Neue Reha-Einrichtung in Dienst gestellt
Auf 1700 Quadratmetern wird geholfen

MÜNSTER-MECKLENBECK -

Dieser Platz soll jungen Menschen eine neue Zukunft geben.

Dienstag, 02.04.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 18:54 Uhr
Am Elisabeth-Hürten-Weg 2 steht das neue Gebäude des „Vereins für soziale Teilhabe und psychische Gesundheit“.
Am Elisabeth-Hürten-Weg 2 steht das neue Gebäude des „Vereins für soziale Teilhabe und psychische Gesundheit“. Foto: sn

„Wir kommen nicht mit einem neuen Konzept“, stellte Hans Mair , der Aufsichtsratsvorsitzende des Vereins „Für soziale Teilhabe und psychische Gesundheit“ (FSP), klar, „sondern mit einem neuen Haus“. Und das steht in Mecklenbeck, am Elisabeth-Hürten-Weg 2. Dort fand die Einweihung der neuen Reha-Einrichtung statt, nachdem schon 2018 die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte.

Das Bauprojekt, das auf insgesamt 1700 Quadratmetern verwirklicht wurde, habe vier Millionen Euro gekostet, so Jörg Barlsen , FSP-Vorstandsmitglied. Eine Summe, die zum größten Teil durch den Verein selbst aufgebracht wurde. Die Menschen, die von der bisherigen Einrichtung des Vereins an der Gartenstraße mit umgezogen seien, fühlten sich dort wohl, sagte Mair.

Es geht dabei um junge Menschen, die Orientierung und Halt verloren haben. „Sie sind nicht mehr in der Lage, Studium und Ausbildung zu Ende zu bringen“, erklärte Sabrina Sajtos, die Leiterin der Reha-Einrichtung am Elisabeth-Hürten-Weg. Sie betonte, dass sowohl eine berufliche, als auch eine medizinische Betreuung notwendig seien.

Geschäftsführer

Thomas Keck, der Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, erklärte, dass die Verdichtung in der Arbeitswelt zunehme. Die damit verbundene größere psychische Belastung sei auch eine gesamtgesellschaftliche Frage. Die Deutsche Rentenversicherung lege Wert auf die Qualität der jeweiligen Behandlungseinrichtung. Es sei nicht trivial zu betonen, dass sie mit verschiedenen Partnern vernetzt sein müsse.

Das sah Marianne Koch, SPD-Ratsfrau und Mitglied der städtischen Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, als Vorteil Mecklenbecks an. Der Stadtteil sei gut vernetzt, die Rehabilitanden könnten Kontakt finden, aber auch Ruhe, betonte sie. In der Einrichtung gäbe es nicht nur Heilung, sondern auch Orientierung. Mecklenbeck sei optimal als Standort.

Der FSP bietet am Elisabeth-Hürten-Weg 25 stationäre und sechs ambulante Plätze an, die für junge Leute bestimmt sind, bei denen Depressionen, Psychosen oder Angsterkrankungen diagnostiziert wurden.

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