Geschichts- und Heimatkreis Mecklenbeck
Auf den Spuren einer Malerfamilie

Münster-Mecklenbeck -

Im Mecklenbecker Bürgerzentrum Hof Hesselmann findet am 26. Mai eine ganz besondere Jubiläumsfeier statt: Sie wird im Zeichen des Künstlerpaares Otto und Paula Modersohn stehen.

Dienstag, 14.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 17:02 Uhr
Kunstinteressiertes Trio (v.l.): Karlheinz Pötter, Josef Dobner und Bernd Löckener mit einer von rund 30 Modersohn-Tafeln, die bei der Jubiläumsfeier am 26. Mai im Bürgerzentrum Hof Hesselmann zu sehen sein werden.
Kunstinteressiertes Trio (v.l.): Karlheinz Pötter, Josef Dobner und Bernd Löckener mit einer von rund 30 Modersohn-Tafeln, die bei der Jubiläumsfeier am 26. Mai im Bürgerzentrum Hof Hesselmann zu sehen sein werden. Foto: sch

Gleich doppelten Grund zum Feiern gibt es am 26. Mai (Sonntag) für den Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis: Anno 2019 stehen das runde Jubiläum „25 Jahre Modersohnweg am Aasee“ und zudem das Jubiläum „30 Jahre Modersohn-Forschung von unten“ ins Haus. Das will der Kreis um seinen Ehrenvorsitzenden Karlheinz Pötter natürlich mit zahlreichen Gästen feiern. Auch Ursula Warnke, Vorsitzende des Stadtheimatbunds, und Stadtheimatpfleger Heinz Heidbrink haben sich dazu im Bürgerzentrum Hof Hesselmann angesagt.

„Gemeinsam mit vielen Modersohn-Freunden wollen wir bei Kaffee und Gebäck unsere Modersohn-Aktivitäten Revue passieren lassen und vorwärtsblicken“, sagt Pötter. Seit Jahrzehnten hat sich der Mecklenbecker Historiker – wie berichtet – mit dem Künstlerehepaar Otto Modersohn (1865 - 1943) und Paula Modersohn-Becker (1876 - 1907) sowie deren Kindern Mathilde (1907 - 1998) und Christian (1916 - 2009) befasst. Aus Pötters Feder stammt unter anderem auch das im Jahre 1993 erschienene Buch „Otto Modersohn in und um Münster – 1884 bis 1889“. Es kam damals mit einem vielbeachteten Kapitel über die bis dahin unbekannte Beziehung Paula-Modersohn-Beckers zur Stadt Münster heraus. Passend zur Buchveröffentlichung gab es eine Modersohn-Ausstellung im Stadtmuseum und Wanderungen, die Pötter durchführte. Immerhin war Otto Modersohn, den viele Kunstfreunde eher mit seinem späteren Domizil Worpswede verbinden, von 1874 bis 1889 in Münster zu Hause. Rund um Mecklenbeck und im Aatal fand er eine Vielzahl von Motiven für seine Gemälde, zu denen bekanntlich auch das Werk „Sommerfreuden bei Haus Kump“ (1889) zählt. Pötters Engagement ist es zu verdanken, dass es seit 2002 im münsterischen Stadtmuseum präsentiert werden kann.

Im Rahmen seiner intensiven Modersohn-Recherchen hatte Pötter viele Male Gelegenheit, sich mit Mathilde und Christian Modersohn zu treffen und Gemälde-Forschungen zu betreiben. Denn immer wieder tauchen Werke Otto Modersohns auf. Und auch dessen Sohn Christian war als Maler aktiv. „Auch er hat Haus Kump gemalt – allerdings im Abstand von 105 Jahren“, sagt Pötter. Über all das und noch vieles mehr will der Ehrenvorsitzende bei der Jubiläumsfeier den Gästen berichten. Im Mecklenbecker Bürgerzentrum werden zudem rund 30 großformatige Infotafeln mit vielen Fotos zu sehen sein, die Pötters intensive Modersohn-Forschungen dokumentieren.

Und ganz besonders wird es am 25. Mai auch um den vielen Münsteranern bekannten Modersohnweg entlang des Aasees gehen. Er wurde im Mai 1994 eingeweiht und auf Initiative Pötters und seiner Mitstreiter mit 13 Erklärungstafeln ausgestattet. Eine Vielzahl von Natur- und Landschaftsgemälden, die das Frühwerk Otto Modersohns prägen, zeigen Motive aus dem dortigen Aatal. Doch auch über Paula Modersohn-Becker wird auf einer der Schautafeln informiert.

Bei der Jubiläumsfeier im Hof Hesselmann werden übrigens auch der münsterische Postkarten-Sammler Bernd Löckener, der ebenfalls ein Faible für die große Malerfamilie hat, und Josef Dobner mit von der Partie sein. Letztgenannter war mit dabei, als das Gemälde „Sommerfreuden bei Haus Kump“ nach Münster geholt wurde. So wie Karlheinz Pötter würden sie sich darüber freuen, wenn bei der Feier ein münsterischer Modersohn-Freundeskreis aus der Taufe gehoben werden könnte: „Modersohn und Münster – es gibt so viele Verknüpfungspunkte.“

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Die Jubiläumsfeier am 26. Mai im Bürgerzentrum Hof Hesselmann (Am Hof Hesselmann 10) findet ab 15 Uhr statt. Alle Interessierten sind dazu willkommen.

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