Bahnübergang Heroldstraße
Ende der Dauerstaus in Sicht

Münster-Mecklenbeck -

Bei etlichen Mecklenbeckern ist die Freude groß: Die Heroldstraße soll bis zum Jahr 2022 ohne Staus vor den Bahnschranken passierbar sein. Damit dies möglich wird, wurde jetzt mit dem Bau der Bahnüberführung Heroldstraße begonnen.

Freitag, 16.02.2018, 17:00 Uhr

Daumen hoch: Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) und Helmut Goebel vom Initiativkreis Bahnübergang Mecklenbeck begrüßen den Bau der Bahnunterführung, die die Dauerstaus auf der Heroldstraße demnächst beseitigen soll.
Daumen hoch: Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) und Helmut Goebel vom Initiativkreis Bahnübergang Mecklenbeck begrüßen den Bau der Bahnunterführung, die die Dauerstaus auf der Heroldstraße demnächst beseitigen soll. Foto: sch

„Unsere jahrzehntelange Arbeit hat sich gelohnt!“ Helmut Goebel war seine Freude durchaus anzumerken. Mit seinem Verein „Initiativkreis Bahnübergang Mecklenbeck“ hatte er sich immer wieder dafür stark gemacht, den Dauerstaus am Bahnübergang Heroldstraße ein Ende zu bereiten. Am Freitag wurde Goebels Anliegen endlich auf den Weg gebracht: An der Weseler Straße, direkt neben dem Mecklenbecker Stadtbereichszentrum, ging der erste Spatenstich für den Bau der Bahnunterführung Herold­straße über die Bühne.

Rund 30 Millionen Euro werden im Rahmen des Kooperationsprojekts von Stadt und Deutscher Bahn investiert, um die Heroldstraße auf veränderter Strecke entlang der Bahnlinie bis zum Stadtbereichszentrum zu führen. Dort wird zunächst eine Überführung für den Bahnverkehr gebaut, die bis Ende des Jahres fertig sein soll. Im Anschluss wird die Überführung eine Unterführung bekommen. Diese wird den Verkehr der Heroldstraße aufnehmen, Pkw, Lkw, Radfahrer und Fußgänger unterhalb der Bahnlinie und ohne Stopp auf die Weseler Straße bringen. Bis zum Jahr 2022 soll alles fertig und dann auch der jetzige Bahnübergang Heroldstraße mit seinen immer wieder geschlossenen Schranken beseitigt sein.

Bereits im Dezember dieses Jahres wird die Deutsche Bahn den neuen Mecklenbecker Schienenhaltepunkt nebst „Park & Ride“-Areal in der Nachbarschaft des Stadtbereichszentrums in Betrieb nehmen. Damit wird der münsterische Stadtteil nach etlichen Jahrzehnten wieder über einen eigenen Bahnhof verfügen. Ebenfalls auf der Agenda steht die Einrichtung eines elektronischen Stellwerks in Mecklenbeck.

Das rund 30 Millionen Euro schwere Gesamtprojekt wird je zu einem Drittel mit Geldern des Bunds, der Bahn und der Stadt Münster finanziert, wobei die Stadt massive Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen erfährt.

Beim ersten Spatenstich, zu dem sich zahlreiche Vertreter von Stadt, Bahn, Politik, Bezirksregierung und Bürgerschaft eingefunden hatten, hob Oberbürgermeister Markus Lewe hervor, dass es sich bei der Herold­straße um weit mehr als eine Stadtteilstraße handele. Sie sei eine Verkehrsader von gesamtstädtischer Bedeutung, die demnächst ohne lästige Staus befahrbar sein werde. Darüber hinaus würdigte Lewe den wertvollen bürgerschaftlichen Einsatz, den Helmut Goebel und seine Initiative im Hinblick auf die Beseitigung des Bahnübergangs Heroldstraße beharrlich und unermüdlich an den Tag gelegt hätten.

Zum ersten Spatenstich hatte Goebel eine Plakatstellwand seines Initiativkreises aus dem Jahr 1997 mitgebracht. Damals hatte die Bürgerinitiative 1284 Unterschriften gesammelt – allesamt von Mecklenbeckern, die die Beseitigung des Bahnübergangs Herold­straße fordern. Der 93-Jährige hofft, dass er noch etliche Jahre gesund bleibt, denn er möchte die Eröffnung der Bahnunterführung Herold­straße auf jeden Fall noch miterleben und natürlich mitfeiern. „Ich habe mir vorgenommen, dann zur Feier des Ereignisses eine Flasche Sekt an die Unterführungswand zu werfen“, sagt er. All denen, die die Initiative in den vergangenen Jahren unterstützt hätten, wolle er schon jetzt aus ganzem Herzen danken. 

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