„Kyrie“ von Hans Schettel erklang erstmals in St. Anna
Uraufführung krönt Benefizkonzert

MÜNSTER-MECKLENBECK -

Zum allerersten Mal lernten Musikfreunde in Mecklenbeck jetzt eine neue Kathedrale kennen - eine Kathedrale aus Tönen.

Dienstag, 01.11.2016, 08:11 Uhr

Mit den Klängen ihrer Querflöten setzten Elisabeth Budde (l.) und Prof. Renate Breilmann gemeinsam mit
Mit den Klängen ihrer Querflöten setzten Elisabeth Budde (l.) und Prof. Renate Breilmann gemeinsam mit Foto: Matthias Pape

Kyrie eleison – „Herr, erbarme Dich!“. So klang es aus der St.-Anna-Kirche in Mecklenbeck. Zahlreiche Zuhörer versammelten sich dort am Sonntagnachmittag zum gleichnamigen Benefizkonzert .

Der evangelische Kirchenchor Roxel /Albachten führte unter der Leitung von Linde Keßler unterschiedliche Varianten des „Kyrie“ auf. Mal sang der Chor, mal spielte nur die Orgel, mal erklangen nur die beiden Querflöten von Prof. Renate Breilmann und Elisabeth Budde. Das rund einstündige Konzert mündete in das von Hans Schette l komponierte „Kyrie“. Die Uraufführung dieses Werkes war der Höhepunkt des Abends.

Hans Schettel , münsterischer Komponist und Kirchenmusiker, komponierte die Melodie und die Chorsätze zu Hause in Roxel am Klavier in nur 16 Tagen. Danach erfolgte die Abstimmung mit der Querflötistin Breilmann und der Organistin von St. Anna, Felicitas Gerwin. Erst nach wochenlangem „Feinschliff“ war der Komponist mit seinem Werk zufrieden. Die Proben des Chores begannen bereits im Mai dieses Jahres.

Dieses Werk wurde explizit für den evangelischen Kirchenchor Roxel/Albachten komponiert und dem vor vier Jahren verstorbenen Sänger Rainer van Husen gewidmet.

„Es ist wohl das modernste und größte Werk von Hans Schettel, vielleicht auch, weil er sich nicht an die klassischen Regeln gehalten hat“, erläuterte Matthias Pape, Ansprechpartner für Presseangelegenheiten des Chores.

Das Werk entsteht aus dem Zusammenspiel von Orgel und Querflöte sowie dem Gesang des Chores und männlicher Vorsänger – oder wie Schettel betonte, „aus vier Bausteinen in einer Kathedrale“. „Öffnen Sie Ihre Herzen weit, öffnen Sie Ihre Münder weit! Singen Sie kräftig mit!“, rief Schettel der Gemeinde zu.

Dieser musikalische Beitrag der Gemeinde, der auf den Beitrag der Vorsänger folgte, bildete dann den „Schlussstein“ in Schettels Klanggebäude.

Chorleiterin Keßler brachte Chor und Gemeinde in Einklang und schuf somit eine besinnliche, fast schon magische Stimmung.

Am 13. November wird das Konzert, organisiert von Chorleiterin Linde Keßler, in der Nicolai-Kirche in Roxel wiederholt. Dann haben alle Münsteraner zum vorerst letzten Mal Gelegenheit, der Komposition zu lauschen.

Der Eintritt für dieses Konzert ist frei, es wird um Spenden für die Obdachlosenhilfe gebeten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4405388?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F4848184%2F4848186%2F
Nachrichten-Ticker