Förderkreis Sozialpsychiatrie
Umzug nach Mecklenbeck-Mitte

Münster-Mecklenbeck -

Die Reha-Einrichtung des Vereins „Förderkreis Sozialpsychiatrie“ wird in absehbarer Zeit von der Gartenstraße nach Mecklenbeck verlagert: Am Elisabeth-Hürten-Weg ist ein moderner Neubau geplant.

Freitag, 26.05.2017, 20:05 Uhr

Lageplan-Check auf dem frisch erworbenen Grundstück (v.l.): Ulrich Hohenbrink, Sabrina Sajtos und Christine Annen machen sich vor Ort mit den Projekt-Areal vertraut, das sich in der Nachbarschaft der im Hintergrund zu sehenden Mecklenbecker Feuerwache befindet.
Lageplan-Check auf dem frisch erworbenen Grundstück (v.l.): Ulrich Hohenbrink, Sabrina Sajtos und Christine Annen machen sich vor Ort mit den Projekt-Areal vertraut, das sich in der Nachbarschaft der im Hintergrund zu sehenden Mecklenbecker Feuerwache befindet. Foto: sch

Der Verein „Förderkreis Sozialpsychiatrie“ (FSP) zieht im kommenden Jahr mit seiner medizinischen Reha-Einrichtung für Patienten mit psychischen Erkrankungen von der Gartenstraße nach Mecklenbeck um: Auf einem rund 1875 Quadratmeter großem Areal, das sich am Elisabeth-Hürten-Weg direkt neben der Feuerwache befindet, ist ein moderner Neubau geplant. Die Verwirklichung des Projekts schlägt laut FSP-Vorstand Ulrich Hohenbrink mit Kosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro zu Buche.

„Wir hoffen, dass der erste Spatenstich bereits im Sommer erfolgen kann“, unterstreicht Hohenbrink. Der Kaufvertrag für das städtische Grundstück sei am Freitag vergangener Woche unter Dach und Fach gebracht worden. Die Baugenehmigung liege bereits vor. Auch die Ausschreibung für das Neubau-Projekt, das von der Deutschen Fernsehlotterie mit einem Zuschuss von mehr als 300 000 Euro gefördert werde, sei schon angelaufen.

Entstehen wird am Elisabeth-Hürten-Weg in zentraler Lage von Mecklenbeck-Mitte eine zeitgemäße Rehabilitationseinrichtung, die im Spätsommer 2018 fertiggestellt werden soll. Die dreigeschossige Immobilie mit einer Gesamtnutzfläche von zirka 1700 Quadratmetern wird Patienten, die an Depressionen, Angststörungen oder Psychosen leiden, 31 Therapieplätze bieten. 25 davon sind als stationäre, sechs als ambulante Plätze vorgesehen. Hinzu kommen diverse Funktions- und Nebenräume.

Alle Einzelzimmer des Neubaus werden mit eigenem Bad ausgestattet sein, was an der Gartenstraße derzeit nicht Fall ist. Dort seien die Mietverhältnisse beengt und könnten auch nicht barrierefrei umgestaltet werden, erläutert Ulrich Hohenbrink. Im künftigen Reha-Komplex könne der FSP seine Angebote unter einem Dach vereinen: „Alles wird effizienter. Es gibt kurze Wege.“

Der zentralen Lage an der Gartenstraße, die demnächst geopfert wird, steht im Mecklenbecker Baugebiet „viel Platz“ gegenüber. Das neue Reha-Zentrum, dessen Leitung Sabrina Sajtos und die Medizinerin Dr. Christine Annen inne haben, soll sämtlichen aktuellen Vorgaben und Erfordernissen entsprechen. In der Einrichtung werden Patienten behandelt, die gezielte Reha-Maßnahmen jedoch keine Krankenhausbehandlung benötigen. Die Maßnahmen sollen ihnen nach Darlegung des Förderkreises dabei helfen, „sich seelisch zu stabilisieren und eines Tages wieder in den Beruf einsteigen zu können“.

Den FSP gibt es seit 1971 in Münster. Er fördert nach eigenen Angaben die gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit psychischer Erkrankung. Mit über 200 Beschäftigten ist der Verein Träger einer Vielzahl von Einrichtungen und Diensten der medizinischen, sozialen und beruflichen Rehabilitation.

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