Baugebiet Mecklenbeck-Mitte
Tiefgaragen in Mecklenbeck-Mitte?

Münster-Mecklenbeck -

Geht es nach den Vorstellungen der CDU in der Bezirksvertretung Münster-West, dann soll in Mecklenbeck-Mitte künftig der Bau von Tiefgaragen möglich sein. Die Christdemokraten regen eine Bebauungsplan-Änderung an.

Mittwoch, 27.09.2017, 20:09 Uhr

Dieser Entwurf des Architekten Hans G. Schmidt-Domogalla zeigt, wie ein Teil des geplanten Mehrgenerationen-Komplexes in Mecklenbeck-Mitte aussehen könnte. Allerdings sind im betreffenden Baugebiet Tiefgaragen bislang unzulässig.
Dieser Entwurf des Architekten Hans G. Schmidt-Domogalla zeigt, wie ein Teil des geplanten Mehrgenerationen-Komplexes in Mecklenbeck-Mitte aussehen könnte. Allerdings sind im betreffenden Baugebiet Tiefgaragen bislang unzulässig. Foto: Schmidt-Planung

Unterirdische Stellplätze unerwünscht: Nach dem jetzigen Stand darf es im Baugebiet Mecklenbeck-Mitte keine Tiefgaragen geben. Das setzt der aus dem Jahr 1994 stammende Bebauungsplan fest. Doch jetzt wird daran gerüttelt.

Nachdem es – wie berichtet – in jüngster Zeit herbe Kritik an der Vorgabe gegeben hat, spricht sich die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung West für eine Änderung des Bebauungsplans aus. Auch der Investor des Mehrgenerationenprojekts „Gemeinschaftliches Wohnen in Mecklenbeck“ überlegt, ob er aktiv werden soll.

In der derzeitigen Fassung sieht der Bebauungsplan für das Areal zwischen Dingbängerweg, Brockmannstraße und Weseler Straße lediglich oberirdische Pkw-Stellplätze in Parkbuchten vor. Die Christdemokraten, das machte Bezirksvertreter Peter Wolfgarten im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, gehen jedoch davon aus, dass der Bedarf an Parkplätzen in dem in der Entwicklung befindlichen Mecklenbecker Zentrumsbereich höher sein wird als bislang angenommen.

Vor diesem Hintergrund fordern die Christdemokraten, die Errichtung von Tiefgaragen in Mecklenbeck-Mitte doch noch möglich zu machen. „Es würde die Parksituation entlasten, wenn zusätzliche Stellplätze möglich werden“, ist sich Peter Wolfgarten sicher. Deswegen wird die CDU einen Antrag in die Bezirksvertretung einbringen, in dem sie sich für das grundsätzliche Ermöglichen von Tiefgaragen im Baugebiet stark macht.

Begrüßt wird das Engagement der Christdemokraten von der Baugemeinschaft Czaykowski und Brun GbR. Diese will in Mecklenbeck-Mitte bekanntlich ein von der Stadt gefördertes Mehrgenerationen-Projekt mit rund 30 Mietwohnungen realisieren. Die bisherige Planung sieht vor, dass der Komplex gänzlich ohne unterirdische Parkplätze gebaut werden muss. Gleichwohl hätten die Investoren gerne Tiefgaragen gebaut.

Auf die von der CDU angeregte Änderung des Bebauungsplans könne die Baugemeinschaft nicht warten, da deren Umsetzung zu viel Zeit in Anspruch nehme, sagt Investorin Heike Czaykowski. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens für das Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen in Mecklenbeck“ müsse man Fristen einhalten, die bis dahin nicht eingehalten werden könnten.

Nach Angaben der Investorin überlegt die Czaykowski und Brun GbR deshalb derzeit, ob sie bei der Stadt einen Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans einreichen will. Ein solcher würde die Sache im Falle des Falles deutlich beschleunigen. In dieser Hinsicht sei man in der Feinabstimmung, erläutert Heike Czaykowski. Auch aus ihrer Sicht würden Tiefgaragen die künftige Parkflächensituation im Mecklenbecker Neubaugebiet um einiges entspannen.

Die CDU werde einen möglichen Befreiungsantrag der Baugemeinschaft unterstützen, versichert Peter Wolfgarten.

Sollte dem Mehrgenerationen-Projekt der Bau von Tiefgaragen ermöglicht werden, so schauen andere Bauherren in Röhre: Der Förderkreis Sozialpsychiatrie hat mit seinem Neubau in Mecklenbeck-Mitte bereits begonnen. Gleiches gilt für das Stift Tilbeck, das dort ein Wohnheim für behinderte Menschen ganz ohne Tiefgaragen baut.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5184574?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Großfeuer am FMO: Ursache bislang unklar
Die betroffenen Fahrzeuge auf den Ebenen 1 und 2 verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Insgesamt waren 72 Autos betroffen.
Nachrichten-Ticker