Sorge um bedrohte Wildbienen
Bienenschutz in Mecklenbeck

Münster-Mecklenbeck -

Die CDU in der Bezirksvertretung Münster-West hat eine Untersuchung zur „Bienentauglichkeit“ Mecklenbecks angeregt. Die Hiltruper Naturschutzstation wird sie durchführen.

Donnerstag, 15.03.2018, 20:03 Uhr

Der Mecklenbecker Landschaftspark soll zu den drei ins Auge gefassten Flächen gehören, in denen der Naturschutzbund die anstehende Untersuchung über die „Bienentauglichkeit“ Mecklenbecks durchführen will.
Der Mecklenbecker Landschaftspark soll zu den drei ins Auge gefassten Flächen gehören, in denen der Naturschutzbund die anstehende Untersuchung über die „Bienentauglichkeit“ Mecklenbecks durchführen will. Foto: sch

Das Wohl von Insekten, genauer gesagt von Wildbienen, liegt der CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West am Herzen: In einem Antrag an die Stadtverwaltung haben die Christdemokraten darum gebeten, den Stadtteil Mecklenbeck im Hinblick auf seine „Bienentauglichkeit“ zu untersuchen. Weitere Stadtteile sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Das kündigte Bezirksvertreter Nils Schappler auf der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West bereits an.

„Ein Aussterben der Bienen hätte fatale Folgen“, heißt es im Antragsschreiben der CDU . Das Papier verweist auf das in jüngster Zeit vielerorts heftig diskutierte Thema „Bienensterben“. Ursachen dafür seien „unter anderem der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, eintönige Landschaften, fehlende Nahrungsquellen sowie der Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere“.

Mittlerweile sei in vielen städtischen Privatgärten, Parks, Kleingartenanlagen und sonstigen Grünflächen ein abwechslungsreicheres Blütenangebot zu finden als in der freien Landschaft. Da durch Wildbienen – ebenso durch Honigbienen der Imker – für die Bestäubung und den Fortbestand von Nutzpflanzen damit auch für Nahrungsmittel gesorgt werde, fordern die Christdemokraten die Verwaltung auf, „Lebensräume und Lebensbedingungen für Bienen und andere bestäubenden Insekten in Mecklenbeck darzustellen“.

Bei möglichen „Fehlentwicklungen“ soll ein Plan entwickelt werden, „wie die Nahrungs- und Nistplatzsituation für Bienen im Stadtteil verbessert werden kann“.

Besagte Aufgaben wird die in Hiltrup angesiedelte Nabu-Naturschutzstation Münsterland übernehmen: „Die Stadt ist an uns herangetreten. Wir werden diese Untersuchung durchführen“, bestätigt Mitarbeiterin Dr. Berit Philipp. Die Mecklenbecker Biologin will sich eine Saison lang – sprich vom Frühjahr bis zum Herbst – mit der „Bienentauglichkeit“ Mecklenbecks befassen. Sie werde dafür drei Flächen des münsterischen Stadtteils, den Landschaftspark, das Meckelbach-Areal bei Haus Kump und ein weiteres Gelände in der Nähe des Paulushofs unter die Lupe nehmen.

Die Lebensbedingungen für Wildbienen und Tagfalter, die ebenfalls zu den bestäubenden Insekten zählen, könnten mit einfachen Mitteln verbessert und nahrungsreicher gestaltet werden, erläutert die Biologin. Beispielsweise könnten große Blühstreifen mit einer reichen Auswahl verschiedener Blühpflanzen angelegt werden, damit Bienen ausreichend Nahrung geboten werde.

Wichtig für den Fortbestand bedrohter Wildbienen sei zudem, ihnen geeignete Nistmöglichkeiten – angefangen von offenen Bodenstellen bis hin zu Totholzhaufen – anzubieten, so die Mecklenbecker Naturschutz-Expertin.

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