Stadtbereichszentrum Mecklenbeck
„Parking Pilot“ bereitet Sorgen

Münster-Mecklenbeck -

Ein neuartiges Überwachungssystem soll gewährleisten, dass die Kundenparkplätze im Stadtbereichszentrum an der Weseler Straße nicht über längere Zeiträume zugeparkt werden. Das sehen Nutzer des dortigen Schienenhaltepunkts allerdings recht kritisch.

Donnerstag, 16.05.2019, 19:00 Uhr
Schilder an den Masten kündigen es bereits an: Im Mecklenbecker Stadtbereichszentrum, das sich in Privatbesitz befindet, darf in Kürze nur noch 180 Minuten geparkt werden. „smarte Sensoren“ in der Bodenpflasterung der Stellflächen überwachen die jeweilige Parkdauer.
Schilder an den Masten kündigen es bereits an: Im Mecklenbecker Stadtbereichszentrum, das sich in Privatbesitz befindet, darf in Kürze nur noch 180 Minuten geparkt werden. Smarte Sensoren in der Bodenpflasterung der Stellflächen überwachen die jeweilige Parkdauer.

So mancher, der beim Parken vor einem Supermarkt auf privater Fläche schon mal die Parkscheibe vergessen hat und dann ein teures Knöllchen berappen musste, mag sich darüber freuen. Manche Nutzer des neuen Mecklenbecker Schienenhaltepunkts werden dies vermutlich nicht: Ab Montag (20. Mai) werden die Kundenparkplätze des Stadtbereichszentrums an der Weseler Straße mit einem neuartigen System überwacht, das Parkscheiben überflüssig macht. Allerdings bedeutet das auch, dass motorisierte Nutzer des Bahnhaltepunkts Probleme bekommen könnten.

Gab es bislang keine Restriktionen beim Parken im in Privatbesitz befindlichen Stadtbereichszentrum, so wird es diese künftig geben, denn das Düsseldorfer Unternehmen „Safe Place“ überwacht die dortigen Parkplätze. Wer sein Auto abstellt, darf ab Montag nur noch 180 Minuten parken. Andernfalls droht eine saftige Vertragsstrafe in Höhe von 19,90 Euro.

Die Überwachung wird mit einem neuartigen System gewährleistet, das sich „Parking Pilot“ nennt und vom Nürnberger Start-up-Unternehmen „Smart City System“ stammt. Dabei kommen batteriebetriebene Parksensoren auf dem Boden der Stellplätze zum Einsatz, die drahtlos über eine Zentralstation mit dem Internet verbunden sind.

Die robusten Sensoren erfassen stellplatzgenau, wie lange geparkt wird und ob die 180 Minuten überschritten werden. „Smartes Parkflächen-Management“ nennt sich dies. Parkscheiben werden fortan nicht mehr gebraucht. Der Investor des Stadtbereichszentrums sei an ihren Arbeitgeber herangetreten, denn es habe dort Parkplatzprobleme gegeben, war von einer Sprecherin der Düsseldorfer Überwachungsfirma zu erfahren.

Doch es gibt Mecklenbecker, denen die Neuerung auf den Parkflächen des Stadtbereichszentrums offenbar überhaupt nicht gefällt. Einer davon schrieb der Redaktion unserer Zeitung bereits eine E-Mail. Der Bahnhaltepunkt Mecklenbeck werde von den Mecklenbeckern sehr gut angenommen. Umso bedauerlich sei es, dass nun sämtliche Stellplätze des Nahbereichszentrums mit Sensoren ausgestattet würden, um die Belegdauer zu Überwachen, heißt es in dem Schreiben.

Und weiter: „Einmal abgesehen von der Tatsache, dass die Höchstparkdauer jederzeit mit einem Mausklick im Überwachungssystem der Sensoren und mit einigen Pappschildern zur Bekanntgabe sehr schnell und preiswert geändert werden kann, ist hiermit eine Park & Ride-Funktion für den Bahnhaltepunkt gestorben. Sehr bedauerlich für die vielen alten Mecklenbecker, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und somit wieder mit dem Auto direkt in die Stadt fahren. So schafft man  keine Entlastung der Innenstadt!“ Bei den Verhandlungen zum Bau des Stadtbereichszentrums sei offenbar versäumt worden, auch für Park & Ride-Plätze zu sorgen.

Daraus, dass die aktuelle Situation alles andere als glücklich ist, macht Michael Grimm keinen Hehl. Münsters Tiefbauamtsleiter verweist darauf, dass die Stadt im Zuge des Projekts „Verschwenkung der Heroldstraße“ am Mecklenbecker DB-Haltepunkt acht Park & Ride-Plätze anlegen werde. Diese würden allerdings erst Ende 2021 / Anfang 2022 nutzbar sein. Geprüft werde zudem, ob die Anlage weiterer Plätze möglich sei.

Um Nutzer des Schienenhaltepunkts zeitnah zu helfen, will die Stadt laut Grimm das Gespräch mit dem Investor des Stadtbereichszentrum suchen, um für einen absehbaren Zeitraum vielleicht doch noch Stellplätze für Bahnkunden bereitzustellen: „Wir müssen überlegen, ob eine Zwischenlösung machbar ist.“

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