Rundgang durch Mecklenbeck
Jüngstes Denkmal Münsters

Münster-Mecklenbeck -

Bei der jüngsten Exkursion von „Münster vor Ort“ ging es mit Architekt Stefan Rethfeld nach Mecklenbeck. Breiten Raum nahm dabei die St.-Anna-Kirche ein.

Montag, 09.10.2017, 20:10 Uhr

Kenner der Materie: Architekt Stefan Rethfeld gab beim Rundgang durch Mecklenbeck Fakten und Anekdoten zu alten und jungen Gemäuern preis. Im Mittelpunkt stand dabei die von Harald Deilmann geplante St.-Anna-Kirche. Etliche Teilnehmer hörten gespannt zu.
Kenner der Materie: Architekt Stefan Rethfeld gab beim Rundgang durch Mecklenbeck Fakten und Anekdoten zu alten und jungen Gemäuern preis. Im Mittelpunkt stand dabei die von Harald Deilmann geplante St.-Anna-Kirche. Etliche Teilnehmer hörten gespannt zu. Foto: apr

Es war eine „grüne Kirche“: So erinnerte sich Architekt Stefan Rethfeld   an die St.-Anna-Kirche seiner Kindheit. Da sah sie noch etwas anders aus als heute: Efeu kletterte an den Innenwänden empor und rankte um die Ikonenbilder, ein bisschen „wie ein Tropenhaus“. Doch mit der Sanierung wurde das Grün nach draußen verbannt, und der Sisalteppich musste weichen. Die Wohnlichkeit von Harald Deilmanns architektonischem Erbe wirkt heute aufgeräumter, verstärkt asymmetrisch.

Am Wochenende war Rethfeld nicht nur als Architekt, sondern in der Rolle des Ortsführers unterwegs. Unter dem Thema „Süden der Stadt“ feierte er dabei eine kleine Premiere: Erstmals ging die Entdeckungstour „Münster vor Ort“ durch Mecklenbeck. Denn als „mannigfaltiges Gebiet“ hat Mecklenbeck viele Gesichter.

So führte die Tour nicht nur von der St.-Anna-Kirche zum Hof Hesselmann mit Gastreferent Karlheinz Pötter, sondern auch über Stock und Stein durch die Landschaft. Denn die frühere Bauerschaft Mecklenbeck wandelte sich mit der Zeit zu einem „Zwischenbereich“, nicht ganz Land und nicht ganz Stadt. „Auch heute „kennen viele Menschen Mecklenbeck nicht, müssen aber häufig durchfahren“, schmunzelte Rethfeld.

Modern, jung und als „Architekturobjekt einzigartig in Münster“ – damit bot sich die St.-Anna-Kirche als Startpunkt des historischen Rundgangs an. Als „jüngstes Denkmal der Stadt Münster“ steht sie laut Rethfeld seit nunmehr zwei Jahren unter Denkmalschutz. Abgerissen wurde die Kirche an der Lohmann-Kreuzung, sodass Deilmann sie 1972 am Dingbängerweg neu erbaute, um das Ortsbild stärker zu zentralisieren. Doch Deilmanns Vision von einer Kirche in der Ortsmitte erfüllt sich erst jetzt, 30 Jahre später. „Es ist eine Zeit des Zusammenwachsens“, erklärte Rethfeld zum Ortsbild, das sich zunehmend um die Kirche als Zentrum weiter entwickelt.

Dem wechselhaften Wetter trotzten die Teilnehmer mit Regenschirmen, guter Laune und eigenen Anekdoten. Neben alteingesessen Mecklenbeckern nahmen auch Gäste aus Stadtteilen von Kinderhaus bis Aaseestadt teil. Kommende Touren führen in die Aaseestadt und nach Pluggendorf.

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