Pötter über den Maler zu erzählen haben. Auch über den Stammbaum der Modersohns, der in Münster bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht und nach Erkenntnissen der Mecklenbecker Historikers sogar Verbindungen zu den Wiedertäufern aufweist. Außerdem wird am Sonntag ein 30-minütiger Film über Christian Modersohn zu sehen sein. Bilder von ihm und seinem Vater sind ebenfalls zu bewundern. Gemütlich wird es auch: Pötter verspricht frischen Kaffee für alle. Der Modersohn-Nachmittag findet im Rahmen der 38. Münsterischen Kultur- und Heimattage statt.

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