Tag des offenen Denkmals
Die Modersohns und Haus Kump

Münster-Mecklenbeck -

Am 9. September, dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ gibt es auch in Mecklenbeck zwei interessante Angebote, zu denen Jung und Alt eingeladen sind.

Freitag, 17.08.2018, 12:44 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 17.08.2018, 12:44 Uhr
Karlheinz Pötter (r.) und Rudolf Mensinck sind derzeit dabei die Ausstellung zum Denkmaltag im Hof Hesselmann vorzubereiten.
Karlheinz Pötter (r.) und Rudolf Mensinck sind derzeit dabei die Ausstellung zum Denkmaltag im Hof Hesselmann vorzubereiten. Foto: sch

Am 9. September (Sonntag) ist es so weit: Als Beitrag zu dem „European Heritage Days“ lädt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr wieder zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals “ ein. Auch in Münster finden etliche Programmpunkte statt. Gleich zwei davon werden im münsterischen Stadtteil Mecklenbeck angeboten.

Im Bürgerzentrum Hof Hesselmann (Am Hof Hesselmann 10) lädt Karlheinz Pötter , Ehrenvorsitzender des Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreises, zur erstmaligen Präsentation einer besonderen Foto-Ausstellung ein. Sie steht im Zeichen des bekannten deutschen Maler-Ehepaars Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) und Otto Modersohn (1865 – 1943) sowie deren Tochter Mathilde Modersohn (1907 – 1998).

Geht es um die Künstlerfamilie Modersohn, dann ist Karlheinz Pötter ein Experte. Er hat ein Buch über Otto Modersohn verfasst. Ab dem Jahr 1992 pflegte der Mecklenbecker Historiker zudem eine enge freundschaftliche Beziehung zu Mathilde Modersohn, an deren Biografie er derzeit arbeitet: „Ich war einer ihrer engsten Vertrauten.“ Da die Nationalsozialisten die frühexpressionistische Kunst ihrer Mutter als „entartet“ gebrandmarkt hätten, habe sie viele Bilder Paula Modersohn-Beckers versteckt und damit für die Nachwelt gerettet, sagt Karlheinz Pötter.

In der Ausstellung, die am „Tag des offenen Denkmals“ von 11 bis 18 Uhr zu sehen sein wird, präsentiert Pötter etliche von ihm geschossene Fotos. 70 davon zeigen Gemälde Paula Modersohn-Beckers und ihres Ehemanns, des Landschaftsmalers Otto Modersohn. Beide hatten übrigens eine besondere Beziehung zu Münster, über die der Mecklenbecker Historiker am Denkmaltag jeweils um 11 und 15 Uhr eingehend referieren wird.

Bei der Ausstellung, die zugleich dem 20. Todestag Mathilde Modersohns gewidmet ist, werden auch die Abbildungen zweier Büsten zu sehen sein, die von Clara Henriette Sophie Westhoff (1878 – 1954) geschaffen wurden. Die Bildhauerin war eine Freundin des Modersohn-Ehepaars. Darüber hin­aus wird Karlheinz Pötter mit Fotos Einblick ins Leben der Modersohns beziehungsweise ihrer Familienangehörigen geben.

Ebenfalls am „Tag des Denkmals“ wird zu Führungen in den verzimmerten Fachwerkspeicher von Haus Kump (Mecklenbecker Straße 252) eingeladen. Bei dem Speicher, der für gewöhnlich der Öffentlichkeit verschlossen ist, handelt es sich um das wohl älteste erhaltene bäuerliche Gebäude innerhalb Münsters. Es wurde im Jahre 1549 erbaut. Der Speicher liegt im Tal der münsterischen Aa am südwestlichen Ende des Aasees und ist Teil der von der Handwerkskammer zur HBZ-Akademie umgebauten einstigen Hofstelle Haus Kump.

Am Denkmaltag wird der historische Fachwerkspeicher um 12, 14 und 16 Uhr zu Führungen geöffnet. Diese werden von Hamlet Schöpgens geleitet.

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Der Besuch der Veranstaltungen des Denkmaltags ist kostenlos und steht allen Interessierten offen.

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