Mecklenbecker Straße
Fußweg doppelt aufgerissen

Münster-West -

Gleich zweimal hintereinander wurde der Fuß- und Radweg an der Mecklenbecker Straße in einem etwa 250 Meter langen Abschnitt für Verlegearbeiten aufgerissen. Anwohner wunderten sich darüber.

Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
So sah es kürzlich noch an der Mecklenbecker Straße aus: Im Auftrag der Deutschen Telekom wurden Kabel verlegt. Dafür musste der erst einige Tage zuvor wieder hergestellte Fuß- und Radweg auf einer Länge von etwa 250 Meter ein weiteres Mal aufgenommen werden.
So sah es kürzlich noch an der Mecklenbecker Straße aus: Im Auftrag der Deutschen Telekom wurden Kabel verlegt. Dafür musste der erst einige Tage zuvor wieder hergestellte Fuß- und Radweg auf einer Länge von etwa 250 Meter ein weiteres Mal aufgenommen werden. Foto: sch

Eine Baustelle an der Mecklenbecker Straße ist in den vergangenen Tagen bei Anwohnern auf reichlich Unverständnis gestoßen: Einer der Nachbarn meldete sich in der Redaktion unserer Zeitung und brachte seine Verärgerung über die dortigen Verlegearbeiten zum Ausdruck. Von einer „Verschwendung von Steuergeldern“ war die Rede.

Dem Mann aus der Aaseestadt war aufgefallen, dass der Fuß- und Radweg im Abschnitt der Mecklenbecker Straße zwischen Bischopinkstraße und Vorländerweg in kurzer Zeit zweimal aufgerissen und anschließend wieder hergestellt wurde. Wenige Tage, nachdem dort mehrmonatige Arbeiten der Stadtwerke beendet worden seien, hätten Mitarbeiter einer von der Telekom beauftragten Firma den Fuß- und Radweg wieder aufgenommen, um Verlegearbeiten vorzunehmen. Auch sie seien ob der „Fehlplanung“ fassungslos gewesen, berichtete der Anwohner. Er bat darum, dem Missstand nachzugehen.

Ganz so einfach war dies nicht, denn eine Antwort der Deutschen Telekom ließ auf sich warten. Und zwischenzeitlich wurden auch die Arbeiten beendet.

Nach Auskunft von Sprecherin Lisa Schmees haben die Stadtwerke im betreffenden Bereich der Mecklenbecker Straße ab etwa Mitte April Gas- und Wasserleitungen, Niederspannungs- und Infokabel sowie ein Leerrohr verlegt. Im Vorfeld der mehrmonatigen Arbeiten hätten die Stadtwerke alle Ämter und Unternehmen, für die dies wichtig beziehungsweise nötig sei, über ihr Vorhaben unterrichtet. Dies sei bereits im Juli 2017 geschehen. Seitens der Telekom sei jedoch kein Bedarf für eine mögliche gemeinschaftliche Nutzung der Baustelle angemeldet worden, versichert Schmees. Auch aus ihrer Sicht wäre es „im Sinne der Bürger“ gewesen, die Arbeiten in einem Aufwasch durchzuführen.

Doch das scheint nach Auskunft von André Hofmann offenbar nicht möglich gewesen zu sein. Der Pressesprecher der Deutschen Telefon verweist darauf, dass sein Arbeitgeber erst im April diesen Jahres den Auftrag erhalten habe, für ein Neubauprojekt mit 17 Eigentumswohnungen an der Mecklenbecker Straße Telekommunikationsleitungen zu verlegen. Der Vertrag mit der in Rheine ansässigen Baufirma sei erst Mitte Mai unter Dach und Fach gewesen.

Für die auf einer Länge von etwa 250 Metern durchgeführten Verlegearbeiten habe der Fuß- und Radweg erneut aufgenommen werden müssen. „Das war unglücklich, ging aber nicht anders“, versichert der Telekom-Sprecher. Die separate Durchführung der Arbeiten an der Mecklenbecker Straße habe sich leider nicht vermeiden lassen. Gleichwohl könne von einer Steuergelder-Verschwendung keineswegs die Rede sei. Bei der Deutschen Telekom handele es sich nicht um die öffentliche Hand: „Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen.“

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