Ökologische Verbesserung des Canisiusgrabens
Maßarbeit an der Baugrube

Münster-Mecklenbeck -

Die Arbeiten am Aaseerand gehen voran: Im Rahmen des Projekts zur Umgestaltung des Canisiusgrabens wird derzeit das erste Rahmenbauwerk erstellt. Ein 100-Tonnen-Kran ist im Einsatz.

Dienstag, 07.02.2017, 20:02 Uhr

Maßarbeit: Mit dem 100-Tonnen-Mobilkran werden die jeweils rund 22 Tonnen schweren Betonteile in die Baugrube manövriert. .
Maßarbeit: Mit dem 100-Tonnen-Mobilkran werden die jeweils rund 22 Tonnen schweren Betonteile in die Baugrube manövriert. . Foto: sch

Für den Einsatz am Aasee , nahe des Modersohnwegs, war Christoph Heming eigens aus dem gut 60 Kilometer entfernten Stadtlohn angereist. Doch der Job, den er dort am Dienstagmorgen mit seinem 100-Tonnen-Kran zu erledigen hatte, stellte für ihn keine sonderlich große Herausforderung dar. „Das ist Alltagsgeschäft“, betonte der Kranführer, als er im Rahmen des Projekts „Ökologische Verbesserung des Canisiusgrabens “ ein 22 Tonnen schweres Kastenprofil aus Beton passgenau in die Baugrube manövriert hatte.

Solche Aufgaben habe er jeden Tag zu erledigen, sagte Heming. Mit dem Mobilkran bugsiere er auf Baustellen massive Betonteile und sonstige Fertigteile an die gewünschten Stellen. Darunter seien auch schon schwere 50-Tonnen-Lasten gewesen.

Am Mecklenbecker Aaseerand wurden per Sondertransport drei Betonprofile angeliefert, die Heming von der Ladefläche der Transportfahrzeuge passend in die fix und fertig ausgehobene Baugrube hievte. Aus den etwa 3,60 mal 1,90 Meter großen Teilen entsteht ein großzügiges Rahmenbauwerk, durch das künftig das Wasser des Canisiusgrabens in den Aasee fließen wird.

Bislang strömt das Nass, so Yannic Werremeier vom städtischen Tiefbauamt, noch durch ein im Durchschnitt nur 80 Zentimeter messendes Rohr, was im Falle des Falles nicht unproblematisch ist. Bei Starkregen kann es zum Hochwasserstau und in dessen Umfeld zu massiven Schäden kommen.

Um derartigen Ereignissen vorzubeugen, hat die Stadt – wie berichtet – nun das mit Kosten in Höhe von 885 000 Euro verbundene Canisiusgraben-Projekt in Angriff genommen. Dabei wird der Graben, wie Werremeier und seine Kollegin Manuela Poschau von der Vor-Ort-Bauleitung erläuterten, ökologisch verbessert und zum Teil auch in ein neues Bett gelegt.

Die Umgestaltung soll auf einer Länge von 313 Metern ab Einmündung in den Aasee vorgenommen werden. Abschnitte, die bislang verrohrt sind, werden offengelegt und zudem wird der Gewässerquerschnitt beträchtlich vergrößert. Der Fließweg des Canisiusgrabens wird um 68 Meter auf demnächst 380 Meter verlängert.

Bei dem Rahmenbauwerk, das derzeit am Aaseerand entsteht, wird es allein nicht bleiben. Da der Canisiusgraben in Teilbereichen auch weiterhin unterirdisch verläuft – es müssen die Mecklenbecker Straße und der Canisiusweg unterquert werden – müssen noch zwei weitere Bauwerke realisiert werden. Das an der Mecklenbecker Straße wird laut Werremeier mit dem Betonmischer vor Ort hergestellt. Bei dem Exemplar am Canisiusweg werden jedoch ebenfalls vorgefertigte Beton-Kastenprofile zu Einsatz kommen. Dort dürfte Christoph Heming dann ein weiteres Mal Gelegenheit haben, seine Fähigkeiten als Kranführer unter Beweis zu stellen.

Die umfangreichen Arbeiten zur Umsetzung des Projekts am Canisiusgraben werden laut Tiefbauamt vor­aussichtlich bis in den Sommer hinein andauern.

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