Neuer „Bahnhof“ in Mecklenbeck
„Kleiner, aber feiner Haltepunkt“

Münster-Mecklenbeck -

Dass die Züge der Deutschen Bahn ab 9. Dezember nach 27-jähriger Pause in Mecklenbeck wieder Station machen stieß bei der vorgezogen Einweihungsfeier auf allgemeine Zustimmung.

Mittwoch, 05.12.2018, 19:00 Uhr
So sieht es aus, wenn die Züge der Regionalbahn künftig in Mecklenbeck Station machen: Etliche Bürger sahen sich bei der Einweihungsfeier schon mal auf dem neuen Bahnsteig um.
So sieht es aus, wenn die Züge der Regionalbahn künftig in Mecklenbeck Station machen: Etliche Bürger sahen sich bei der Einweihungsfeier schon mal auf dem neuen Bahnsteig um. Foto: Oliver Werner

Daran, dass der neue Stadtteilbahnhof nicht nur für Mecklenbeck sondern für ganz Münster und das Umland von Bedeutung sein wird, ließ Markus Lewe keinen Zweifel: „Es geht um ein wichtiges Verkehrsknotenprojekt“, hob der Oberbürgermeister beim Vor-Ort-Termin am Mittwoch hervor. Die Deutsche Bahn hatte zur vorgezogenen Einweihung des Schienenhaltepunkts eingeladen: Er geht am Sonntag (9. Dezember) in Betrieb.

Angesichts beständig steigender Verkehrsströme, einer betagten Infrastruktur und damit einhergehender Mobilitätsprobleme sei der neue Haltepunkt aus städtischer Sicht ganz besonders zu begrüßen, ließ Lewe die zahlreichen Gäste wissen. Die Deutsche Bahn sei ein wichtiger Partner, um diese Probleme zu lösen. Für Mecklenbeck werde der neue Bahnhof nicht nur deshalb eine Bereicherung sein, weil Pendler ihn fortan nutzen könnten. Sondern auch deshalb, weil er die örtlichen Neubaugebiete an den Öffentlichen Personennahverkehr anschließe. Darüber hinaus trage die Realisierung des Schienenhaltepunkts mit dazu bei, dass es in einigen Jahren keine langen Warteschlangen am Bahnübergang Heroldstraße mehr geben werde.

Wenn ab Sonntag kurz nach Mitternacht am 120 Meter langen und 76 Zentimeter hohen Bahngleis der erste Zug halte, könnten die Mecklenbecker sich über einen „kleinen, aber feinen Haltepunkt“ freuen, hob Münsters Bahnhofmanager Michael Jansen hervor.

Zudem verwies Jansen darauf, dass im Zusammenhang mit der geplanten Verlegung der Heroldstraße eine Eisenbahnüberführung mit einer Brückenfläche von stolzen 685 Quadratmetern und darüber hinaus auch ein neues Elektronisches Stellwerk gebaut worden seien. Die Einweihungsfeier sei ein vorzeitiges Nikolausgeschenk für die Bürger des münsterischen Stadtteils. Bis zur Eröffnung würden auch die noch fehlenden Wetterschutzunterstände installiert.

Dass Mecklenbeck nach 27 Jahren wieder einen Schienenhaltepunkt habe, und Bürger fortan schnell, stressfrei und ohne Stau in die City fahren könnten, sei für den Ort und dessen neue Wohngebiete „ein Komfortgewinn“, meinte Josef Schliemann. Als Ratsherr für Mecklenbeck zählte der Christdemokrat zu den zahlreichen münsterischen Kommunalpolitikern, die bei der Einweihungsfeier mit von der Partie waren und die Projekt-Realisierung begrüßten.

Auch etliche Mecklenbecker Bürger ließen es sich nicht nehmen, an der Feier teilzuhaben. So auch der 80-jährige ehemalige Eisenbahner Ernst Höppener, dessen Vater bis 1954 Mecklenbecks Bahnhofsvorsteher war. Er hatte eine aus dem Jahre 1958 stammende Fahrkarte für die Strecke Mecklenbeck – Münster-Hauptbahnhof mitgebracht.

Ortshistoriker Karlheinz Pötter wiederum übergab den Vertretern der Bahn eine Dankesurkunde des örtlichen Bürgervereins sowie des Geschichts- und Heimatkreises. Damit wolle man das Engagement für die Schaffung des Haltepunkts würdigen, sagte er.

Auch von Seiten der Kommunalen Seniorenvertretung gab es Lob: „Wir begrüßen, dass der Bahnhof behindertengerecht und barrierefrei ausgebaut wurde und unter anderem auch über ein Blindenleitsystem verfügt“, stellte dessen Vorstandsmitglied Dr. Gerhard Bonn klar.  

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