Meyerbeerstraße
Der Durchgangsverkehr soll raus

Münster-Mecklenbeck -

Anwohner der Mecklenbecker Meyerbeerstraße haben sich mit einer Bürgeranregung an die Stadt Münster gewandt: Darin machen sie sich für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen stark.

Mittwoch, 27.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 18:16 Uhr
Blick in die Meyerbeerstraße: Die Zufahrt zur Weseler Straße sei „übertrieben breit“, meint die Nachbarschaftsinitiative. Sie fordert, dass die Zufahrt umgebaut wird.
Blick in die Meyerbeerstraße: Die Zufahrt zur Weseler Straße sei „übertrieben breit“, meint die Nachbarschaftsinitiative. Sie fordert, dass die Zufahrt umgebaut wird. Foto: sch

Anwohner der Meyerbeerstraße haben Unterschriften gesammelt, örtliche Politiker kontaktiert und der Stadt eine Bürgeranregung eingereicht: In dem siebenseitigen Schreiben, das an Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine adressiert ist, setzt sich die Nachbarschaftsinitiative für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in ihrer Straße ein.

„Zusammengefasst in einem Satz ist unser Anliegen, dass die Meyerbeerstraße effizient verkehrsberuhigt wird, um die veraltete Situation der aktuellen und zu erwartenden Anwohnerstruktur sowie dem aktuellen und zu erwartenden Verkehr anzupassen“, heißt es in der Bürgeranregung. Verwiesen wird darauf, dass es im Laufe der vergangenen Jahre diverse Veränderungen bei der Besiedlung der Straße gegeben habe. Zudem werde es künftig auch im Umfeld größere Veränderungen (Beresa-Neubaugebiet, Verschwenkung der Heroldstraße) geben. All dies mache „eine Aktualisierung der Planungen und Überlegungen“ notwendig.

Den Unterzeichnern der Anregung schwebt vor, dass der Verkehr in der Meyerbeerstraße künftig „möglichst weitgehend“ auf die unmittelbaren Anlieger beschränkt wird. Schleich- und Durchgangsverkehr soll raus. Gegebenenfalls sollen auch die Wohnstraßen des näheren Umfelds im eng umrissenen Bereich zwischen Mecklenbecker Straße, Dingbängerweg, Weseler Straße und Meckmannweg in die Maßnahme einbezogen werden. Verkehr aus anderen Bereichen Mecklenbecks, anderen Stadtteilen oder gar von außerorts will die Nachbarschaft nicht mehr durch die Meyerbeerstraße rollen sehen. Der soll über die Verkehrsadern Weseler Straße, Dingbängerweg sowie die Mecklenbecker Straße geführt werden.

Die Nachbarschaftsinitiative regt an, die Meyerbeerstraße zur Tempo-30-Zone zu machen und zudem Sperren auf der Fahrbahn zu installieren. Freiburger Kegel, Sperrpfosten- und -poller sollen gleich an mehreren Stellen dafür sorgen, dass kein Durchgangsverkehr mehr erfolgen kann. Fußgänger und Radfahrer sollen die Sperren jedoch problemlos passieren können.

Um eine möglichst wirkungsvolle Verkehrsberuhigung zu erzielen, stellen sich die Unterzeichner der Bürgeranregung Sperren an gleich drei Stellen vor: 1.) auf der Ost-West-Achse zwischen dem Beresa-Areal und der Einmündung Am Hof Schultmann 2.) auf der Ost-West-Achse zwischen dem Spielplatz und der Einmündung in den Dingbängerweg sowie 3.) auf der Straße Am Hof Schultmann als Nord-Süd-Achse.

Darüber hinaus soll die von der Weseler Straße in die Meyerbeerstraße führende Zufahrt „zurückgebaut und an die Bedürfnisse eines Wohngebiets angepasst werden“, heißt es in der Bürgeranregung weiter. Diese sei „übertrieben breit“ und könne bei der Eröffnung der verschwenkten Heroldstraße in absehbarer Zeit viel unerwünschten Verkehr in die Meyerbeerstraße bringen.

Wie es im Schreiben an den Bezirksbürgermeister heißt, ist sich die Initiative darüber im Klaren, dass Sperren den Nachteil haben, dass manche Anlieger „mit dem Pkw nicht immer den kürzesten Weg nehmen könnten“. Es verstehe sich aber von selbst, dass die Verwehrung von Abkürzungen nicht nur den externen Verkehr sondern auch die Anwohner selbst treffen werde. Doch dieser geringe Nachteil werde „von den Umwelt- und Sicherheitsvorteilen für die Anlieger der Meyerbeerstraße und der Straße Am Hof Schultmann deutlich aufgewogen“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6500831?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
Keine Ruhe im Rattenhaus - Nachbarin reißt Geduldsfaden
Maßnahmen gegen die Ratten von nebenan: Das Grün vor dem Wohnzimmerfenster wurde zurückgeschnitten, die Löcher im Gemäuer wurden verfüllt.
Nachrichten-Ticker