Feuerwehr im Übungseinsatz
Ein durchaus realistisches Szenario

Münster-West -

Die Herbstabschlussübung der Feuerwehr-Löschzüge Albachten und Altstadt fand in diesem Jahr an der Weseler Straße in Mecklenbeck statt. 25 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Dienstag, 23.10.2018, 18:13 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 19.10.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 23.10.2018, 18:13 Uhr
Auch „Dummies“ kamen zum Einsatz. Sie stellten verletzte Personen dar, die die Feuerwehrleute zu retten hatten.
Auch „Dummies“ kamen zum Einsatz. Sie stellten verletzte Personen dar, die die Feuerwehrleute zu retten hatten. Foto: sn

„Schneller! Hopp, hopp!“ Die Mitglieder der Löschzüge Altstadt und Albachten wurden lautstark angefeuert bei ihrer gemeinsamen Übung an der Weseler Straße. Dort, in einem Bürogebäude unweit des Dingbängerwegs, stellten sie ein Brandszenario nach. Der Nachwuchs der Jugendfeuerwehr spielte die eingeschlossenen Personen, die eindringlich um Hilfe riefen.

Die Feuerwehren waren insgesamt mit 25 Einsatzkräften vor Ort, der Löschzug Altstadt stellte zwei Fahrzeuge, der aus Albachten eines.

Das Szenario sei durchaus realistisch, meinte Löschzugführer a. D. Henrik Müller von der Altstadt-Truppe. In der Kaffeeküche sei durch ein defektes Gerät ein Brand ausgebrochen. Dichte Rauchentwicklung mache die Flucht über das Treppenhaus unmöglich: „Nach zwei Atemzügen wird man bewusstlos“. Eingeschlossen waren die Personen deswegen im Obergeschoss, durch das geöffnete Fenster drangen die Hilfeschreie.

„Menschenrettung hat Vorrang vor Brandbekämpfung“, so Müller. Die Aktiven der Feuerwehr nutzten eine faltbare Leiter, um zu den Personen ins Gebäude zu gelangen. Die Rettung geschah dann allerdings mit einer so genannten „Fluchthaube“, die über den Kopf gestülpt wird, durch das Gebäude hindurch. Für wenige Minuten können die Eingeschlossenen damit unbeschadet doch noch durch das Treppenhaus gelangen. „Es gibt immer mehrere Wege zum Erfolg“, so Müller. Auch über die Leiter sei eine Rettung möglich gewesen.

Einige „Dummies“ holten die Feuerwehrleute ebenfalls noch heraus. Insgesamt wurden eine halbe Stunde nach Beginn es Einsatzes sechs „Personen“ geborgen.

Am Schluss gab es noch eine Lagebesprechung für alle. Der gemeinsame Einsatz der beiden Löschzüge war zugleich eine „Herbstabschlussübung“. Jetzt, in den Wintermonaten, folgen theoretische Dienstabende für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren.

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