Heroldstraße
„Erträgliches Belastungsniveau“

Münster-Mecklenbeck -

Die Stadt hat den Schwerlastverkehr auf der Heroldstraße einen Tag lang untersuchen lassen. Der sei nicht unerheblich, heißt es. Gleichwohl sieht man keinen Anlass, etwas zu unternehmen.

Dienstag, 09.05.2017, 17:05 Uhr

Im Oktober vergangenen Jahres wurde auf der Mecklenbecker Heroldstraße im Auftrag der Stadt Münster eine eintägige Schwerverkehrsanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse der Zählung liegen nun vor.
Im Oktober vergangenen Jahres wurde auf der Mecklenbecker Heroldstraße im Auftrag der Stadt Münster eine eintägige Schwerverkehrsanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse der Zählung liegen nun vor. Foto: sch

Den lärmgeplagten Anwohnern des Mecklenbecker Waldviertels wird die Nachricht aus dem Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung vermutlich wenig Freude bereiten: Die Stadt hat die Verkehrssituation in der Heroldstraße einmal mehr unter die Lupe genommen und dabei den Fokus auf den Schwerverkehr gelegt. Doch obwohl dieser nicht unerheblich ist, sieht die Verwaltung keinerlei Handlungsbedarf.

Wiederholt hatte es in der Vergangenheit Klagen über die Verkehrsbelastung des Waldviertels gegeben, was auf Antrag der CDU in der Bezirksvertretung Münster-West – wie berichtet – bereits im Mai vergangenen Jahres zu einer Verkehrszählung führte. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass es auf der Herold­straße „überdurchschnittlich hohe Schwerverkehrsanteile“ gibt.

Das wiederum mündete auf Anregung der Bezirksvertretung in einer Schwerverkehrsanalyse. Diese wurde laut einer aktuellen Berichtsvorlage der Verwaltung am 25. und 26. Oktober 2016 über einen Zeitraum von 24 Stunden von einem eigens dafür beauftragten Ingenieurbüro durchgeführt. Die Zählstelle an der Heroldstraße befand sich zwischen den Einmündungen Hafkhorst und Riepenhorst. Sie erfasste somit auch den Quell- und Zielverkehr der Waldsiedlung.

Nach den Ermittlungen des Ingenieursbüros wurde die Heroldstraße während der Verkehrsmessung von insgesamt 5678 Fahrzeugen befahren. Bei der vorausgegangenen Erhebung waren es noch rund 1000 Fahrzeuge weniger gewesen. Der Anteil des Schwerlastverkehrs lag bei der aktuellen Zählung bei rund elf Prozent. Während des 24-stündigen Zeitraums wurde die He­roldstraße somit von 645 Lkw befahren. Das bestätigt laut städtischer Berichtsvorlage einmal mehr, dass das Lkw-Aufkommen dort beträchtlich ist und deutlich über dem Schnitt liegt. 299 der Lkw waren in Richtung Süden unterwegs, 346 in Richtung Norden.

Nach Angaben der Verwaltung sind die schweren Fahrzeuge vorwiegend am Tag auf der Heroldstraße auf Achse: „Am Abend und in der Nacht, zwischen 19 und 5 Uhr morgens, wird die Heroldstraße nur in einem sehr geringen Umfang von Schwerverkehren belastet.“ Bei der Analyse wurden während dieses Zeitraums lediglich 63 schwere Lastzüge gezählt, weniger als ein Prozent des gesamten ganztägigen Schwerlastverkehrs.

Vor diesem Hintergrund würde eine nächtliche Sperrung der klassifizierten Straße für den Schwerlastverkehr kaum Auswirkungen haben, urteilt die Verwaltung. Die wenigen erfassten Schwerverkehre während der Nachtzeit hätten zudem auch noch der Kategorie „Leichte Güterfahrzeuge“ angehört.

Abschließend kommt das Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung zu folgendem Ergebnis: „Die ermittelten Daten lassen aus Sicht der Verwaltung keinen Handlungsbedarf erkennen, auch wenn die ermittelten Schwerverkehrsanteile überdurchschnittlich hoch ausfallen.“ Insgesamt betrachtet sei das absolute Belastungsniveau der Mecklenbecker Heroldstraße verträglich. „Dies gilt sowohl für den Pkw-Verkehr wie auch für den Schwerverkehr.“

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