Wolfgang Schürmann gibt neuen Baumkalender heraus
Veteranen aus deutschen Landen

Münster-Mecklenbeck -

Bereits zum 14. Mal in jährlicher Folge hat Wolfgang Schürmann seinen beliebten Baumkalender veröffentlicht, auf den hiesige Naturfreunde mittlerweile meist schon mit Spannung warten.

Montag, 03.12.2018, 19:00 Uhr
Die alte Buche bei Haus Spital, Kalenderblatt-Motiv für den Oktober 2019, hält Wolfgang Schürmann für absolut „eindrucksvoll“.
Die alte Buche bei Haus Spital, Kalenderblatt-Motiv für den Oktober 2019, hält Wolfgang Schürmann für absolut „eindrucksvoll“. Foto: sch

Anno 2018 führte Wolfgang Schürmanns kalendarische Reise zu sehenswerten „Bäumen von vier Kontinenten“. Im kommenden Jahr geht die Reise nicht ganz so weit: „Diesmal geht es durchweg um deutsche Bäume“, sagt der Mecklenbecker. Und die sind nicht minder sehenswert. Unter dem Titel „Baumveteranen 2019“ hat Schürmann soeben seinen neuen Jahreskalender herausgegeben. Zwölf imposante Baumriesen prägen die Kalenderblätter.

Bereits zum 14. Mal in jährlicher Folge veröffentlicht Wolfgang Schürmann seinen beliebten Baumkalender, auf den hiesige Naturfreunde mittlerweile meist schon mit Spannung warten. Als versierter Dendrologe (Baumkundler) und passionierter Amateurfotograf hat sich der 66-Jährige weit über Münster hinaus einen Namen gemacht. Unter anderem pflegt er das Baumregister der Online-Datenbank für Bäume und Sträucher „Baumkunde.de“. Nicht zuletzt dieses Engagement führt ihn des Öfteren zu Reisen durch ganz Deutschland, bei denen er beeindruckende Bäume fotografiert.

Im neuen Kalender finden sich Exemplare aus fast allen Bundesländern, die ihresgleichen suchen, quasi Alleinstellungsmerkmal haben. So auch Nordrhein-Westfalens stärkste Buche mit ihrem geradezu ausladenden Wurzelwerk. Sie ziert das Kalenderblatt des Monats April und befindet sich am Ufer der Lippe bei Vinnum im Kreis Recklinghausen.

Zwischen 500 und 600 Jahre alt ist nach Schürmanns Schätzungen die abgestorbene knorrige Eiche, die er auf der Insel Vilm im Kreis Vorpommern-Rügen fürs Juni-Kalenderblatt ablichtete. Ex-DDR-Chef Erich Honecker dürfte den Baumveteranen zu Lebzeiten gekannt haben, befand sich doch sein einstiges Feriendomizil in unmittelbarer Nachbarschaft. „Er hat auf der Insel elf Datschen errichten lassen, in die er verdiente Parteifreunde einlud“, weiß Schürmann.

Alleinstellungsmerkmal hat auch Upmeyers Eiche. „Sie steht ganz allein mittig auf einem Feld und ist schon von Weitem her zu sehen“, erläutert der Naturliebhaber. Standort des vermutlich rund 400 Jahre alten Baums ist Wehringsdorf im Landkreis Osnabrück. Die monumentale Eiche mit ihrer kreisrunden Krone habe einen Stammumfang von sieben Metern und sei unter anderem auch schon Gegenstand eines Arte-Fernsehbeitrags gewesen, so der Mecklenbecker. Sie glänzt auf dem Kalender-Deckblatt der „Baumveteranen“.

Weitere Kalender-Motive führen zu schneebedeckten alten Obstbäumen an den Bodensee, zur mit viel Liebe und großem Engagement vom dortigen Heimatverein erhaltenen fast 500 Jahre alten Walkenstetter Linde im Alb-Donau-Kreis sowie auch zu einer rund 80 Jahre alten Buche bei Haus Spital in Gievenbeck. Sie wächst auf dem Rest eines einstigen Erdhügels und beeindruckt durch ihre auffällig breite Wurzelform. Schürmann findet den Baumveteranen so „eindrucksvoll“, dass er ihn nur allzu gerne als Naturdenkmal eingestuft sehen würde.

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Der Kalender „Baumveteranen“ im A 3-Format ist ab sofort zum Preis von 19,50 Euro in der Mecklenbecker Buchhandlung Lesezeit (Dingbängerweg 33) sowie im Roxeler Schreibwarengeschäft Kintrup (Pantaleonstraße 13) erhältlich. Die Auflage ist auf 100 Stück begrenzt.

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