„Stadtteil Mecklenbeck“
Aus acht Mitgliedern sind 80 geworden

Münster-Mecklenbeck -

Der Kaufmannschaftsverein „Stadtteil Mecklenbeck“ feiert anno 2018 sein zehnjähriges Bestehen. Nicht zuletzt aus diesem Anlass wurde zum Frühjahrsempfang eingeladen.

Freitag, 23.03.2018, 20:03 Uhr

Benjamin Thier (4.v.l.) von den Jungschützen der St.-Lamberti-Schützenbruderschaft und Katrin Lange (5.v.l.) von der Jugendfeuerwehr konnten sich über Spenden der Mecklenbecker Kaufleute freuen.
Benjamin Thier (4.v.l.) von den Jungschützen der St.-Lamberti-Schützenbruderschaft und Katrin Lange (5.v.l.) von der Jugendfeuerwehr konnten sich über Spenden der Mecklenbecker Kaufleute freuen. Foto: sn

„Am Anfang waren wir acht Mitglieder“, erinnerte sich Marianne Koch beim Frühjahrsempfang des Vereins „Stadtteil Mecklenbeck“. Nun seien es 80. Da hat sich etwas getan. Am Anfang habe die Idee gestanden: „Aus dem Nebeneinander ein Miteinander.“ Vereine und Gewerbetreibende unter einem Dach zu wissen, das ist fast eine Selbstverständlichkeit geworden. Eine, die nun ihren zehnjährigen Geburtstag feierte.

Treffpunkt war die „Fair Handelsgesellschaft“ an der Weseler Straße. Deren Geschäftsführer Werner Fusenig ließ es sich nicht nehmen, ein wenig aus der Erfolgsgeschichte des alternativen Unternehmens zu plaudern. Entstanden aus der kirchengemeindlichen Eine-Welt-Arbeit, ist ein werteorientierter Handel mit Produkten aus Ländern entstanden, die man früher noch „Dritte Welt“ nannte. „Trinken sie mehr Kaffee!“, riet Fusenig nicht ganz uneigennützig. Allerdings: Die schmackhaften Röstbohnen machen längst nicht mehr das einzige Geschäftsfeld aus: 2500 Produkte gebe es im Angebot. Kunden seien 25 Weltläden und 100 Fairhandelsgruppen im näheren und weiteren Umkreis.

Auch Direktverkauf vor Ort ist möglich: „Bald haben wir sogar einen Schienenhaltepunkt hier“, sagte Fusenig in Bezug auf den kommenden Bahnhof Mecklenbeck. Ein einziger Wunsch ist noch offen: „Das Internet könnte in diesem Gewerbegebiet schneller sein.“

Sich gegenseitig kennenlernen, austauschen und Ideen teilen, das haben die Geschäftsleute im Stadtteil durch den Verein inzwischen verinnerlicht. Doch Marianne Koch, die eine Untertitelwerkstatt ihr Eigen nennt, stellte klar: „Jeder kann bei uns Mitglied werden.“

Einige Ideen des Vereins sind inzwischen umgesetzt worden, wie etwa eine eigene Stadtteilzeitschrift oder das gemeinsame „Unternehmerfrühstück“. Andere warten noch auf Realisierung wie die Kunstwerke im Kreisel an der Fritz-Stricker-Straße oder die angedachten Stelen am Ortseingang. Anderes bleibt wohl nur eine Idee, wie etwa der ins Spiel gebrachte Inline-Marathon auf der Weseler Straße.

Etabliert hat sich der Adventskalender der Geschäftsleute. Der Erlös kommt stets karitativen, sozialen oder gemeinnützigen Zwecken zugute. Dieses Mal gingen jeweils 1333 Euro an die Gruppe 6 der Jugendfeuerwehr, in der auch die Mecklenbecker organisiert sind, und an die Jungschützen der St.-Lamberti-Bruderschaft.

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