Neue Reha-Einrichtung in Mecklenbeck
„Förderkreis Sozialpsychiatrie setzt sich ein Denkmal“

Münster-Mecklenbeck -

25 stationäre und fünf ambulante Therapieplätze für Menschen in psychischen Krisen soll das neue Reha-Zentrum bieten, dass derzeit in Mecklenbeck-Mitte entsteht. Jetzt war Grundsteinlegung.

Freitag, 29.09.2017, 20:09 Uhr

Bei der Grundsteinlegung mit (v.l.) Helmut Mair, Karin Reismann, Sabrina Sajtos, Leiterin der neuen Einrichtung, und Ulrich Hohenbrink, Vorstandsvorsitzender des Vereins Sozialpsychiatrie, wurde eine „Zeitkapsel“ eingemauert, in der auch eine aktuelle Ausgabe der „Westfälischen Nachrichten“ enthalten ist.
Bei der Grundsteinlegung mit (v.l.) Helmut Mair, Karin Reismann, Sabrina Sajtos, Leiterin der neuen Einrichtung, und Ulrich Hohenbrink, Vorstandsvorsitzender des Vereins Sozialpsychiatrie, wurde eine „Zeitkapsel“ eingemauert, in der auch eine aktuelle Ausgabe der „Westfälischen Nachrichten“ enthalten ist. Foto: Siegmund Natschke

Dies werde ein Ort für Menschen, die „aus dem Gleis geraten“ seien und wieder einen Weg „zurück ins Leben“ suchten, meinte Prof. Dr. Helmut Mair, Vorsitzender des Vereins „Förderkreis Sozialpsychiatrie“. Eine neue Reha-Einrichtung entsteht am Elisabeth-Hürten-Weg in Mecklenbeck-Mitte. Dabei gebe es Fortschritte, die man bereits sehe, so Mair. Die gestrige Grundsteinlegung war so ein Zeichen.

25 stationäre Plätze soll es geben und fünf ambulante. Menschen mit psychischen Krisen könnten behandelt werden, erläuterte der Vorsitzende. Etwa solche, die sich im Beruf zu viel vorgenommen hätten, von Mobbing betroffen seien oder bei denen der Berufseinstieg nicht funktioniert habe.

Ein Mammutprojekt ist das Ganze schon: „Der Umfang der Kosten für diesen Neubau übersteigt alle Investitionen, die wir bislang für eine Einrichtung getätigt haben“. Mit etwa fünf Millionen Euro wird gerechnet. Der Neubau erstreckt sich auf eine Fläche von 1800 Quadratmetern.

Zu den möglich werdenden Rehabilitationsmaßnahmen zählen ärztliche Behandlung, Sozial- und Psychotherapie, aber auch ein Belastungstraining, das den Weg zurück auf den Arbeitsmarkt ebnen soll. Die berufliche Integration von psychisch Behinderten sei auch eine Aufgabe, die das Bundesteilhabegesetz stelle, meinte Norbert Gödecker-Geenen von der Deutschen Rentenversicherung.

Auch Bürgermeisterin Karin Reismann lobte das Projekt. Mit ihm setze sich der Verein selbst „ein Denkmal“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5189008?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Pendler nach Münster verzweifeln
Zugausfälle durch Streik bei der Eurobahn: Pendler nach Münster verzweifeln
Nachrichten-Ticker