Bürgerzentrum Hof Hesselmann
Tipps für ein sicheres Zuhause

Münster-Mecklenbeck -

Das Interesse war beachtlich: Etliche Mecklenbecker ließen es sich nicht nehmen, sich im Hof Hesselmann von Fachleuten der münsterischen Polizei über das Thema „Einbruchschutz“ informieren zu lassen.

Mittwoch, 06.02.2019, 21:00 Uhr
Infoveranstaltung im Bürgerzentrum Hof Hesselmann: Zahlreiche Mecklenbecker ließen sich vom Polizeibeamten Volker Kriens über die von Fachleuten empfohlenen Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen informieren.
Infoveranstaltung im Bürgerzentrum Hof Hesselmann: Zahlreiche Mecklenbecker ließen sich vom Polizeibeamten Volker Kriens über die von Fachleuten empfohlenen Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen informieren. Foto: sch

Mecklenbeck ist keine Insel der Glückseligen. Auch die Bewohner des münsterischen Stadtteils sind alles andere als vor Einbrüchen gefeit. Auch dort wird von Zeit zu Zeit in Häuser und Wohnungen eingebrochen. Deshalb verwunderte es nicht, dass das jüngste Informationsangebot der Polizei Münster im Bürgerzentrum Hof Hesselmann gleich etliche Besucher anzog. Drei Stunden lang konnten sich die Mecklenbecker dort über das Thema „Einbruchschutz“ informieren.

Mit den Polizeibeamten Volker Kriens und Thomas Klaverkamp waren zwei Fachleute vor Ort, die sich im Hinblick auf Einbrüche bestens auskennen und den Bürgern dabei helfen können, die eigenen vier Wände vor beutesuchenden Eindringlingen möglichst sicher zu machen.

Wer der Ansicht ist, dass Einbrecher nur und ganz gezielt das Domizil wohlhabender Leute aufsuchen, der irrt: Die Aussicht auf nur 50 oder 100 Euro Beute reiche den meisten Tätern schon, um sich Zugang in fremde Wohnungen zu verschaffen. „Deshalb ist eigentlich jeder von uns gefährdet“, stellt Volker Kriens klar. Einbrecher suchten sich im Regelfall Wohnungen aus, deren Bewohner nicht anwesend seien und in die sie möglichst schnell hineinkommen könnten. Geringer Arbeitsaufwand und geringes Entdeckungsrisiko seien für die Täter die ausschlaggebenden Kriterien bei der Abwägung, wo eingebrochen werde.

Den Tätern ist laut Thomas Klaverkamp gemein, dass sie bei ihrem kriminellen Treiben unbeobachtet bleiben und mit niemandem in Kontakt kommen wollen. Deshalb werde im Vorfeld der Straftaten meist genau ausgekundschaftet, ob jemand zu Hause sei und deshalb gerne auch an den Türen geschellt: „Ein Großteil der Täter klingelt aggressiv.“ Mit Ausreden, dass man nach einem Nachbarn suche oder um Spenden bitte, werde reagiert, wenn jemand dann doch noch unerwartet die Haus- oder Wohnungstür aufmache. Bei den Tätern handele es sich keineswegs ausschließlich um Männer: Auch Frauen und Mädchen begingen Einbrüche, so die Polizeibeamten.

In etwa 80 Prozent der Fälle würden die Übeltäter über unzureichend gesicherte – und deshalb schnell und ohne großen Aufwand zu öffnende – Türen und Fenster in Häuser und Wohnungen eindringen, die ruckzuck aufgehebelt würden, weiß Thomas Klaverkamp. Dass Einbrecher mit Gewalt Fenster einschlagen und es zum „Glasdurchstieg“ komme, sei lediglich in ein bis zwei Prozent der Fälle zu verzeichnen.

Um Einbrechern einen Riegel vorzuschieben, haben Thomas Klaverkamp und Volker Kriens vielerlei Tipps parat. So können Fenster, Türen und Verglasungen einbruchshemmend aus- oder nachgerüstet werden. Dazu gibt es den kostenlosen Leitfaden „Mechanischer Einbruchschutz“, der über die Grundlagen der Einbruchsverhinderungstechnik informiert. Wichtig ist zudem eine aufmerksame Nachbarschaft.

Obendrein können auch noch Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, Überwachungskameras, Schließsysteme und Smarthome-Komponenten installiert werden. Vorschläge dazu gibt es im Leitfaden „Elektronischer Einbruchschutz“. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können einige der Einbruchsschutzmaßnahmen sogar finanziell gefördert werden.

Dass insbesondere mechanischer Einbruchschutz für ein sicheres Zuhause absolut empfehlenswert ist, steht für die Fachleute außer Frage. Oftmals werde beim Bau von Häusern und Wohnungen aus Kostengründen daran gespart, weiß Thomas Klaverkamp. So gebe es Bauträger-Immobilien, in die sich Täter „in nur zehn bis 15 Sekunden“ Zutritt verschaffen könnten.

Zum Thema

Infos zum Thema „Einbruchschutz“ geben die Experten der Polizei unter ' 27 511 11. Auch im Internet sind Tipps unter www.zuhause-sicher.de sowie www.riegelvor.nrw.de abrufbar.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6374376?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Nachrichten-Ticker