Gesangskonzert in St. Anna
Pergolesis Klassiker aus dem Jahr 1736

Münster-Mecklenbeck -

Die zehn Sängerinnen gaben ihr Bestes: In der Mecklenbecker Pfarrkirche St. Anna brachten Schülerinnen der Gesangsklasse von Ludger Breimann eindrucksvoll das berühmte „Stabat Mater“ zu Gehör.

Montag, 27.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 29.05.2019, 16:26 Uhr
Die zehn Sängerinnen des Projektchores von Ludger Breimann präsentierten mit dem „Stabat Mater“ einen Klassiker der Kirchenmusik.
Die zehn Sängerinnen des Projektchores von Ludger Breimann präsentierten mit dem „Stabat Mater“ einen Klassiker der Kirchenmusik. Foto: cro

Es gilt als eines der bedeutendsten Werke der Kirchenmusik: Das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi . Anspruchsvoll, mit einer deutlichen Botschaft, wie auch Ludger Breimann weiß. Der Musiker hat mit Solistinnen und dem Frauenprojektchor seiner Gesangsklasse den Klassiker aus dem Jahr 1736 einstudiert und am Sonntagabend in der St.-Anna-Kirche aufgeführt.

Das Werk sei damals entstanden, um es für Waisenkinder aufzuführen, erklärte Breimann den Hintergrund des Stückes. Pergolesi sei Lehrer im Waisenhaus gewesen und habe so auch die geistlichen Werte fördern wollen. „Daher hat das Stück eine sehr große soziale Komponente.“ Doch eigentlich sei es ein Gebet zur Mutter Gottes, die vor ihrem gekreuzigten Sohn stehe. „Das Stück erzeugt eine gewisse Stimmung, wurde direkt nach der Bach-Ära komponiert.“

Der Projektchor, der aus zehn Sängerinnen bestand, präsentierte das „Stabat Mater“ in der klassischen Aufführungsform. „Die Solisten kommen aus dem Chor, bilden den Chor und treten nur zu einzelnen Passagen in den Vordergrund“, so Breimann. Das sei schon damals so gewesen, allerdings gebe es auch Arrangements für Knabenchöre. „Es gibt auch die Version für Frauenstimmen, das findet man aber selten.“

Die Zuhörer in der Kirche genossen die Musik sichtlich. Mit geschlossenen Augen hörten sie die Stimmen und auch Martin Kopp an der Orgel. „Die Herausforderung an dem Stück ist es, alle unter einen Hut zu kriegen“, erläuterte Breimann. Erste Voraussetzung sei die Freude am Singen und an der Stimmbildung. „Zudem wird eine große Stimmdisziplin verlangt.“ Die lateinische Sprache sei allerdings kein Thema. „Es handelt sich dabei um das klassische Kirchenlatein, die Sprache, die man kennt.“ Das passe auch zu dem Gebet.

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