Kinderbetreuung in Albachten und Mecklenbeck
„Kita auf Zeit“ in Albachten

Münster-West -

Geht es nach dem Votum der Bezirksvertretung Münster-West, dann wird in der Nachbarschaft der Albachtener Dreifachsporthalle für rund vier Jahre eine Pavillonkita errichtet. Und in Mecklenbeck soll die Sanierung der Kita St. Anna finanziell unterstützt werden.

Mittwoch, 05.07.2017, 18:07 Uhr

Auf dem Freigelände östlich der Dreifachsporthalle soll die provisorische Zwei-Gruppen-Kita bis zum Jahr 2022 Platz finden. Ihren Betrieb soll sie schon im Sommer 2018 aufnehmen.
Auf dem Freigelände östlich der Dreifachsporthalle soll die provisorische Zwei-Gruppen-Kita bis zum Jahr 2022 Platz finden. Ihren Betrieb soll sie schon im Sommer 2018 aufnehmen. Foto: sch

Die Sicherstellung der Kinderbetreuung in Albachten und Mecklenbeck war auf der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West ein wichtiges Thema: In Albachten, so sehen es die Pläne des städtischen Amts für Kinder, Jugendliche und Familien vor, soll eine Pavillon-Kita auf Zeit errichtet und in Mecklenbeck die Sanierung der Kita St. Anna auf den Weg gebracht werden.

Mit einstimmigem Votum sprach sich die Bezirksvertretung dafür aus, auf der Freifläche östlich der Albachtener Dreifachsporthalle eine Zwei-Gruppen-Kita zu errichten. Diese soll in angemieteten Pavillons untergebracht werden und bereits im Sommer 2018 in Betrieb gehen. Die Kinderbetreuung in der Einrichtung wird nach den jetzigen Plänen bis zum Jahr 2022 laufen. Im Anschluss soll die im künftigen Baugebiet Albachten-Ost vorgesehene neue dauerhafte Kita die Betreuung des Nachwuchses übernehmen.

Die „Interimskita“ soll eine Gruppe für 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren sowie eine weitere Gruppe für 20 bis 25 Kinder von drei bis sechs Jahren haben. „Mit der geplanten Maßnahme werden dringend benötigte Plätze für U 3- und Ü 3-Kinder in Albachten geschaffen“, heißt es in der Beschlussvorlage des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien.

Die Finanzbedarf für die Errichtung und den Unterhalt der Kita auf Zeit ist nicht von Pappe: Die Verwaltung rechnet mit Investitionskosten in Höhe von 433 000 Euro, Mietkosten von 720 000 Euro sowie jährlichen Betriebskostenzuschüssen von 588 100 Euro. Allerdings sollen zur Finanzierung der Maßnahme Bundes- und Landesmittel beantragt werden.

Vorgesehen ist, dass die Pavillon-Kita von einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe betrieben wird. Dieser soll die Räumlichkeiten von der Stadt Münster mieten.

Kam in der Sitzung der Bezirksvertretung die Frage auf, ob die hohen Kosten für die Interimsmaßnahme vertretbar seien, so hielt Bezirksvertreter Peter Wolfgarten (CDU) dem entgegen: „Wir sollten Sorge dafür tragen, dass wir Stadtteile wie Albachten im Hinblick auf die Kinderbetreuung nicht weiter abfallen lassen.“

Darüber, ob das Projekt wie vorgesehen realisiert werden kann, soll am Mittwoch (12. Juni) als maßgebliches Gremium der Rat der Stadt Münster entscheiden.

Auch über einen städtischen Zuschuss für die geplante Sanierung der Kita St. Anna in Mecklenbeck wird der Rat auf seiner Sitzung in der kommenden Woche federführend diskutieren. Die Bezirksvertretung stimmte der vorgesehenen Finanzspritze in Höhe von 31 770 Euro mit zwölf Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen bereits zu. In der seit 1972 betriebenen katholischen Kindertagesstätte gibt es – wie berichtet – erheblichen Sanierungsbedarf.

„Ohne Sanierung ist der Bestand der Gesamteinrichtung kritisch, da die Mängel und Schäden sich auf Dauer auch auf den Betrieb der Einrichtung auswirken“, urteilt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien.

Die Kosten für die Kita-Instandsetzung werden mit 353 000 Euro veranschlagt. Vom Land werden Städtebaufördermittel in Höhe von 285 000 Euro erwartet. Neben dem Trägeranteil der Kirchengemeinde (35 300 Euro) soll auch der städtische Zuschuss ins Sanierungsprojekt einfließen. Skeptischen Stimmen zum Trotz hob Bezirksvertreter Peter Koch-Tölken (FDP) hervor, dass der Zuschuss in Höhe von 31 770 Euro „sehr gering“ und aus seiner Sicht durchaus vertretbar sei.

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