Planung für Kleingärten an der Egelshove
Kleingärten als „mittelfristiges Ziel“

Münster-Mecklenbeck -

Eine neue Kleingartenanlage in Mecklenbeck plant das Amt für Grünflächen. Sie könnte auf einer etwa zwei Hektar große Fläche an der Egelshove in unmittelbarer Nähe des Wacker-Sportgeländes entstehen. Dort wäre Platz für 52 Schrebergarten-Parzellen. Der Zugang würde laut Grünflächenamt allein über die Egelshove erfolgen, um den Erschließungsaufwand möglichst gering zu halten.

Donnerstag, 12.04.2018, 18:04 Uhr

Das Grünflächenamt plant, an der Egelshove eine neue Kleingartenanlage zu bauen. Dort könnte es dann so aussehen wie auf der auf diesem Bild gezeigten Gartenanlage im Stadtteil Sentrup.
Das Grünflächenamt plant, an der Egelshove eine neue Kleingartenanlage zu bauen. Dort könnte es dann so aussehen wie auf der auf diesem Bild gezeigten Gartenanlage im Stadtteil Sentrup. Foto: sch

Eine duftende Blumenwiese, frisches Obst, Gemüse und Kräuter aus eigenem Anbau, oder einfach nur ein schattiges Plätzchen zum Entspannen – es gibt zahlreiche Gründe, warum viele Menschen von einem eigenen Garten träumen. Wer vor der eigenen Haustür nicht die nötigen Kapazitäten für den persönlichen Gartentraum hat, kann sich die städtischen Kleingartenanlagen zunutze machen. Nachdem die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West vor fast zwei Jahren bereits anregte, eine neue Kleingartenanlage in Mecklenbeck anzulegen, plant das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit nun, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Ort des Geschehens soll eine etwa zwei Hektar große Fläche an der Egelshove in unmittelbarer Nähe des Wacker-Sportgeländes sein. Dort wäre Platz für 52 Schrebergarten-Parzellen. Der Zugang würde laut Grünflächenamt allein über die Egelshove erfolgen um den Erschließungsaufwand möglichst gering zu halten.

Grundvoraussetzung für die Entstehung einer neuen Kleingartenanlage sei eine ausreichende Nachfrage seitens der Bürger. Auf Nachfrage bestätigte das Grünflächenamt, dass genügend Anfragen zu erwarten seien. Daher plane man die Umsetzung der neuen Anlage in Mecklenbeck als „mittelfristiges Ziel.“

Ausgangspunkt für die erhöhte Nachfrage seien vor allem die Neubaugebiete im Stadtteil, allen voran am Schwarzen Kamp. Zudem gebe es für viele der städtischen Kleingartenanlagen ohnehin lange Wartelisten.

Wann genau der Bau beginnt, will das Grünflächenamt allerdings noch nicht bekannt geben. Fest steht nur, dass die im Laufe dieses Jahres beginnenden Bauarbeiten einer neuen Kleingartenanlage in Roxel zunächst Vorrang haben. „Die Verwirklichung der Mecklenbecker Anlage läuft parallel zur Entwicklung des stark wachsenden Stadtteils“, so das Grünflächenamt. Denn es sei wichtig, dass neu angelegte Gärten direkt betreut und bewirtschaftet werden. Zudem sei zunächst die Gründung eines neuen Kleingartenvereins erforderlich.

Es gibt noch eine weitere mögliche Hürde. Die in südlicher Richtung an das geplante Kleingartenareal angrenzende Grünfläche steht derzeit – wie berichtet – als Standort für die von der Stadt Münster geplante Rad- und Roll-Rundstrecke hoch im Kurs: Die aus mehreren Sportvereinen und der münsterländischen Abteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bestehende Arbeitsgruppe stieß mit diesem Vorschlag bei der Stadt Münster auf wenig Begeisterung. Eine eindeutige Bewertung des Areals seitens des Sportamtes liegt derzeit jedoch nicht vor.

Sollte die von der Arbeitsgruppe favorisierte Fläche tatsächlich für die neue Rundstrecke in Frage kommen, könnte es für die Kleingärtner spannend werden. Denn das von den Sportlern avisierte Gebiet dient momentan als Ausgleichsfläche. Das heißt: Wird das Projekt umgesetzt, müssten neue Ausgleichsflächen geschaffen werden. Die Arbeitsgruppe schlägt ausgerechnet das für die neue Kleingartenanlage vorgesehene Areal als Ausgleichsfläche vor. Ob die Kombination aus Kleingartenanlage und Rundstrecke im Mecklenbecker Landschaftspark realisierbar wäre, ist derzeit noch unklar.

Welche Pläne das Sportamt für die neue Rundstrecke hegt, soll in der kommenden Sportausschuss-Sitzung im Mai bekannt gegeben werden.

Ob sich dann auch die Pläne für die Kleingartenanlage konkretisieren lassen, bleibt abzuwarten.

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