Gemeinschaftliches Wohnen in Mecklenbeck
Großes Interesse am Neubauprojekt

Münster-Mecklenbeck -

Die Resonanz war beachtlich: Zahlreiche Bürger hatten sich im Hof Hesselmann eingefunden. Dort wurde das von der Stadt geförderte neue Wohnprojekt an der Brockmannstraße vorgestellt.

Donnerstag, 29.06.2017, 19:06 Uhr

Stellten das Bauprojekt an der Brockmannstraße vor: Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla, Heike Czaykowski und Stephan Brun. Das Projektgelände (Luftaufnahme) befindet sich auf dem Areal zwischen Dingbängerweg und Brockmannstraße.
Stellten das Bauprojekt an der Brockmannstraße vor: Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla, Heike Czaykowski und Stephan Brun. Das Projektgelände (Luftaufnahme) befindet sich auf dem Areal zwischen Dingbängerweg und Brockmannstraße. Foto: sn / Luftbild: Stadt Münster

Als die Tenne des Bürgerzentrums Hof Hesselmann sich immer weiter füllte, meinte Heike Czaykowski lachend: „Bei so vielen Interessenten müssten wir eigentlich ein Hochhaus bauen!“ Tatsächlich ist aber „nur“ Dreigeschossigkeit geplant auf dem Baugrundstück an der Brockmannstraße in Mecklenbeck. Für die dort entstehenden 30 neuen Mietwohnungen gibt es offensichtlich starkes Interesse.

Doch bei der Vorstellung des Bauprojekts am Mittwochabend wurden auch unterschiedliche Vorstellungen deutlich. Czaykowski und der Bauunternehmer Stephan Brun haben mit ihrer gemeinsam gebildeten GbR den Investorenwettbewerb der Stadt Münster gewonnen, bei dem es insgesamt acht Einsendungen gab. „Es ist alles noch veränderbar“, meinte Czaykowski zu dem vorgestellten Konzept, das so etwas „wie eine rote Linie“ sei, von der man „links und rechts“ abweichen könne. Einiges ist dann allerdings doch schon festgelegt.

So wird es nach dem Wunsch der Stadt ein Bauprojekt sein, das „generationenübergreifend“ sein soll. „Davon können wir nicht abweichen“, so Brun, auch wenn mehrfach im Saal vor allem der Wunsch nach Wohnen für die „50 plus“-Altersgruppe laut wurde.

Scheinbar ist es für die ältere Gruppe ein ideales Projekt. So erläuterte Architekt Hans G. Schmidt-Domogalla , dass die Wohnungen barrierefrei geplant seien, und auch in den insgesamt vier Gebäudekomplexen gebe es Aufzüge bis in den Keller hinein. Allerdings: Das Wohnareal ist komplett autofrei. Das heißt: Das 2500 Quadratmeter große Grundstück muss – egal von welchem Klientel – zu Fuß durchschritten werden.

Wohnungsgrößen könnten etwa 60 Quadratmeter oder auch über 100 Quadratmeter sein, erläuterte Architekt Schmidt-Domogalla. Alternativ könne man auch über ein Reihenhaus nachdenken, das man aus einem einzelnen Gebäude entwickeln könnte oder auch über Penthouse-Wohnungen mit eigener Dachterrasse. Es sei zu erwarten, dass ein Großteil der Wohnungen Ein-Personen-Haushalte seien.

Allerdings: Auf Kommunikation mit den Mitbewohnern wird Wert gelegt. Dazu dient etwa ein Gemeinschaftsraum, der ebenso geplant ist, wie entlang des Innenhofes ein Grillplatz, ein Spielplatz und auch ein Caféplatz. Am Rande des geplanten Komplexes soll es einen Briefkasten und eine Sitzbank geben, das wurde kurzerhand dann „Postplatz“ genannt.

Die Kosten für den Mieter? Man wolle sich am Mietspiegel orientieren, erklärte Czaykowski. Der Mietpreis in Mecklenbeck liege derzeit bei durchschnittlich 9,45 Euro pro Quadratmeter. Eine Ausnahme stellen die sozial geförderten Wohnungen dar, wie Brun betonte. Bei ihnen gibt es eine Mietpreiskontrolle durch die Stadt Münster.

„Wir wollen mit ihnen gemeinsam etwas entwickeln“, sagte Czaykowski. Aus den Reihen der Interessenten soll eine überschaubare Planungsgruppe gebildet werden, die das Konzept noch überarbeiten wird. Vor der Realisierung des Bauprojektes ist noch eine Vereinsgründung vorgesehen, in dem die Interessenten die Mitglieder sind. Die alltägliche Betreuung des Objekts wird durch diesen Verein erfolgen. Mitte August wird sich die Planungsgruppe zum ersten Mal treffen, das endgültige Konzept soll im Dezember stehen. Und wann wird gebaut? „Noch vor den Sommerferien 2018“, sagte Stephan Brun.

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