Bahnhof Mecklenbeck
„Wir liegen gut im Plan“

Münster-Mecklenbeck -

Läuft alles wie vorgesehen, dann wird der neue Mecklenbecker Schienenhaltepunkt wahrscheinlich schon Ende 2018 in Betrieb gehen. Heike Balkenhoff von der „DB Netz AG“ gibt Einblick in die bereits laufenden Arbeiten.

Donnerstag, 21.09.2017, 20:00 Uhr

Fachfrau Heike Balkenhoff von der „DB Netz AG“ zeigt, wo sich demnächst der Bahnsteig des Bahnhaltepunkts Mecklenbeck befinden wird.
Fachfrau Heike Balkenhoff von der „DB Netz AG“ zeigt, wo sich demnächst der Bahnsteig des Bahnhaltepunkts Mecklenbeck befinden wird. Foto: sn

Heike Balkenhoff von der Bahntochter „DB Netz AG “ hat wasserdichte Schuhe mitgebracht. Denn es geht in die Matsche. Vom Parkplatz des Mecklenbecker Stadtbereichszentrums an der Weseler Straße aus marschiert sie durch hohes Unkraut und schließlich direkt neben die Gleise. Sonst darf dort keiner hin. Aber Balkenhoff möchte zeigen, wie weit die Arbeiten zum neuen Bahnhaltepunkt Mecklenbeck bereits vorangeschritten sind.

„Man sieht nur kleine Dinge, die aber ganz wichtig sind“, sagt sie. Die fünf Gleise fallen jedoch sofort ins Auge. „Vier davon haben den selben Abstand“, erklärt die Fachfrau von der Deutschen Bahn . Zwischen dem vierten und fünften Gleis aber ist jede Menge Platz. Was das zu bedeuten hat? „Da kommt der Bahnsteig hin“, sagt Heike Balkenhoff. Und das dauere gar nicht mehr so lange: Mit dem nächsten Fahrplanwechsel im Herbst 2018 soll es soweit sein. „Wir liegen gut im Plan.“

Bis dahin gibt es noch viele Dinge zu erledigen, an die Otto Normalfahrer nicht sofort denkt. Einiges ist aber auch schon fertig. Zum Beispiel die Betonfundamente für die Signalanlagen oder die Kabelkanäle. Die notwendige Gleisverschwenkung kurz hinter dem Stadtbereichszentrum sieht man auch schon.

Das neue elektronische Stellwerk muss hingegen noch gebaut werden. Das soll im Verlauf des Jahres 2018 erledigt sein. Zehn Millionen Euro sind die dafür veranschlagten Kosten. Das alte Stellwerk an der Heroldstraße soll nach der Fertigstellung des neuen Werks dann außer Betrieb genommen werden.

Apropos Heroldstraße: Dort wird die Baustelle Ende dieses Jahres eingerichtet. Dann wird der östliche Getterbach verlegt, und bis zum Jahr 2020 soll die geplante Unterführung fertiggestellt sein. Grundsätzlich geschieht das unabhängig von den Gleisarbeiten am Stadtbereichszentrum. Dennoch verständigt man sich, der Überblick auf das große Ganze ist wichtig.

Aber auch umgekehrt gilt: „Man macht kleine Dinge, die aber wichtig für die Gesamtheit sind.“ Die Bauarbeiten selbst bekommen die Besucher im Stadtbereichszentrum kaum mit, die Gleise liegen hinter einer Leitplanke und Büschen. Gearbeitet wird nachts, die Baustellen werden jeweils viele Wochen vorher geplant. Den Zugverkehr behindert das nicht. Es könne mal sein, dass die jeweilige Zugfahrt einen geringfügig veränderten Weg nehme, aber der Reisende bekomme davon kaum etwas mit, erläutert Heike Balkenhoff.

Gut ein Jahr wird es somit noch dauern, bis die „Baumbergebahn“, die die Städte Münster und Coesfeld verbindet, auch in Mecklenbeck Halt macht, und die Reisenden dort ein- und aussteigen können.

Eine „Ampelanlage“ für die Zugfahrenden, die vom Bahnsteig zum Stadtbereichszentrum gehen, sei nicht geplant. Das fünfte Gleis sei dann begehbar. Balkenhoff glaubt an den Erfolg des Mecklenbecker Bahnhaltepunkts: „Wenn man sieht, was für ein Stau jeden Morgen in Richtung City ist . . .“

Bis zur Eröffnung in gut einem Jahr wird sie regelmäßig an der Baustelle sein und nach dem Rechten schauen. Auch wegen der Qualitätssicherung. Die Fachfrau hat alles im Blick. Und denkt immer auch an die kleinen, aber so wichtigen Dinge.

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