Neubaugebiet am Schwarzen Kamp
Schmutz und Staub bereiten Sorgen

Münster-Mecklenbeck -

Den Nachbarn vom Schwarzen Kamp bereiten die Fahrzeuge, die im und am benachbarten Baugebiet unterwegs sind, immer wieder Ärger: Ihre Straße wird verunreinigt, doch nur selten gesäubert.

Dienstag, 12.03.2019, 19:00 Uhr
Matsch auf der Fahrbahn: Ernst Schudzich (l.) und sein Nachbar Josef Tebel hoffen, dass der Schwarze Kamp künftig regelmäßig gereinigt wird. Der Schmutz von den Baustellen-Fahrzeugen ist auch auf Grünflächen und Gartentischen zu finden.
Matsch auf der Fahrbahn: Ernst Schudzich (l.) und sein Nachbar Josef Tebel hoffen, dass der Schwarze Kamp künftig regelmäßig gereinigt wird. Der Schmutz von den Baustellen-Fahrzeugen ist auch auf Grünflächen und Gartentischen zu finden. Foto: sch

Im Juni vergangenen Jahres war es Oberbürgermeister Markus Lewe , der auf dem ehemaligen Beresa-Terrain an der Weseler Straße per Bagger den symbolischen ersten Spatenstich vornahm. Spätestens seitdem herrscht auf dem rund 42 000 Quadratmeter großen Areal, auf dem 299 Mietwohnungen sowie 34 Reihenhäuser entstehen, reges Treiben: Lkw von Baufirmen und Zulieferern fahren hin und her, was nicht nur mit Lärm und Abgasbelastungen, sondern auch mit reichlich Schmutz verbunden ist. Kein Wunder, dass Anwohner wie Ernst Schudzich sich gehörig darüber ärgern.

Dass in seiner Nachbarschaft dringend benötigter neuer Wohnraum geschaffen werde, das störe ihn nicht. Damit habe er sich arrangiert, sagt Schudzich, der am Schwarzen Kamp zu Hause ist. Vor seinem Wohnhaus mündet die zentrale Erschließungsstraße des Neubaugebiets – sie wurde bereits Goldenbergstraße getauft – in den Schwarzen Kamp. Tagsüber herrscht dort reichlich Lkw-Verkehr. Und da die Fahrzeuge Baustellen ansteuern und beliefern, fällt dabei allerhand Dreck an, der zum Ärger der Nachbarn meist wochenlang liegen bleibt und bei entsprechender Witterung Staubwolken mit sich bringt.

„Im Dezember ist die Straße hier letztmals vernünftig gereinigt worden“, berichtet Schudzich. Wiederholt habe er bei der Stadt angerufen und um regelmäßiges Säubern des Schwarzen Kamps gebeten, doch geholfen habe dies keineswegs: „Da wird gar nichts gemacht.“

So wie seine Nachbarn wurmt es den Mecklenbecker, dass bei Regen Matsch auf der Fahrbahn und dem angrenzenden Bürgersteig liegt, der zwangsläufig in Häuser und Einfahrten der Anlieger getragen wird. Sei das Wetter warm und trocken, dann gebe es Staubwolken, die sich rundum verteilten. Beim Sitzen auf der Terrasse habe er deshalb fast schon eine Staublunge bekommen, sagt Schudzich und zeigt auf den Gartentisch, der mit einer grauen Schmutzschicht überzogen ist. Gleiches gilt für die Grünpflanzen seiner Gartenhecke, die ebenfalls stark ergraut sind.

Wenn ein Landwirt mit dem Trecker vom Acker komme und dabei öffentliche Straßen verunreinige, dann müsse er diese Hinterlassenschaften anschließend beseitigen. Warum das mit Baustellenfahrzeugen am Schwarzen Kamp nicht geschehe, könne er nicht verstehen, sagt der Mecklenbecker. Warum klappe es da nicht?

„Die Situation am Schwarzen Kamp ist schwierig“, erläutert Maria Koordt vom städtischen Tiefbauamt. An den Arbeiten im dortigen Neubaugebiet seien mehrere Firmen beteiligt. Diese würden von der Stadt regelmäßig darauf aufmerksam gemacht, dass Verunreinigungen beseitigt werden müssten. Das werde auch kontrolliert, gleichwohl könne man nicht verhindern, dass es dabei auch Versäumnisse geben könne, so die Baustellen-Ansprechpartnerin. Sie werde sich darum kümmern und Druck machen, dass regelmäßig gereinigt werde. Sobald die Erdarbeiten bewältigt seien, werde sich die Situation ohnehin entschärfen. Nachbarn rät Koordt bis dahin dazu, die Stadt und die jeweiligen Firmen anzurufen, wenn Verunreinigungen zu beseitigen sind.

Einen kurzfristigen Erfolg können die Anwohner soeben vermelden: Die Ahauser Firma Grenzland-Bau GmbH, die im Mecklenbecker Baugebiet 174 Wohnungen errichtet, lässt den Schwarzen Kamp jetzt in Privatregie reinigen. Das werde fortan jeden Abend passieren, verspricht deren Bauleiter Andreas Werner.

Ernst Schudzich freut sich darüber: „Ich hoffe nur, dass das auch so bleibt!“

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