Peter-Wust-Schule
Wunsch nach kurzen Wegen

Münster-Mecklenbeck -

Kann die Peter-Wust-Schule in Mecklenbeck vierzügig ausgebaut werden? Antwort darauf soll eine Machbarkeitsstudie geben. Diese soll im ersten Halbjahr 2018 vorliegen und den weiteren Weg weisen.

Freitag, 02.06.2017, 19:06 Uhr

Der Hauptstandort der Peter-Wust-Schule: Eine Studie soll in den kommenden Monaten untersuchen, ob auf dem Areal am Dingbängerweg eine Erweiterung auf vier Züge möglich ist.
Der Hauptstandort der Peter-Wust-Schule: Eine Studie soll in den kommenden Monaten untersuchen, ob auf dem Areal am Dingbängerweg eine Erweiterung auf vier Züge möglich ist. Foto: sch

Kann die Peter-Wust-Schule mit Blick auf eine laut Prognosen in absehbarer Zeit notwendige Vierzügigkeit am Hauptstandort Dingbängerweg erweitert werden? Oder muss der aufgegebene Zweitstandort am Schürbusch reaktiviert werden? Diese Fragen wurden in der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West am Donnerstagabend im Bürgerzentrum Hof Hesselmann eingehend diskutiert. Eine Studie soll nun bis zum ersten Halbjahr 2018 aufzeigen, was Sache ist.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Mecklenbecks Bevölkerung bedingt durch Neubaugebiete in absehbarer Zeit beträchtlich anwachsen wird, legte Ludger Watermann vom städtischen Schulamt den Bezirksvertretern die Situation eingehend dar: Nach aktuellen Vorhersagen sieht es danach aus, dass ab dem Unterrichtsjahr 2021/22 an der bislang zweizügig geführten Peter-Wust-Schule eine Vierzügigkeit notwendig wird.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob am Hauptstandort eine derartig umfangreiche Erweiterung überhaupt möglich ist. Laut Watermann müsste die Zahl der Klassenräume im Falle des Falles von derzeit 14 auf 28 verdoppelt werden. Obendrein wären gemäß geltenden Standards diverse Nebenräume einschließlich Speiseraum und Küche notwendig. Der Raumbedarf sei groß. Aus Sicht der Verwaltung, so der Fachmann, gebe es große Skepsis, ob all das am Dingbängerweg realisiert werden könne. Deshalb schlage das Schulamt vor, den Zweitstandort – anders als geplant – vorerst nicht zu vermarkten und stattdessen in der Hinterhand zu behalten. Möglicherweise werde die Reaktivierung im Hinblick auf eine Vierzügigkeit der Mecklenbecker Grundschule notwendig.

Darüber hinaus seien Erweiterungen von Schulgebäuden stets „Umbauten am offenen Herzen“ sowie mitunter mit erheblichen Beeinträchtigungen verbunden. Vor diesem Hintergrund könne es nur von Vorteil sein, den Schürbusch als Reserve zu haben. Klarheit darüber, was am Dingbängerweg möglich ist, werde eine Machbarkeitsstudie geben.

Eindeutiger Wunsch der Bezirksvertretung ist, dass die Peter-Wust-Schule am Hauptstandort vierzügig ausgebaut wird. „Wir haben in Mecklenbeck über 20 Jahre eine Schule mit zwei Standorten gehabt. Wir möchten, dass es eine Schule unter einem Dach gibt. Eine Schule der kurzen Wege“, hob CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten hervor.

Auf Antrag der Christdemokraten sprach sich das Gremium dafür aus, eine Nutzung des Teilstandorts Schürbusch, die über eine Interimsnutzung hinausgeht, zu vermeiden. Erklärtes Ziel – auch von Schulleitung, Elternschaft und OGTS-Betreuung – sei es, eine vierzügige Peter-Wust-Schule komplett am Dingbängerweg unterzubringen. „Die Studie sollte sich darauf konzentrieren, diesen Wunsch zu realisieren“, hob Wolfgarten hervor.

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