Bürgerzentrum Hof Hesselmann
„Dieses Fest ist ein Selbstgänger“

Münster-Mecklenbeck -

Das Wetter war gut, das Interesse groß: Am Hof Hesselmann wurde zum Mecklenbecker Maibaumfest mit buntem Programm eingeladen.

Sonntag, 06.05.2018, 19:05 Uhr

Auf der Freifläche vor dem Hof Hesselmann stellte die Mecklenbecker Feuerwehr den Maibaum auf. Zahlreiche Zuschauer waren dabei mit von der Partie.
Auf der Freifläche vor dem Hof Hesselmann stellte die Mecklenbecker Feuerwehr den Maibaum auf. Zahlreiche Zuschauer waren dabei mit von der Partie. Foto: ann

Petrus scheint Mecklenbeck wohl gesonnen zu sein. „Wir haben einen guten Draht nach oben“, stellte Rembert Egbringhoff , Vorsitzender Bürgervereins Mecklenbeck mit Blick in den wolkenlosen Himmel fest. Ein perfekter Tag für das Aufstellen des Maibaums.

1994 wurde am Hof Hesselmann erstmalig ein Maibaum aufgestellt, nachdem Karlheinz Pötter in der Gegend von Murnau in Bayern dieses Brauchtum kennengelernt hatte. Er war sicher, dass ein solches Volksfest in der neuen Mitte des Ortes das Zusammengehörigkeitsgefühl Mecklenbecks stärken würde und behielt damit Recht. „Dieses Fest ist inzwischen ein Selbstgänger, da brauchen wir gar nicht mehr groß Reklame zu machen“, bestätigte auch der zweite Bürgervereins-Vorsitzende Frank Bürgel.

Alt und Jung, Neubürger und Alteingesessene waren zum Bürgerzentrum gekommen, um das Spektakel zu verfolgen. Den Maibaum, der zunächst abgebaut und mit 25 Schildern und einer bunten Maikrone versehen werden musste, hatte die Freiwillige Feuerwehr im Nullkommanichts aufgerichtet und mit Hilfe der Drehleiter fein justiert.

Aber es gab auch noch viele andere Attraktionen: Auf den Nachwuchs warteten das Kinderschminken, die Hüpfburg und das traditionelle Stockbrot-Backen der Pfadfinder. Es gab Waffelbäckerei, einen Grillstand, eine Cafeteria und nicht zuletzt auch eine Vorführung des Spielmannszugs St. Lamberti Mecklenbeck.

Genauso alt wie die Maibaum-Tradition ist das KAB Karussell, das für die Jüngsten nicht fehlen durfte. „Heute setzen da junge Eltern ihre Kinder rein, die selbst als Kind schon damit gefahren sind“, freut sich Rainer Stuilker, einer der Erbauer.

Im Rahmen des Maibaumfests gab es noch ein „Geschenk“ für den Ort: Am Fuß- und Radweg von der alten Schule zum Christoph-Bernhard-Graben wurde das Straßenschild „Hermann-Eimann-Weg“ enthüllt. Vize-Bezirksbürgermeister Peter Wolfgarten und Ortshistoriker Karlheinz Pötter skizzierten den Lebensweg des im Jahre 1986 verstorbenen Mecklenbecker Lehrers und Schulleiters Hermann Eimann. Mit dabei waren sein Sohnes, seine drei Enkel und ihre Familien. Eimann war zur Zeit der NS-Diktatur nie in der Partei und den Nationalsozialisten „zu katholisch“. Beliebt, begabt und visionär war er den Nazis ein Dorn im Auge. Er wurde zwangsweise in den Ruhestand versetzt und brachte sich nach dem Krieg aktiv beim Wiederaufbau ein. „Er verdient unsere Achtung, Anerkennung und Wertschätzung“, unterstrich Peter Wolfgarten.

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