Jugendzentrum Paulushof
Kinder und Jugendliche durften an die Wahlurne

Münster-Mecklenbeck -

Ihre Stimmen gehen zwar nicht in das Ergebnis der in Kürze ins Haus stehenden Europawahl ein, dennoch nutzten etliche Mädchen und Jungen im Pauslushof die Gelegenheit, Stimmzettel abzugeben.

Sonntag, 19.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 18:14 Uhr
Lukas Müller und Manon Tietmeyer führten im Mecklenbecker Kinder- und Jugendzentrum Paulushof die U18-Jugendwahl durch.
Lukas Müller und Manon Tietmeyer führten im Mecklenbecker Kinder- und Jugendzentrum Paulushof die U18-Jugendwahl durch. Foto: sn

Am 26. Mai ist Europawahl – für die Erwachsenen. Doch was ist mit Kindern und Jugendlichen? Die können bei der Jugendwahl „U 18“ mitmachen, die stets im Zuge von Bundestags-, Landtags- und Europawahlen abgehalten werden. Und zwar immer neun Tage bevor die Erwachsenen ihr Kreuzchen machen. Das Mecklenbecker Jugendzentrum Paulushof war eines der Wahllokale.

„Die Jugend hat Lust auf Politik, und Lust mitzubestimmen“, sagte Manon Tietmeyer , Leiterin des Paulushofes. Auch sonst sei Politik im Kinder- und Jugendzen­trum ein Thema, die Jungen und Mädchen diskutierten gerade ganz besonders den Klimawandel.

Um den Jugendlichen zu ermöglichen, sich gesellschaftspolitisch miteinzubringen, habe sich der Paulushof darum beworben, ein Wahllokal der „U 18“-Initiative zu werden. Die wird getragen vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem Deutschen Bundesjugendring und wird gefördert durch das Bundesfamilienministerium und die Bundeszentrale für politische Bildung. Zudem hat Tietmeyer Parteien angeschrieben und Materialien angefordert, damit der Nachwuchs sich eingehend politisch informieren kann. Auch von der „U 18“-Initiative gab es Info-Materialien.

„Alle können sich entscheiden, was sie wählen“, sagte die Leiterin des Paulushofs. Ein Raum wurde flugs in eine Wahlkabine umfunktioniert, zu der jeweils nur der Wähler Zutritt hatte. Auch Eltern waren in diesen vier Wänden während des Wahlvorgangs nicht zugelassen. Eine Wahlurne gab es auch, in die die Kinder und Jugendlichen dann ihren Wahlzettel warfen.

Der umfasste übrigens alle Parteien, die auch auf dem Wahlschein der Erwachsenen verzeichnet sind. Das zusammengezählte Ergebnis der Jugendwahl im Paulushof wird von den Mitarbeitern weitergeleitet. Später wird durch die „U 18“-Initiative das nach Wahlbezirken unterteilte Gesamtergebnis bekanntgegeben. Es findet aber natürlich keinen Einzug in die Resultate der regulären Europawahl.

Am Wahltag hatte Paulushof-Leiterin Manon Tietmeyer auf jeden Fall viel Lob für ihre Schützlinge parat: „Cool, dass ihr gewählt habt“, meinte sie zu den jungen Wählern.

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