„Meckelbach-Wellen“
Kreiselkunst lässt auf sich warten

Münster-Mecklenbeck -

Obwohl das Projekt schon vor mehr als fünf Jahren ins Visier genommen wurde, ist auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs an der Fritz-Stricker-Straße immer noch keine Skulptur zu finden.

Donnerstag, 18.01.2018, 20:01 Uhr

Nach wie vor recht kahl: Die Mittelinsel des Kreisverkehrs an der Einmündung der Fritz-Stricker-Straße in die Mecklenbecker Straße wartet darauf, gestaltet zu werden.
Nach wie vor recht kahl: Die Mittelinsel des Kreisverkehrs an der Einmündung der Fritz-Stricker-Straße in die Mecklenbecker Straße wartet darauf, gestaltet zu werden. Foto: sch

„Der Wille ist bei allen Fraktionen vorhanden“, sagt Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine. Gleichwohl ist es der Bezirksvertretung Münster-West noch nicht gelungen, die Mittelinsel des Kreisverkehrs an der Einmündung Mecklenbecker Straße / Fritz-Stricker-Straße mit einem Kunstwerk zu bestücken. Bereits seit rund fünf Jahren ist vorgesehen, dort die Beton-Skulptur „Meckelbach-Wellen“ aufzustellen. Doch das ist bislang noch nicht Realität.

Keinen Hehl macht der Bezirksbürgermeister daraus, dass es nach wie vor auf diversen Ebenen Probleme gibt, die einer schnellen Realisierung des Kreiselkunst-Projekts im Wege stehen. Immerhin seien gleich „fünf oder sechs“ städtische Ämter in das Vorhaben eingebunden. Es gelte, diversen rechtlichen und technischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Bei dem, was dabei alles zu berücksichtigen sei, handele es sich fast schon um „Realsatire“.

Darüber hinaus stelle sich nach wie vor die Finanzierungsfrage: Als das Projekt im Jahre 2012 in Angriff genommen wurde, war von Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro die Rede. Vorgesehen sei, dass Sponsoren eingebunden würden und sich die Bezirksvertretung mit „einem fünfstelligen Betrag“ am Kreiselkunst-Projekt beteiligen werde, erläutert Stephan Brinktrine. Viel Geld angesichts des arg knappen Budgets der Bezirksvertretung, mit der eine Vielzahl wichtiger Vorhaben im Stadtbezirk zu finanzieren seien.

Vor diesem Hintergrund wurde seitens der Bezirksvertretung bereits Kontakt zu Tim Brüggemann und Patrick Schöning aufgenommen. Die damaligen Studenten der Akademie „Gestaltung“ des Handwerkskammer-Bildungszentrums hatten sich beim Wettbewerb für die Verschönerung des Kreisverkehrs mit ihrem Vorschlag namens „Meckelbach-Wellen“ durchgesetzt. Das Duo wurde gefragt, ob es machbar sei, die Skulptur auch in einer abgespeckten Variante auf der Mittelinsel des Rondells an der Einmündung Mecklenbecker Straße / Fritz-Stricker-Straße zu installieren. „Sie können sich das durchaus vorstellen“, sagt Brinktrine. Gleichwohl wolle er keine Prognose dazu abgegeben, ob und wann das Projekt in Angriff genommen werden könne.

Darüber hinaus scheint es nach Auskunft des Bezirksbürgermeisters alles andere als leicht, eine Firma zu finden, die die Beton-Skulptur herstellen und installieren will. Dies nicht zuletzt aufgrund haftungstechnischer Fragen.

Letzteres kann Andreas van der Meulen nur bestätigen: Der ehemalige Bezirksvertreter ist ehrenamtlich ins Kreiselkunst-Projekt eingebunden. Es seien bereits Firmen weiter über Münster hinaus angesprochen worden, doch bislang habe noch keine davon Interesse signalisiert, tätig zu werden. Die Realisierung der Meckelbach-Wellen sei nun mal ein anspruchsvolles Unterfangen. Laut van der Meulen gibt es Zusagen von Sponsoren, das Projekt mit insgesamt 5000 Euro zu unterstützen.

So manch einer scheint sich in den vergangenen Jahren gewundert haben, warum es mit der Gestaltung des Kreisverkehrs bislang nichts wurde. Deshalb erstaunt es kaum, dass bei der Stadt bereits eine Bürgeranregung eingegangen ist: Eine Privatperson schlägt vor, die Mittelinsel des Kreisverkehrs von einem ortsansässigen Garten- und Landschaftsbauer gestalten zu lassen. Diesem soll im Gegenzug dafür die Möglichkeit eingeräumt werden, im Rondell einen Hinweis auf seine Firma zu platzieren.

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