Wacker Mecklenbeck
Offene Tür für Projektarbeit

Münster-Mecklenbeck -

Bei der Jahreshauptversammlung wurde es deutlich: Wacker Mecklenbecks Vereinsvorstand will mit verstärktem ehrenamtlichen Engagement künftig neue Wege gehen.

Dienstag, 04.12.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 18:54 Uhr
Wacker-Vorsitzender Ulrich Beckschulte (5.v.l.) und sein Vorstandsteam wollen den Aufbruch wagen.
Wacker-Vorsitzender Ulrich Beckschulte (5.v.l.) und sein Vorstandsteam wollen den Aufbruch wagen. Foto: sn

„Wacker startet den Aufbruch“, erklärte Ulrich Beckschulte , erster Vorsitzender des Mecklenbecker Sportvereins, auf der Jahreshauptversammung in der „Wackarena“. Ehrenamtlichkeit solle „neu definiert und gelebt werden“. Dies bedeute: „Wir wollen weg vom institutionalisiertem Job hin zu Projekten, die eigenverantwortlich durchgeführt werden.“ Beckschulte selbst war vom Konzept so angetan, dass er kurzerhand nicht, wie vor einem Jahr angekündigt, als erster Vorsitzender aufhörte: Er trat erneut an.

„Wir wollen offener und geschmeidiger werden“, berichtete Beckschulte lebhaft von den Ergebnissen einer Vorstandsklausur im Haus Mariengrund. Dazu gehöre, dass jeder ein Projekt verwirklichen könne, vorzugsweise auch im Team. Dies könne etwa eine Skifreizeit sein, eine „Pfeil-und-Bogen-Gruppe“ oder, wer sich für die Umwelt engagieren möchte, auch das Aufsammeln von Papier auf dem Parkplatz des Mecklenbecker Sportvereins. Das Engagement kann vielfältig sein: „Jeder macht das, was er will und kann, und nicht das, was er muss.“

Schon beim Eintritt in den Verein sollten Potenziale des Neu-Mitglieds katalogisiert werden. Bereits jetzt soll eine Definition aller ehrenamtlichen Tätigkeiten erfolgen, die möglich sind. Dazu werde eine Liste erstellt, deren Ergebnisse im Rahmen eines „Auftaktevents“ im März 2019 in der Wackarena vorgestellt würden.

Der Verein hat derzeit 1894 Mitglieder, das sind 14 weniger als vor einem Jahr. „Das bewegt sich eindeutig noch in der Toleranzgrenze“, sagte Beckschulte. 39,8 Prozent der Mitglieder sind in der Fußball-Abteilung organisiert. 21,2 Prozent kann die Tennis-Abteilung für sich verbuchen, und das Eltern-Kind-Turnen ist mit 11,2 Prozent die drittgrößte Sparte im Verein. Die größte Altersgruppe stellen die Sieben- bis 14-Jährigen (21,8 Prozent), ansonsten sah Beckschulte die Mitglieder gut über die einzelnen Altersklassen verteilt.

Finanziell sieht es durchwachsen aus: Kassierer Julian Sandner musste von einigen Defiziten berichten – in den Abteilungen, aber auch im Hauptverein, der ein leichtes fünfstelliges Minus einfuhr. Es gebe stark gestiegene Kosten. Energiepreise und die Anhebung von Gehältern und Übungsleiterpauschalen, das alles gehe ins Geld. Deswegen, so Sandner, müsse es eine moderate Beitragsanpassung geben. Erwachsene zahlen künftig einen Euro mehr, also insgesamt 120 Euro. Jugendliche müssen nur 50 Cent mehr berappen (Jahresbeitrag: 66 Euro) und Familien 1,50 Euro (234 Euro). Die Beitragserhöhungen wurden einstimmig beschlossen.

Ebenfalls einstimmig war die Bestätigung von Ulrich Beckschulte als Vorsitzender. Daniel Fröndhoff ist weiterhin zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ludger Stegemann bleibt Beisitzer.

Neuer geistlicher Beirat ist Hendrick Werbick, der das Amt von Dr. Timo Weissenberg übernimmt, welcher sich auf Aufgaben in Roxel konzentrieren will.

Geehrt wurden Marcel Reimann, André Frankrone, Sebastian Heß-Domin und Patrik Herud für 25 Jahre Mitgliedschaft. 40 Jahre sind schon Maria Schröer und Dieter Geise mit dabei. Und schließlich konnte sich Rudolf Müller über die Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft freuen.

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