Eröffnung des Mecklenbecker „Bahnhofs“
„Jungfernfahrt“ mit Lokalpolitikern

Münster-Mecklenbeck -

Am Sonntag (9. Dezember) war es soweit: Um 8.08 Uhr fuhr vom Hauptbahnhof der erste Zug zum neuen Schienenhaltepunkt Mecklenbeck. Drei Lokalpolitiker waren mit an Bord.

Sonntag, 09.12.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 11:48 Uhr
Gruppenfoto vor der „Jungfernfahrt“: Zugführer Stefan Kiefhaber (2.v.l.) brachte die Mecklenbecker Lokalpolitiker (v.l.) Peter Wolfgarten, Marianne Koch und Udo Junge sicher in ihren Heimatstadtteil.
Gruppenfoto vor der „Jungfernfahrt“: Zugführer Stefan Kiefhaber (2.v.l.) brachte die Mecklenbecker Lokalpolitiker (v.l.) Peter Wolfgarten, Marianne Koch und Udo Junge sicher in ihren Heimatstadtteil. Foto: sch

Sonntagmorgen, 8.08 Uhr, Münster-Hauptbahnhof. Auf Bahngleis 2 steigt eine Premiere: Der erste öffentliche Zug zum neuen Schienenhaltepunkt am Mecklenbecker Stadtbereichszentrum setzt sich in Bewegung. Sieben Minuten dauert es, bis Lokführer Stefan Kiefhaber mit der Regionalbahn 63 im münsterischen Stadtteil Station macht. 27 Jahre hat dort kein Zug mehr gehalten. Das wird fortan nicht mehr der Fall sein, die Deutsche Bahn (DB) steuert Mecklenbeck – wie berichtet – ab sofort wieder regelmäßig an.

Bei der nach Angaben der Düsseldorfer DB-Pressestelle ersten offiziellen Fahrt und dem damit verbundenen ersten Halt am neuerbauten Schienenhaltepunkt waren drei Mecklenbecker mit von der Partie: SPD-Ratsfrau Marianne Koch sowie die Bezirksvertreter Udo Junge ( SPD ) und Peter Wolfgarten (CDU). Sie freuen sich darüber, dass ihr Heimatort endlich wieder auf dem DB-Fahrplan zu finden ist. Auf dem Bahnsteig wurden sie von einem Bahn-Mitarbeiter begrüßt und mit einem Schoko-Nikolaus samt Aufkleber „Münster-Mecklenbeck“ beschenkt. Das Unternehmen ließ es sich am Premierentag nicht nehmen, die Fahrgäste zum neuen Haltepunkt mit einer kleinen Überraschung zu bedenken.

Doch damit nicht genug: Eigens um bei der Premiere dabei zu sein, war Zugbegleiter Alfred Kemmler im Einsatz. Er kann sich noch daran erinnern, wie Züge vor rund drei Jahrzehnten in Mecklenbeck anhielten. „1986 bin ich dort letztmals ausgestiegen“, berichtete der Münsteraner.

Dass die drei Lokalpolitiker bei der „Jungfernfahrt“ im Abteil saßen, verstand sich von selbst: Wiederholt hatten sie und ihre Fraktionen sich in den vergangenen Jahren dafür stark gemacht, Mecklenbeck erneut ans Schienennetz zu bekommen, um damit umweltfreundlicheren ÖPNV-Verkehr voranzubringen.

Das vergangene Wochenende sei ein ganz besonderes gewesen, waren sich Wolfgarten und Junge einig: „Borussia Dortmund hat gegen Schalke 04 gewonnen, und die Bahn hält wieder in Mecklenbeck. Was wollen wir mehr?“, freute sich das Duo. Dass es im münsterischen Stadtteil wieder einen Schienenhaltepunkt gebe, sei ein „wichtiger Beitrag zur modernen Mobilität“, betonte der christdemokratische Bezirksvertreter.

Sie freue sich ganz besonders darüber, dass Mecklenbecks neuer „Bahnhof“ barrierefrei sei, unterstrich Marianne Koch, die auch als engagierte Vorsitzende der städtischen Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen bekannt ist.

Wird der neue Bahnhof am Stadtbereichszentrum fortan werktags zu Stoßzeiten im Halbstundentakt und ansonsten im Stundentakt angefahren, so hoffen die Lokalpolitiker darauf, den Halbstundentakt in absehbarer Zeit möglichst zur Regel zu machen. „Es wäre wichtig, dass hinzukriegen“, sagt Peter Wolfgarten. Nicht minder wichtig werde sein, dass das neue ÖPNV-Angebot auf großen Zuspruch stoße, meinen die Lokalpolitiker. Sie appellieren an die Bürger, insbesondere an die Berufspendler, den Mecklenbecker Bahnhaltepunkt künftig rege zu nutzen.

Bei der „Jungfernfahrt“ am Sonntag waren die Drei übrigens noch die Einzigen, die zu früher Stunde vom neuen Angebot Gebrauch machten. Beim münsterischen Bahnhofsmanager Michael Jansen will sich das Trio jetzt dafür stark machen, dass die versprochenen, aber noch fehlenden Wetterschutzhäuschen noch in dieser Woche auf dem Bahnsteig installiert werden.

Marianne Koch berichtet zudem von Gesprächen mit der Mecklenbecker Aldi-Filialleitung: Beim Discounter mache man sich bereits Sorgen, ob die Parkplätze im Stadtbereichszentrum ausreichend seien, um künftig auch noch von Bahnkunden genutzt zu werden.

 

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