Brennpunkt Schwarzer Kamp
„Die Zukunft hat bereits begonnen“

Münster-Mecklenbeck -

Die Mecklenbecker CDU freut sich über die Veränderungen am einstigen „Brennpunkt“ Schwarzer Kamp: In Kürze werden die beiden letzten Gebäude der maroden Flüchtlingsunterkünfte abgerissen und das Gelände neu strukturiert.

Mittwoch, 17.05.2017, 19:05 Uhr

Bezirksvertreter Peter Wolfgarten vor der mittlerweile entkernten Obdachlosen-Unterkunft Schwarzer Kamp 116: Nach der Asbestentsorgung soll in Kürze der Abriss des Gebäudes erfolgen.
Bezirksvertreter Peter Wolfgarten vor der mittlerweile entkernten Obdachlosen-Unterkunft Schwarzer Kamp 116: Nach der Asbestentsorgung soll in Kürze der Abriss des Gebäudes erfolgen. Foto: sch

Die städtebaulichen Veränderungen im Gebiet zwischen Weseler Straße, Meckmannweg und Schwarzem Kamp stoßen bei den Mecklenbecker Christdemokraten auf allgemeine Zustimmung. „Jetzt ist Halbzeit“, sagt Bezirksvertreter Peter Wolfgarten . Zugleich gelte es, allen Dank zu sagen, die bislang am Prozess beteiligt waren. Der Weg zur Neuordnung und der damit verbundenen Entschärfung des sozialen Brennpunkts Schwarzer Kamp sei beschwerlich gewesen: „Wer die verkrusteten Strukturen dort kannte, wusste, dass es nicht leicht werden würde.“

Im Hinblick auf das geplante Baugebiet und die Situation am Schwarzen Kamp werden in diesem Tagen weitere Tatsachen geschaffen: Nachdem – wie berichtet – bereits ein Teil der maroden Obdachlosen-Wohnungen am Schwarzen Kamp durch Neubauten ersetzt wurde, steht nun der ersatzlose Abriss der beiden noch verbliebenen Gebäude mit den Hausnummern 116 und 21 auf dem Programm.

Nummer 116 sei in den vergangenen Tagen bereits völlig entkernt worden, sagt Peter Wolfgarten. Noch in dieser Woche werde dann mit der Entsorgung des Asbests in den Fußböden begonnen: „Das soll etwa eine Woche dauern. Danach rückt der Bagger zum Abriss an.“ Der Abbruch des Gebäudes Nummer 21 werde im Anschluss in Angriff genommen. Im Zusammenhang mit der Erneuerung des Obdachlosen-Standorts habe das Sozialamt „gute Arbeit geleistet“, betont der CDU-Politiker. 27 Personen sei neuer Wohnraum vermittelt worden.

Rund zwölf Jahre lang habe es gedauert, die Neuordnung am Schwarzen Kamp zu realisieren. Der Wunsch nach Veränderung und Beseitigung des Brennpunkts sei von den Bürgern ausgegangen, betont Wolfgarten und zollt den Interessengemeinschaften Schwarzer Kamp und Rote Erde großes Lob. Sie seien es gewesen, die sich an ihn als Bezirksvertreter und Rolf Klein als damaligen CDU-Ratsherrn gewandt und den Stein ins Rollen gebracht hätten. Viele Gespräche seien notwendig gewesen. Es habe Konflikte gegeben. „Aber man konnte immer konstruktiv miteinander reden“, so der Christdemokrat.

Bereits im Mai 2005 habe die CDU in der Bezirksvertretung West einen Antrag zur mittlerweile in Gang gebrachten Neuordnung des betreffenden Bereichs eingebracht. Reichlich Zeit sei verstrichen. Doch jetzt könnten dank des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs fürs geplante Neubaugebiet und der Neustrukturierung der Obdachlosen-Situation die Früchte des langjährigen Engagements geerntet werden.

„Um dieses Ziel zu erreichen, mussten in den vergangen zwölf Jahren für zwei Firmen eine neue Heimat gefunden, eine Kita aufgelöst und neu im Stadtteil integriert, ein Sportverein verlegt und viele Unterkünfte aus den 60er-Jahren abgerissen werden“, blickt Wolfgarten auf die vergangenen Jahre zurück. Mit dem Neubau und der Inbetriebnahme der modernen neuen Obdachlosen-Einrichtung im vergangenen Jahr habe „die Zukunft am Schwarzen Kamp bereits begonnen“.

Die Mecklenbecker Ortsunion, so Peter Wolfgarten weiter, bedanke sich bei der Nachbarschaft und ihren Sprechern Klaus Hegerding, Anne Sandner und Edgar Stritzel für 13 Jahre konstruktive Gespräche: „Es gibt genügend Stellen in der Stadt Münster, wo das Miteinander von Politik und Anwohnern nicht so ausgeprägt ist.“

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