Kindertagesstätte St. Anna
Umfangreiche Sanierung nötig

Münster-Mecklenbeck -

Die in die Jahre gekommene Mecklenbecker Kita St. Anna muss wieder in Schuss gebracht werden. Die Kosten dafür sind nicht von Pappe.

Montag, 12.02.2018, 19:02 Uhr

Muss umfangreich saniert werden: die Mecklenbecker Kindertagesstätte St. Anna. Die politischen Gremien der Stadt Münster werden sich in den kommenden Wochen dem Thema widmen.
Muss umfangreich saniert werden: die Mecklenbecker Kindertagesstätte St. Anna. Die politischen Gremien der Stadt Münster werden sich in den kommenden Wochen dem Thema widmen. Foto: sch

Im und am Gebäude der Kita St. Anna besteht ganz erheblicher Sanierungsbedarf. Dies geht aus einem Exposé des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien hervor, mit dem sich die politischen Gremien der Stadt Münster in den kommenden Wochen befassen werden. „Die Sanierung der Einrichtung ist dringend notwendig, um den dauerhaften Betrieb zu gewährleisten“, heißt es in dem Papier klipp und klar.

Damit die Instandsetzung der bereits im Jahre 1972 in Betrieb genommenen Kindertagesstätte in Angriff genommen werden kann, hofft die St.-Anna-Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung auf einen Zuschuss seitens der Stadt. Denn sie hat laut Jugendamt keine Finanzmittel, um den Trägeranteil der mit Gesamtkosten in Höhe von 353 000 Euro zu Buche schlagenden Großsanierung zu stemmen.

Um den für Mecklenbeck und die Kinderbetreuung im münsterischen Ortsteil wichtigen Fortbestand der Kita auch weiterhin zu sichern, gibt es jede Menge zu tun. Die bischöfliche Zen­tralrendantur hat bereits ein Sanierungskonzept erstellen lassen, das erhebliche Mängel in der Kita offenbart.

Gemäß des Fachgutachtens muss das an etlichen Stellen undichte Flachdach der Tagesstätte auf etwa 200 Quadratmetern wieder in Schuss gebracht werden. Gleiches gilt für die Lichtkuppeln, die ebenfalls undicht sein sollen. Auch am Mauerwerk sowie an der Klinkerfassade sind erhebliche Mängel aufgetreten. Notwendig wird zudem ein Austausch der teils beschädigten, undichten und energetisch nicht mehr zeitgemäßen Holzfenster. Diese sollen noch aus dem Ursprungsjahr der Kindertagesstätte stammen. Auch dem Schimmelbefall, der an mehreren Stellen über den Fenstern zu erkennen ist, soll Einhalt geboten werden.

Ebenfalls einer Sanierung bedürfen die Waschräume und Sanitäranlagen sowie die veralterte und nur unzureichend gesicherte Elektroinstallation, die laut Jugendamt „in dieser Form heute nicht mehr zulässig ist“.

Darüber hinaus muss in der Küche sowie in zwei Gruppenräumen der Einrichtung der „erhebliche Beschädigungen“ aufweisende Fußbodenbelag erneuert werden. Auch die Heizungsanlage der Kindertagesstätte St. Anna wartet darauf, ersetzt zu werden. „Im Zuge der Sanierung sollte die Anlage der Kita neu angeschlossen, die alte Fußbodenheizung stillgelegt und dafür statische Heizflächen/ Heizkörper angebracht werden“, empfehlen die Experten.

Läuft alles wie vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien vorgeschlagen, dann soll die umfangreiche Sanierungsmaßnahme zu 70 Prozent (247 100 Euro) mit bereits beantragten Landesmitteln bestritten werden. Für die Restsumme in Höhe von 105 900 Euro sollen je zur Hälfte das katholische Bistum und die Stadt Münster aufkommen. In seiner Sitzung am 14. März wird der Rat der Stadt Münster darüber entscheiden, ob die städtische Finanzspritze in Höhe von 52 950 Euro bereitgestellt werden soll.

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