Stadtteilzentren in Münsters Westen
Stadtteilzentren unter der Lupe

Münster-West -

Das städtische Einzelhandels- und Zentrenkonzept hat die Zentren von Roxel, Mecklenbeck und Albachten in den Blick genommen. Sie sollen im Hinblick aufs Wachsen der münsterischen Stadtteile nicht nur im Bestand gesichert, sondern auch gestärkt werden.

Freitag, 12.05.2017, 20:05 Uhr

Blick ins Stadtteilzentrum am Dingbängerweg: Dort decken sich die Mecklenbecker mit Waren des täglichen Bedarfs ein. Damit dies auch in einem wachsenden Mecklenbeck der Fall sein kann, soll es gestärkt und weiterentwickelt werden.
Blick ins Stadtteilzentrum am Dingbängerweg: Dort decken sich die Mecklenbecker mit Waren des täglichen Bedarfs ein. Damit dies auch in einem wachsenden Mecklenbeck der Fall sein kann, soll es gestärkt und weiterentwickelt werden. Foto: sch

Mecklenbeck, Albachten und auch Roxel werden in den kommenden Jahren wachsen. Die Bevölkerung der drei Weststadtteile wird beträchtlich zunehmen und sich natürlich vor Ort mit Waren des täglichen Bedarfs eindecken. Vor diesem Hintergrund lohnt der Blick in den Entwurf zur Fortschreibung des städtischen Einzelhandels- und Zentrenkonzepts, der derzeit in der politischen Diskussion steht. Er zeigt, wie es um die Vor-Ort-Versorgung der Bevölkerung bestellt ist.

Wer sich im Herzen Mecklenbecks und den umliegenden Siedlungsbereichen mit Nahversorgungsgütern eindecken will, dem bietet sich das Stadtteilzentrum rund um die St.-Anna-Kirche an. Dort sind nach Angaben der Stadt zwölf Einzelhandelsbetriebe – angefangen vom Lebensmittel-Discounter über den Bäcker bis hin zur Drogerie – vorhanden. Auf einer Gesamtverkaufsfläche von zirka 3300 Quadratmetern wird zu rund 89 Prozent der kurzfristige Bedarf (Lebensmittel, Apotheken- und Drogeriewaren, Schreibwaren, Zeitschriften etc.) bedient. Edeka , Lidl und Rosmann prägen das Zentrum.

Erklärtes Ziel der Stadt ist es, die vorhandene Versorgungsfunktion zu sichern sowie die Funktionsvielfalt von Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen in dem von Architekten geplanten Stadtteilzentrum zu stärken.

Das Albachtener Stadtteilzentrum erstreckt sich entlang der Dülmener Straße. Dort sind auf rund 2780 Quadratmetern Verkaufsfläche elf Einzelhandelsbetriebe angesiedelt. Auch sie dienen primär der Versorgung des Stadtteils und der anliegenden Wohnbereiche. Es handelt sich um ein gewachsenes Zentrum mit geringer städtebaulicher Dichte, das von den Netto-, Edeka- und KiK-Filialen bestimmt wird. 81 Prozent der Verkaufsfläche decken den kurzfristigen Bedarf ab. Auch dort muss aus Sicht der Stadt die ausgewiesene Versorgungsfunktion gesichert und weiterentwickelt werden. Die Funktionsvielfalt von Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen soll gestärkt werden. Ein wichtiger Akzent soll dabei auf der Erweiterung des Netto-Standorts liegen.

Im gewachsenen Roxeler Stadtteilzentrum, das sich grob umrissen zwischen der Havixbecker Straße und der Schulte-Hermann-Straße befindet, sind nach Darlegung der Stadt zurzeit 24 Einzelhandelsbetriebe mit einer Gesamtverkaufsfläche von etwa 3220 Quadratmetern vorhanden. Dort macht ebenfalls das Angebot von Waren des kurzfristigen Bedarfs mit rund 70 Prozent den Löwenanteil aus. Prägende Einzelhandelsbetriebe des Zentrums sind die K+K- und die Netto-Filialen.

Auch in Roxel darf es aus Sicht der Stadt keinen Stillstand geben. Dort muss – wie in Mecklenbeck und Albachten – die vorhandene Versorgungsfunktion gesichert, weiterentwickelt sowie die Funktionsvielfalt von Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen gestärkt werden. Im Fokus stehen sollen dabei insbesondere die beiden strukturbestimmenden Lebensmittelmärkte.

Neben den drei Stadtteilzentren gibt es in Mecklenbeck südlich der Weseler Straße ein Stadtbereichszentrum, dessen Versorgungsfunktion allerdings über den Stadtteil hinausgeht. In dem geplant angelegten Zentrum mit seiner Gesamtverkaufsfläche von rund 6180 Quadratmetern werden schwerpunktmäßig Waren des mittelfristigen Bedarfs (86 Prozent) angeboten. Bekleidung, Betten, Schuhe, Spielwaren bestimmen das Sortiment. Auch dieser Standort soll gestärkt und gesichert werden. Allerdings will die Stadt im Hinblick auf mögliche Erweiterungen restriktiv vorgehen, sodass dem Stadtteilzentrum rund um die St.-Anna-Kirche nicht das Wasser abgegraben werden kann.

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